Von Redaktion
Die europäischen Aktienmärkte gehen mit Verlusten in den Wochenschluss. Belastet werden sie vor allem von der Zinserhöhung der EZB und dem kräftigen Anstieg des Ölpreises über die Marke von 105 US-Dollar. Die Notenbank hebt den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 % an und schraubt zugleich ihre Inflationsprognosen nach oben. Wie dpa-AFX berichtet, reagieren Anleger damit auf die Aussicht länger hoher Zinsen und zunehmende Risiken am Energiemarkt. Der DAX verliert rund 0,7 % auf 25.391 Punkte, der Euro Stoxx 50 gibt 0,6 % nach.
Unter den Einzelwerten stehen vor allem Adidas und Renk unter Druck. Adidas zählt mit einem Minus von mehr als 4 % zu den schwächsten Werten im DAX, während Renk rund 2 % verliert. Belastend wirken nach Angaben von dpa-AFX vor allem kritische Analystenkommentare bei beiden Unternehmen.
Auch an der Wall Street dominieren die roten Vorzeichen. Der Dow Jones notiert etwa 0,3 % schwächer, der S&P 500 verliert 0,5 % und der Nasdaq 100 knapp 1 %. Wie Reuters schreibt, richtet sich der Blick der Anleger nach der heutigen EZB-Entscheidung bereits auf die nächste Zinssitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche.
Für Gesprächsstoff sorgt zudem der Rohstoffmarkt. Der Ölpreis setzt seinen Höhenflug fort. Brent verteuert sich um fast 4 % auf rund 106 US-Dollar je Barrel. Auf der anderen Seite geraten die Edelmetalle unter Druck: Silber verliert mehr als 4 %, Gold gibt knapp 1 % nach. Marktbeobachter verweisen laut Reuters auf die Kombination aus steigenden Realzinsen und der anhaltenden Stärke des Energiesektors.
Nach US-Börsenschluss stehen mit Oracle und Adobe noch zwei wichtige Quartalsberichte auf der Agenda. Morgen folgen die US-Verbraucherpreise für August, die laut Marktteilnehmern weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed liefern könnten.




