02.10.26
16:32
Reuters
| * Nur 29.000 neue Stellen in den USA im September |
| * G7-Staaten geben Reserven frei - Öl wieder etwas billiger |
| * Französische Anleihen bleiben im Fokus |
| (Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street) |
| Frankfurt, 02. Okt (Reuters) - Zinshoffnungen der |
| Anleger nach dem US-Arbeitsmarktbericht haben die Stimmung an |
| den Börsen zum Wochenschluss aufgehellt. Der Dax(.GDAXI) |
| eroberte am Freitag die psychologisch wichtige |
| 25.000-Punkte-Marke zurück und schloss 1,2 Prozent im Plus bei |
| 25.231,20 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) legte um ein |
| Prozent auf 6238,50 Zähler zu. Die wichtigsten |
| US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) rückten um 0,3 bis 1,3 Prozent |
| vor. "Der jüngste Jobbericht nimmt Druck vom geldpolitischen |
| Sorgenkessel", kommentierte Timo Emden, Chefanalyst beim Broker |
| CapTrader. |
Unter dem Strich entstanden im September in den USA nur 29.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, wie aus dem Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit 90.000 Stellen gerechnet. Die Zahlen nährten die Hoffnung der Anleger, dass die US-Notenbank Fed bei Zinserhöhungen langsamer vorgeht. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation einzudämmen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.
Niedrigere Zinsen der US-Notenbank verbilligen die Finanzierung von Investitionen für wachstumsstarke Unternehmen - etwa im Technologiesektor. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewann 2,6 Prozent, im Dax setzte sich Infineon(IFXGn.DE) mit einem Kursplus von 8,8 Prozent an die Spitze des Leitindex. Die Papiere von Aixtron(AIXGn.DE) und Suss Microtec(SMHNn.DE) rückten um 7,6 und 4,6 Prozent vor.
Auch die Hoffnung auf eine Entspannung bei den Energiepreisen falle für die Anleger momentan schwerer ins Gewicht als die deutlich gestiegene Inflation in der Eurozone, sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar haben Versorgungsängste die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben. Am Freitag ging es allerdings abwärts: Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich um rund zwei bis 3,5 Prozent auf 100,08 und 89,62 Dollar je Fass (159 Liter). Die europäischen Gasöl-Futures(LGOc1), ein Richtwert für die Dieselpreise, gaben um sieben Prozent nach. Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt, um die angespannten Energiemärkte zu entlasten.
Am Anleihemarkt verlangsamte sich der Ausverkauf etwas. Französische Staatsbonds hatten es jedoch weiter schwer, Fuß zu fassen. Die Renditedifferenz(DE10FR10=RR) (Spread) zu den zehnjährigen Bundespapieren(DE10YT=RR) weitete sich in der Spitze auf 134,65 Basispunkte aus. Dies ist der höchste Stand seit der Staatsschuldenkrise der Euro-Zone im Jahr 2012. Der Spread spiegelt die Risikoprämie wider, die Anleger für französische Schuldtitel fordern. "Der gestern vorgestellte Haushaltsentwurf in Frankreich für das Jahr 2027 brachte keine Entlastung an den Märkten, zumal auch völlig unklar ist, ob sich eine politische Mehrheit für den Haushalt finden lässt", resümierten die Analysten der Helaba.
Die französische Regierung will mit einem harten Sparkurs das Haushaltsdefizit von 5,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr auf fünf Prozent 2027 senken. Die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihen(FR10YT=RR) hatte am Donnerstag mit 4,9629 Prozent den höchsten Stand seit 2002 erreicht - auch zum Wochenschluss lag die Verzinsung nur knapp darunter. Der Euro(EUR=) verlor auf Wochensicht gut ein Prozent. Er notierte am Freitag bei 1,1258 Dollar.
Für Gesprächsstoff in der Sportartikelbranche sorgte der schwächere Umsatzausblick von Nike(NKE.N). Die Aktie verlor an der Wall Street sechs Prozent. Dies belastete zunächst auch die Papiere der Rivalen Adidas(ADSGn.DE) und Puma(PUMG.DE), die um 3,5 beziehungsweise zwei Prozent nachgaben. Im späteren Handelsverlauf machten sie ihre Verluste jedoch größtenteils wieder wett. Händler sagten, die Probleme von Nike seien vor allem hausgemacht.
(Bericht von Sanne Schimanski und Daniela Pegna, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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02.10.26
16:32
Reuters
Unter dem Strich entstanden im September in den USA nur 29.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, wie aus dem Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit 90.000 Stellen gerechnet. Die Zahlen nährten die Hoffnung der Anleger, dass die US-Notenbank Fed bei Zinserhöhungen langsamer vorgeht. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation einzudämmen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.
<h5 align=center>FREIGABE VON RESERVEN DRÜCKT ÖLPREIS</h5> Niedrigere Zinsen der US-Notenbank verbilligen die Finanzierung von Investitionen für wachstumsstarke Unternehmen - etwa im Technologiesektor. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewann 2,6 Prozent, im Dax setzte sich Infineon(IFXGn.DE) mit einem Kursplus von 8,8 Prozent an die Spitze des Leitindex. Die Papiere von Aixtron(AIXGn.DE) und Suss Microtec(SMHNn.DE) rückten um 7,6 und 4,6 Prozent vor.Auch die Hoffnung auf eine Entspannung bei den Energiepreisen falle für die Anleger momentan schwerer ins Gewicht als die deutlich gestiegene Inflation in der Eurozone, sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar haben Versorgungsängste die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben. Am Freitag ging es allerdings abwärts: Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich um rund zwei bis 3,5 Prozent auf 100,08 und 89,62 Dollar je Fass (159 Liter). Die europäischen Gasöl-Futures(LGOc1), ein Richtwert für die Dieselpreise, gaben um sieben Prozent nach. Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt, um die angespannten Energiemärkte zu entlasten.
<h5 align=center>AUSVERKAUF AM ANLEIHEMARKT VERLANGSAMT SICH</h5> Am Anleihemarkt verlangsamte sich der Ausverkauf etwas. Französische Staatsbonds hatten es jedoch weiter schwer, Fuß zu fassen. Die Renditedifferenz(DE10FR10=RR) (Spread) zu den zehnjährigen Bundespapieren(DE10YT=RR) weitete sich in der Spitze auf 134,65 Basispunkte aus. Dies ist der höchste Stand seit der Staatsschuldenkrise der Euro-Zone im Jahr 2012. Der Spread spiegelt die Risikoprämie wider, die Anleger für französische Schuldtitel fordern. "Der gestern vorgestellte Haushaltsentwurf in Frankreich für das Jahr 2027 brachte keine Entlastung an den Märkten, zumal auch völlig unklar ist, ob sich eine politische Mehrheit für den Haushalt finden lässt", resümierten die Analysten der Helaba. <table noborder width=100%><tr><td>1</td><td>Mehr zum Thema:</td></tr></table> Börsen-Ticker [.FDE-TICKER] <p align=center><b>* * * *</p></b> <table border="1" width=100%><tr><td>[STX-GER]........Deutschsprachige Nachrichten zu den</td></tr><tr><td>.................Aktienmärkten</td></tr><tr><td>[GVD-GER]........Deutschsprachige Nachrichten zu den</td></tr><tr><td>.................Anleihemärkten</td></tr><tr><td>[FRX-GER.........Deutschsprachige Nachrichten zu den</td></tr><tr><td>.................Devisenmärkten</td></tr></table> <table border="1" width=100%><tr><td>(G7TODAY)........Übersicht aktueller Konjunkturdaten aus allen</td></tr><tr><td>.................G7-Staaten</td></tr><tr><td>(ECON)...........Übersicht aktueller Konjunkturdaten aus der</td></tr><tr><td>.................Euro-Zone</td></tr><tr><td>[ECI-GER]........Deutschsprachige Nachrichten zur Konjunktur</td></tr><tr><td>.................aus aller Welt</td></tr><tr><td>[US-ECI-GER].... 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Die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihen(FR10YT=RR) hatte am Donnerstag mit 4,9629 Prozent den höchsten Stand seit 2002 erreicht - auch zum Wochenschluss lag die Verzinsung nur knapp darunter. Der Euro(EUR=) verlor auf Wochensicht gut ein Prozent. Er notierte am Freitag bei 1,1258 Dollar.
Für Gesprächsstoff in der Sportartikelbranche sorgte der schwächere Umsatzausblick von Nike(NKE.N). Die Aktie verlor an der Wall Street sechs Prozent. Dies belastete zunächst auch die Papiere der Rivalen Adidas(ADSGn.DE) und Puma(PUMG.DE), die um 3,5 beziehungsweise zwei Prozent nachgaben. Im späteren Handelsverlauf machten sie ihre Verluste jedoch größtenteils wieder wett. Händler sagten, die Probleme von Nike seien vor allem hausgemacht.
(Bericht von Sanne Schimanski und Daniela Pegna, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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