12.10.26
09:34
Reuters
* Ölpreis und Renditen geben nach - Experten bleiben skeptisch
* Warten auf Auftakt der Bilanzsaison und US-Inflationsbericht
| * | EU-China-Deal für Hybridautoexporte stützt Automobilwerte |
| * | Nordex steigert Auftragseingang kräftig - Aktie im Aufwind |
| (Neu: Europäische Börsen) | |
| Frankfurt, 12. Okt (Reuters) - Ein leichter | |
| Ölpreisrückgang und eine Entspannung im Handelsstreit zwischen | |
| der EU und China stützen zum Wochenstart die Börsen. Die | |
| anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie die Aussicht auf | |
| wichtige Termine im weiteren Wochenverlauf begrenzten jedoch die | |
| Kursgewinne am Montag. Der Dax(.GDAXI) und der | |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) notierten am Vormittag jeweils rund ein | |
| halbes Prozent höher bei 25.211 und 6203 Punkten. Die Preise für | |
| Nordsee-Rohöl Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) lagen | |
| jeweils leicht tiefer bei 104,57 und 91,62 Dollar je Fass (159 | |
| Liter). Auch die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in | |
| Deutschland(DE10YT=RR) und Frankreich(FR10YT=RR) gaben etwas | |
| nach. | |
"Die Investoren balancieren weiterhin auf dem schmalen Grat zwischen Energiepreisen und Renditedruck", kommentierte Timo Emden, Chefanalyst beim Broker CapTrader. Zugleich warten Anleger auf den Startschuss für die Bilanzsaison mit den Ergebnissen wichtiger US-Banken am Dienstag und Mittwoch. "Die Unternehmenszahlen könnten kurzfristig wieder zum wichtigsten Taktgeber für die Aktienmärkte werden und schwelende Risikofaktoren kaschieren", sagte Emden. Nahostrisiken, Fragezeichen hinter dem weiteren Zinspfad der Notenbanken und kritische Fragen an den KI-Sektor blockierten jedoch nach wie vor die Jahresendrally an den Märkten.
Die Entspannung am Ölmarkt bezeichneten Experten als kurzfristig. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag überraschend eine sofortige "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine verkündet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte den Vorstoß, wartet jedoch nach eigenen Angaben noch auf Details der US-Regierung und verwies auf anhaltende russische Angriffe. Von der russischen Regierung lag zunächst keine Stellungnahme vor. "Außerdem bleiben Fragen zur Nachhaltigkeit einer solchen Waffenruhe", sagte Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade.
Trump hat sich zudem nach eigenen Angaben vom Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf umfangreiche Diesellieferungen geeinigt. Politisch bleibe die Entwicklung jedoch brisant, da sich damit auch die Kräfteverhältnisse im Ukraine-Krieg verschieben könnten, sagte Chefanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Hinzu kommen Spannungen im Nahen Osten: Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Die Analysten von Goldman Sachs hoben daher ihre Prognose für den Brent-Preis für Dezember von 85 auf 90 Dollar pro Fass an.
Bei den Einzelwerten griffen Anleger unter anderem bei Automobilaktien zu. Für leichten Auftrieb sorgte eine Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos. "Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren", erläuterte Lipkow. Der europäische Branchenindex(.SXAP) rückte um 0,7 Prozent vor. Ungefähr genauso viel gewannen im Dax trotz eines Absatzschwunds die Aktien von Volkswagen(VOWG_p.DE).
Gefragt an der Börse in Frankfurt waren auch die Aktien von Nordex(NDXG.DE). Der Windkraftanlagenbauer hat im dritten Quartal zahlreiche Aufträge eingeheimst, was die Papiere um 2,5 Prozent nach oben trieb. "Es gab zwar keine Konsensschätzungen, aber der Anstieg ist massiv - auch wenn Meldungen über den Auftragseingang in den vergangenen Monaten bereits auf eine solche Zunahme hingedeutet hatten", kommentierte ein Händler.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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12.10.26
09:34
Reuters
Frankfurt, 12. Okt (Reuters) - Ein leichter Ölpreisrückgang und eine Entspannung im Handelsstreit zwischen der EU und China stützen zum Wochenstart die Börsen. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie die Aussicht auf wichtige Termine im weiteren Wochenverlauf begrenzten jedoch die Kursgewinne am Montag. Der Dax(.GDAXI) und der EuroStoxx50(.STOXX50E) notierten am Vormittag jeweils rund ein halbes Prozent höher bei 25.211 und 6203 Punkten. Die Preise für Nordsee-Rohöl Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) lagen jeweils leicht tiefer bei 104,57 und 91,62 Dollar je Fass (159 Liter). Auch die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in Deutschland(DE10YT=RR) und Frankreich(FR10YT=RR) gaben etwas nach.
"Die Investoren balancieren weiterhin auf dem schmalen Grat zwischen Energiepreisen und Renditedruck", kommentierte Timo Emden, Chefanalyst beim Broker CapTrader. Zugleich warten Anleger auf den Startschuss für die Bilanzsaison mit den Ergebnissen wichtiger US-Banken am Dienstag und Mittwoch. "Die Unternehmenszahlen könnten kurzfristig wieder zum wichtigsten Taktgeber für die Aktienmärkte werden und schwelende Risikofaktoren kaschieren", sagte Emden. Nahostrisiken, Fragezeichen hinter dem weiteren Zinspfad der Notenbanken und kritische Fragen an den KI-Sektor blockierten jedoch nach wie vor die Jahresendrally an den Märkten.
<h5>ÖLPREIS GIBT LEICHT NACH - "ES BLEIBEN FRAGEN"</h5>Die Entspannung am Ölmarkt bezeichneten Experten als kurzfristig. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag überraschend eine sofortige "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine verkündet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte den Vorstoß, wartet jedoch nach eigenen Angaben noch auf Details der US-Regierung und verwies auf anhaltende russische Angriffe. Von der russischen Regierung lag zunächst keine Stellungnahme vor. "Außerdem bleiben Fragen zur Nachhaltigkeit einer solchen Waffenruhe", sagte Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade.
Trump hat sich zudem nach eigenen Angaben vom Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf umfangreiche Diesellieferungen geeinigt. Politisch bleibe die Entwicklung jedoch brisant, da sich damit auch die Kräfteverhältnisse im Ukraine-Krieg verschieben könnten, sagte Chefanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Hinzu kommen Spannungen im Nahen Osten: Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Die Analysten von Goldman Sachs hoben daher ihre Prognose für den Brent-Preis für Dezember von 85 auf 90 Dollar pro Fass an.
<h5>US-CHINA-DEAL STÜTZT AUTOMOBILWERTE</h5> <p align=center><b>* * * *</p></b>Bei den Einzelwerten griffen Anleger unter anderem bei Automobilaktien zu. Für leichten Auftrieb sorgte eine Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos. "Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren", erläuterte Lipkow. Der europäische Branchenindex(.SXAP) rückte um 0,7 Prozent vor. Ungefähr genauso viel gewannen im Dax trotz eines Absatzschwunds die Aktien von Volkswagen(VOWG_p.DE).
Gefragt an der Börse in Frankfurt waren auch die Aktien von Nordex(NDXG.DE). Der Windkraftanlagenbauer hat im dritten Quartal zahlreiche Aufträge eingeheimst, was die Papiere um 2,5 Prozent nach oben trieb. "Es gab zwar keine Konsensschätzungen, aber der Anstieg ist massiv - auch wenn Meldungen über den Auftragseingang in den vergangenen Monaten bereits auf eine solche Zunahme hingedeutet hatten", kommentierte ein Händler.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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