14.10.26
16:23
Reuters
| * US-Inflation höher als erwartet |
| * Ölpreise ziehen nach Angriffen auf Schiffe an |
| * ASML mit Rekordumsatz und vollen Auftragsbüchern |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 14. Okt (Reuters) - Die Sorge über die |
| anziehende Inflation in den USA hat die Anleger an den |
| europäischen Aktienmärkten am Mittwoch umgetrieben. Festere |
| Chipaktien verhinderten allerdings größere Kursverluste. Der |
| Dax(.GDAXI) ging 0,2 Prozent höher bei 25.298 Punkten aus dem |
| Handel, der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 0,4 Prozent auf 6190 |
| Zähler. Die US-Indizes fielen hingegen um bis zu 1,3 Prozent. |
Der Ölpreisschock trieb die Teuerung in den USA im September weiter an. Die Verbraucherpreise stiegen um 3,7 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 3,4 Prozent im August. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten nur einen Wert von 3,6 Prozent veranschlagt. "Für Fed-Chef Kevin Warsh wird die Inflationsbekämpfung damit zur ersten großen Bewährungsprobe", fasste Stratege Andreas Lipkow von CMC Markets zusammen. "Die heutigen Daten machen deutlich, wie schwierig es werden dürfte, den Preisdruck wieder unter Kontrolle zu bringen, ohne gleichzeitig die Konjunktur zu belasten."
Die Wetten der Anleger auf steigende Zinsen nahmen nach den Daten zu, was dem Dollar Auftrieb verlieh. Der Dollar-Index(.DXY) gewann 0,7 Prozent auf 102,87 Zähler, während der Euro(EUR=) auf 1,1113 Dollar sank. Gleichzeitig warfen die Investoren Staatsanleihen aus den Depots. Die Rendite der zehnjährigen US-Papiere(US10YT=) stieg im Gegenzug auf 5,308 Prozent nach 5,190 Prozent vor der Veröffentlichung der Daten. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen(US2YT=RR) zog um elf Basispunkte auf 4,903 Prozent an.
Die hohen Energiepreise blieben den Anlegern weiter ein Dorn im Auge. US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 95,44 Dollar je Barrel. Iranische Regierungsvertreter teilten der Agentur Reuters mit, dass der Iran neue Taktiken für Angriffe auf Schiffe einsetzen werde, um die Ölpreise hochzuhalten und damit auch Einfluss auf die US-Zwischenwahlen zu nehmen.
Im Chipsektor hellte ein optimistischer Ausblick von Branchenprimus ASML die Stimmung auf. Der weltgrößte Anbieter von Halbleiter-Produktionsanlagen setzte dank einer durch den KI-Boom getriebenen Nachfrage die Umsatzprognose etwas nach oben. Die ASML-Aktien kletterten in Amsterdam um 1,2 Prozent. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewann knapp zwei Prozent.
Auch Aktien von europäischen Satellitenbetreibern stiegen in der Gunst der Anleger, nachdem der US-Raumfahrtkonzern SpaceX(SPCX.O) nach ukrainischen Angaben die Nutzung seines Satellitennetzwerks Starlink für das ukrainische Militär eingeschränkt hat. Die Papiere des europäischen Mitbewerbers Eutelsat(ETL.PA) legten in Paris um rund 23 Prozent zu. Anleger setzen Analysten zufolge darauf, dass europäische Regierungen und Kunden nach Alternativen zu US-Satelliteninfrastruktur suchen könnten. In Stockholm ging es für Aktien der SEB(SEBa.ST) um 4,6 Prozent nach unten. Die schwedische Bankenaufsicht hat die Kapitalanforderungen für das Kreditinstitut aufgrund von Mängeln in den internen Risikomodellen vorübergehend erhöht.
Aktien von Evotec(EVTG.DE) stiegen in Frankfurt um 6,7 Prozent. Das Geschäft des Biotech-Unternehmens hat sich nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres besser entwickelt als erwartet. Die Anteilsscheine von PNE(PNEGn.DE) rauschten hingegen um 19,6 Prozent nach unten, nachdem der Windkraft- und Solarparkentwickler seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr wegen Projektverzögerungen senken musste.
(Bericht von Anika Ross, Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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(Neu: Schlusskurse) Frankfurt, 14. Okt (Reuters) - Die Sorge über die anziehende Inflation in den USA hat die Anleger an den europäischen Aktienmärkten am Mittwoch umgetrieben. Festere Chipaktien verhinderten allerdings größere Kursverluste. Der Dax(.GDAXI) ging 0,2 Prozent höher bei 25.298 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 0,4 Prozent auf 6190 Zähler. Die US-Indizes fielen hingegen um bis zu 1,3 Prozent.
Der Ölpreisschock trieb die Teuerung in den USA im September weiter an. Die Verbraucherpreise stiegen um 3,7 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 3,4 Prozent im August. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten nur einen Wert von 3,6 Prozent veranschlagt. "Für Fed-Chef Kevin Warsh wird die Inflationsbekämpfung damit zur ersten großen Bewährungsprobe", fasste Stratege Andreas Lipkow von CMC Markets zusammen. "Die heutigen Daten machen deutlich, wie schwierig es werden dürfte, den Preisdruck wieder unter Kontrolle zu bringen, ohne gleichzeitig die Konjunktur zu belasten."
Die Wetten der Anleger auf steigende Zinsen nahmen nach den Daten zu, was dem Dollar Auftrieb verlieh. Der Dollar-Index(.DXY) gewann 0,7 Prozent auf 102,87 Zähler, während der Euro(EUR=) auf 1,1113 Dollar sank. Gleichzeitig warfen die Investoren Staatsanleihen aus den Depots. Die Rendite der zehnjährigen US-Papiere(US10YT=) stieg im Gegenzug auf 5,308 Prozent nach 5,190 Prozent vor der Veröffentlichung der Daten. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen(US2YT=RR) zog um elf Basispunkte auf 4,903 Prozent an.
Die hohen Energiepreise blieben den Anlegern weiter ein Dorn im Auge. US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 95,44 Dollar je Barrel. Iranische Regierungsvertreter teilten der Agentur Reuters mit, dass der Iran neue Taktiken für Angriffe auf Schiffe einsetzen werde, um die Ölpreise hochzuhalten und damit auch Einfluss auf die US-Zwischenwahlen zu nehmen.
Im Chipsektor hellte ein optimistischer Ausblick von Branchenprimus ASML die Stimmung auf. Der weltgrößte Anbieter von Halbleiter-Produktionsanlagen setzte dank einer durch den KI-Boom getriebenen Nachfrage die Umsatzprognose etwas nach oben. Die ASML-Aktien kletterten in Amsterdam um 1,2 Prozent. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewann knapp zwei Prozent.
Auch Aktien von europäischen Satellitenbetreibern stiegen in der Gunst der Anleger, nachdem der US-Raumfahrtkonzern SpaceX(SPCX.O) nach ukrainischen Angaben die Nutzung seines Satellitennetzwerks Starlink für das ukrainische Militär eingeschränkt hat. Die Papiere des europäischen Mitbewerbers Eutelsat(ETL.PA) legten in Paris um rund 23 Prozent zu. Anleger setzen Analysten zufolge darauf, dass europäische Regierungen und Kunden nach Alternativen zu US-Satelliteninfrastruktur suchen könnten. In Stockholm ging es für Aktien der SEB(SEBa.ST) um 4,6 Prozent nach unten. Die schwedische Bankenaufsicht hat die Kapitalanforderungen für das Kreditinstitut aufgrund von Mängeln in den internen Risikomodellen vorübergehend erhöht.
Aktien von Evotec(EVTG.DE) stiegen in Frankfurt um 6,7 Prozent. Das Geschäft des Biotech-Unternehmens hat sich nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres besser entwickelt als erwartet. Die Anteilsscheine von PNE(PNEGn.DE) rauschten hingegen um 19,6 Prozent nach unten, nachdem der Windkraft- und Solarparkentwickler seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr wegen Projektverzögerungen senken musste.
(Bericht von Anika Ross, Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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