Von Redaktion
Europas Börsen zeigen sich am Nachmittag kaum verändert: Der DAX liegt 0,5 % im Minus, der Euro Stoxx 50 notiert nahezu unverändert.
Belastet werden die Märkte vor allem von der Schwäche im Technologiesektor und dem anhaltenden Konflikt rund um die Straße von Hormus, berichtet Reuters. In Deutschland steht All for One, ein IT-Dienstleister, im Fokus: Nach dem Übernahmeangebot des französischen Konzerns Vinci gewinnt die Aktie knapp 95 %, wie Bloomberg berichtet. Deutlich unter Druck bleibt dagegen Circus. Das Robotik- und KI-Unternehmen verliert rund 44 %, nachdem es seine Jahresprognose gesenkt hat. In den USA zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Dow Jones legt 0,2 % zu, während die Futures auf den S&P 500 0,1 % und auf den Nasdaq 100 gut 1 % nachgeben.
Trotz starker Quartalszahlen gibt TSMC ca 2% nach, berichtet Bloomberg.
Auch AMD steht mit ca 4%deutlich unter Druck.
Nach Einschätzung von Dow Jones Newswires belasten vor allem steigende Anleiherenditen und eine nachlassende KI-Euphorie den Chipsektor. Zu den Gewinnern zählt dagegen der Krankenversicherer UnitedHealth mit einem Plus von rund 3,6 % nach überzeugenden Geschäftszahlen, berichtet Bloomberg.
In Asien setzt sich der Ausverkauf bei Halbleiterwerten fort: Der südkoreanische Kospi verliert mehr als 6 %, während der Hang Seng in Hongkong 1,3 % zulegen kann. Brent-Öl notiert mit rund 85 US-Dollar je Barrel nahezu unverändert und bleibt wegen der Spannungen im Nahen Osten im Fokus. Nach Börsenschluss stehen die Quartalszahlen von Netflix im Mittelpunkt. Außerdem warten die Märkte auf die angekündigte Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation.
Kurz gesagt: Die Sorge vor einer Abkühlung der KI-Dynamik belastet weltweit vor allem Halbleiterwerte. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken und die Entwicklung der Zinsen die wichtigsten Themen an den Finanzmärkten.




