Von Redaktion
Der neu entflammte Nahost-Konflikt bestimmt zum Wochenstart das Geschehen. Der DAX startete deutlich schwächer und rutschte zeitweise unter 24.900 Punkte, konnte sich im Verlauf aber wieder fangen und geht mit knapp über 25.000 Punkten aus dem Handel.
Der Euro Stoxx 50 schließt ebenfalls kaum verändert.
In den USA notieren die Indizes uneinheitlich: Der Dow Jones hält sich knapp behauptet, der S&P 500 gibt rund 0,2 Prozent nach. Aus Asien kamen klar negative Vorgaben – der Nikkei verliert rund 1,9 Prozent.
Auslöser der neuen Nervosität ist die Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump kündigte laut Financial Times an, die Seeblockade gegen den Iran wieder einzusetzen und auf durch die Meerenge transportierte Waren eine Gebühr von 20 Prozent zu erheben; Washington wolle als „Wächter" der Wasserstraße auftreten. Allen anderen Ländern stellte er einen „fairen und offenen" Zugang zur Meerenge in Aussicht, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Deutschland, Frankreich und Großbritannien verurteilten laut Handelsblatt die iranischen Angriffe auf die Handelsschifffahrt und forderten die Wiederherstellung des Waffenstillstands sowie neue Verhandlungen. Der Brent-Ölpreis sprang im Zuge der Eskalation laut Reuters um rund 5 Prozent nach oben und näherte sich damit wieder der Marke von 80 Dollar je Barrel. Das schürt erneut Inflations- und Zinssorgen.
Bei den Einzelwerten steht der Halbleitersektor im Fokus. SK Hynix bricht ein: Die in Seoul gehandelte Aktie verliert laut Reuters rund 15 Prozent – der größte Tagesverlust in der Unternehmensgeschichte. Nach dem fulminanten Nasdaq-Debüt der vergangenen Woche kühlt die Euphorie um Speicherchips deutlich ab, am Heimatmarkt löste der Kursrutsch zeitweise einen Handelsstopp aus.
Der Ausverkauf zieht weite Kreise: Im DAX ist Infineon mit rund 3,5 Prozent Minus Schlusslicht. Auch in den USA gerät der Sektor unter Druck – AppLovin verliert im Sog der Tech-Schwäche rund 9 Prozent.




