16.09.26
10:59
Reuters
| * Dax leicht im Plus |
| * Fed-Entscheidung und Pressekonferenz stehen später an |
| * Märkte rechnen mit einer Zinserhöhung |
| * Anleiherenditen stagnieren - Öl verbilligt sich |
| (Neu: Europäische Börsen, Öl) |
| Frankfurt, 16. Sep (Reuters) - Europas Anleger sind |
| wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank mit |
| angezogener Handbremse unterwegs gewesen. Der Dax(.GDAXI) lag am |
| Mittwoch gegen Mittag 0,1 Prozent höher bei 25.437 Punkten. Der |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) kletterte um 0,3 Prozent auf 6256 Zähler. |
| Für Unterstützung sorgte ein Rückgang der Ölpreise, der die |
| Inflationssorgen etwas minderte. |
Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend (20.00 Uhr MESZ) dürften sich die Anleger nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Die Federal Reserve steuert aus Sicht der Finanzmärkte auf die erste Zinserhöhung seit über drei Jahren zu. Erwartet wird, dass der Leitzins um einen Viertelpunkt auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben wird. "Die hohe Inflationsrate und die zugleich robuste US-Wirtschaft machen einen Zinsschritt wahrscheinlich. Sicher ist er aber nicht", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
Entscheidend für die Anleger wird Strategen zufolge sein, wie Fed-Chef Kevin Warsh die Inflationsrisiken bewertet und ob weitere Zinsanhebungen in Aussicht gestellt werden. "Dieser Ausblick birgt das höchste Überraschungspotenzial und wird die finale Richtung für die europäischen Aktienmärkte für den Rest der Woche schonungslos diktieren", sagte ActivTrades-Analyst Frank Sohlleder. Auch die Reaktionen aus dem Weißen Haus werden die Investoren genau beachten. "Wenn er heute Abend die Zinsen nicht anhebt, könnte dies ein Problem für die Glaubwürdigkeit der Fed, ihre Unabhängigkeit und für den Aktienmarkt darstellen", sagte Michaël Nizard, leitender Stratege bei Edmond de Rothschild Asset Management. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt für niedrigere Zinsen ausgesprochen und erklärte im vergangenen Monat, die USA würden den Handel mit Ländern, gegenüber denen sie ein Handelsdefizit aufweisen, einstellen, sollte die Fed die Zinsen nicht senken.
Der Dollar-Index(.DXY) trat bei 99,68 Punkten auf der Stelle. An den Anleihemärkten kam der Renditeanstieg der richtungsweisenden Papiere der Euro-Zone zum Erliegen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen(DE10YT=RR) stagnierte bei 3,534 Prozent. Die Ölversorgung im Nahen Osten steht für die Anleger an den Rohstoffmärkten weiterhin im Fokus. Die Ölpreise unterbrachen ihre zweitägige Rally, da Berichte über alternative Lieferwege von Saudi-Arabien die Sorgen über das Ausmaß der Versorgungsengpässe in der Region dämpften. An den Terminmärkten verbilligte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um bis zu 1,5 Prozent, das US-Öl WTI sank in der Spitze um zwei Prozent. "Die Nachrichten über saudiarabische Exporte aus dem Golf deuten darauf hin, dass die Sorgen vor einer noch größeren Unterbrechung schwinden", sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Saudi-Arabien bietet asiatischen Raffinerien nun mehr Rohöl über Umladungen auf offener See vor dem Hafen von Sohar in Oman an, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Am Vortag hatten sich die Terminkontrakte um mehr als drei Prozent verteuert, nachdem die Verladung von Rohöl am saudiarabischen Exportknotenpunkt Janbu am Roten Meer Insidern zufolge ausgesetzt wurde.
Europäische Bankaktien(.SX7P) erholten sich von ihrem jüngsten Kursrutsch und gehörten zu den größten Gewinnern. Die Stimmung hellten Händlern zufolge Aussagen von Führungskräften US-amerikanischer Banken auf einer Branchenkonferenz auf. JPMorgan Chase(JPM.N) erklärte, man erwarte im dritten Quartal ein starkes Wachstum bei den Investmentbanking-Gebühren und Handelserlösen. Die Aktien der britischen Rivalen Barclays(BARC.L) und Standard Chartered(STAN.L) zogen um 1,8 Prozent und rund zwei Prozent an.
Autowerte(.SXAP) notierten hingegen schwächer: Der europäische Branchenindex gab um 1,1 Prozent nach. VW(VOWG_p.DE)-Papiere verloren drei Prozent und hielten im Dax die rote Laterne. Gesucht waren Hochtief(HOTG.DE)-Aktien, die 3,6 Prozent zulegten.
(Bericht von Anika Ross, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Frankfurt, 16. Sep (Reuters) - Europas Anleger sind wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank mit angezogener Handbremse unterwegs gewesen. Der Dax(.GDAXI) lag am Mittwoch gegen Mittag 0,1 Prozent höher bei 25.437 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) kletterte um 0,3 Prozent auf 6256 Zähler. Für Unterstützung sorgte ein Rückgang der Ölpreise, der die Inflationssorgen etwas minderte.
Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend (20.00 Uhr MESZ) dürften sich die Anleger nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Die Federal Reserve steuert aus Sicht der Finanzmärkte auf die erste Zinserhöhung seit über drei Jahren zu. Erwartet wird, dass der Leitzins um einen Viertelpunkt auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben wird. "Die hohe Inflationsrate und die zugleich robuste US-Wirtschaft machen einen Zinsschritt wahrscheinlich. Sicher ist er aber nicht", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
<h5 align=center> FÜR FED-CHEF WARSH GEHT ES UM GLAUBWÜRDIGKEIT </h5> Entscheidend für die Anleger wird Strategen zufolge sein, wie Fed-Chef Kevin Warsh die Inflationsrisiken bewertet und ob weitere Zinsanhebungen in Aussicht gestellt werden. "Dieser Ausblick birgt das höchste Überraschungspotenzial und wird die finale Richtung für die europäischen Aktienmärkte für den Rest der Woche schonungslos diktieren", sagte ActivTrades-Analyst Frank Sohlleder. Auch die Reaktionen aus dem Weißen Haus werden die Investoren genau beachten. "Wenn er heute Abend die Zinsen nicht anhebt, könnte dies ein Problem für die Glaubwürdigkeit der Fed, ihre Unabhängigkeit und für den Aktienmarkt darstellen", sagte Michaël Nizard, leitender Stratege bei Edmond de Rothschild Asset Management. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt für niedrigere Zinsen ausgesprochen und erklärte im vergangenen Monat, die USA würden den Handel mit Ländern, gegenüber denen sie ein Handelsdefizit aufweisen, einstellen, sollte die Fed die Zinsen nicht senken. <h5 align=center> ÖLLIEFERUNGEN BLEIBEN IM FOKUS DER ANLEGER </h5> Der Dollar-Index(.DXY) trat bei 99,68 Punkten auf der Stelle. An den Anleihemärkten kam der Renditeanstieg der richtungsweisenden Papiere der Euro-Zone zum Erliegen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen(DE10YT=RR) stagnierte bei 3,534 Prozent. Die Ölversorgung im Nahen Osten steht für die Anleger an den Rohstoffmärkten weiterhin im Fokus. Die Ölpreise unterbrachen ihre zweitägige Rally, da Berichte über alternative Lieferwege von Saudi-Arabien die Sorgen über das Ausmaß der Versorgungsengpässe in der Region dämpften. An den Terminmärkten verbilligte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um bis zu 1,5 Prozent, das US-Öl WTI sank in der Spitze um zwei Prozent. "Die Nachrichten über saudiarabische Exporte aus dem Golf deuten darauf hin, dass die Sorgen vor einer noch größeren Unterbrechung schwinden", sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Saudi-Arabien bietet asiatischen Raffinerien nun mehr Rohöl über Umladungen auf offener See vor dem Hafen von Sohar in Oman an, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Am Vortag hatten sich die Terminkontrakte um mehr als drei Prozent verteuert, nachdem die Verladung von Rohöl am saudiarabischen Exportknotenpunkt Janbu am Roten Meer Insidern zufolge ausgesetzt wurde. <h5 align=center> JP MORGAN HELLT STIMMUNG BEI BANKEN AUF </h5> Europäische Bankaktien(.SX7P) erholten sich von ihrem jüngsten Kursrutsch und gehörten zu den größten Gewinnern. Die Stimmung hellten Händlern zufolge Aussagen von Führungskräften US-amerikanischer Banken auf einer Branchenkonferenz auf. JPMorgan Chase(JPM.N) erklärte, man erwarte im dritten Quartal ein starkes Wachstum bei den Investmentbanking-Gebühren und Handelserlösen. Die Aktien der britischen Rivalen Barclays(BARC.L) und Standard Chartered(STAN.L) zogen um 1,8 Prozent und rund zwei Prozent an. Autowerte(.SXAP) notierten hingegen schwächer: Der europäische Branchenindex gab um 1,1 Prozent nach. VW(VOWG_p.DE)-Papiere verloren drei Prozent und hielten im Dax die rote Laterne. Gesucht waren Hochtief(HOTG.DE)-Aktien, die 3,6 Prozent zulegten. <h5 align=center>INDIZES:</h5> * (.STOXX50E)......Europäischer EuroStoxx-Index 50 Werte * (.GDAXI).........Frankfurter Dax-Index 30 Werte * (.MDAXI).........Frankfurter MDax-Index 50 Werte * (.TECDAX)........Frankfurter Wachstumswerte * (.SDAXI).........Frankfurter Kleinwerteindex SDax * (0#.STOXX50E)....Alle EuroStoxx50-Werte im Überblick * (0#.GDAXI).......Alle Dax-Werte im Überblick * (0#.MDAXI).......Alle MDax-Werte im Überblick * (0#.TECDAX)......Alle TecDax-Werte im Überblick * (.V2TX)..........VStoxx - EuroStoxx50-Volatilitätsindex * (.V1XI)..........VDax - Dax-Volatilitätsindex <h5 align=center>DEVISEN:</h5> * (EUR=)...........Euro in Dollar * (JPY=)...........Dollar in Yen * (GBP=)...........Dollar in Pfund Sterling * (CHF=)...........Dollar in Franken <h5 align=center>FUTURES:</h5> * (0#STXE:)........EuroStoxx-Future * (0#FDX:).........DAX-Future * (0#DJ:)..........Dow Jones-Future * (0#ND:)..........Nasdaq-Future * (0#SP:)..........S&P 500-Future <h5 align=center>ROHSTOFFE:</h5> * (XAU=)...........Gold * (CMCU3)..........Kupfer <h5 align=center>ÜBERSICHT AKTIENMÄRKTE: </h5> * Größte Kursgewinner/-verlierer EuroStoxx50...(.PGL.STOXX50E) * Größte Kursgewinner Dax......................(.PG.GDAXI) * Größte Kursverlierer Dax.....................(.PL.GDAXI) * Größte Kursgewinner MDax.....................(.PG.MDAXI) * Größte Kursverlierer MDax....................(.PL.MDAXI) * Größte Kursgewinner TecDax...................(.PG.TECDAX) * Größte Kursverlierer TecDax..................(.PL.TECDAX) * Größte Kursgewinner SDax.....................(.PG.SDAXI) * Größte Kursverlierer SDax....................(.PL.SDAXI)(Bericht von Anika Ross, redigiert von Christian Götz. 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