23.09.26
16:22
Reuters
| * Dax bricht Erholungsversuch ab |
| * Ölpreise im Fokus - Brent steigt auf 103 Dollar |
| * US-Rendite auf 19-Jahres-Hoch |
| * Großauftrag katapultiert Secunet auf 3-Jahres-Hoch |
| * Treffen von Trump und Xi im Blick |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 23. Sep (Reuters) - Wieder steigende Ölpreise |
| und Anleiherenditen haben Europas Anleger am Mittwoch von |
| Aktienkäufen abgehalten. Der Dax(.GDAXI) verlor 0,7 Prozent auf |
| 25.410 Punkten, der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,4 Prozent nach. |
| An den US-Börsen ging es bis zu ein Prozent abwärts. Der Ölpreis |
| unterbrach seinen Abwärtstrend: Ein Fass (159 Liter) der |
| Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich nach fünf Tagen mit |
| sinkenden Preisen in Folge um bis zu 3,9 Prozent auf 103,12 |
| Dollar. "Der heutige Handelstag zeigt einmal mehr, wie fragil |
| die Stimmung an der Frankfurter Börse bleibt, solange der |
| Ölpreis nicht nachhaltig unter die Marke von 100 Dollar fällt", |
| sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Er |
| bleibe der Taktgeber für die Börsen und dränge selbst gute |
| Konjunkturdaten in den Hintergrund. |
Die Inflationssorgen verstärkten die Wetten auf steigende Zinsen. Das trieb den US-Dollar an, im Gegenzug sank der Euro (EUR=) um 0,6 Prozent auf 1,1381 US-Dollar - der tiefste Stand seit Ende Juli. An den Bondmärkten stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe(DE10YT=RR), die als Richtwert für die Eurozone gilt, auf 3,536 Prozent nach 3,4538 Prozent am Dienstag. In den USA kletterte die Verzinsung für die zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) mit 5,071 Prozent auf den höchsten Stand seit 19 Jahren. "Theoretisch belasten steigende Renditen die Aktienmärkte: Sie erhöhen die Finanzierungskosten für Staaten, Unternehmen und private Haushalte und machen Anleihen als Anlagealternative attraktiver", sagten die Strategen von Raiffeisen Research.
Auf die Stimmung drückten auch anhaltende geopolitische Risiken. Investoren warteten auf diplomatische Fortschritte zur Beendigung des Krieges im Iran. US-Präsident Donald Trump hatte den Iran wieder einmal mit drastischen Folgen gedroht, sollte es keine Einigung geben. Zugleich berichtete er aber von konstruktiven Gesprächen seiner Gesandten mit Vermittlern.
Mit Spannung blickten Anleger zudem auf das Treffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Bei Xis erster Reise in die USA seit fast drei Jahren stehen die Spannungen zwischen den Supermächten in den Bereichen Handel und Technologie im Vordergrund. "Auf dem Tisch liegen Zölle, Exportbeschränkungen, Künstliche Intelligenz, Taiwan und der Irankrieg", konstatierte Jürgen Molnar, Stratege bei Robomarkets. "Scheitert das Treffen, droht die nächste Eskalationsstufe im Handels- und Technologiekonflikt."
Am Aktienmarkt gerieten Auto-Papiere erneut unter die Räder: Der europäische Branchenindex(.SXAP) verlor 1,3 Prozent. Im Dax fielen VW(VOWG_p.DE) um rund 3,1 Prozent. Im Ringen um Einsparungen bei Volkswagen(VOWG.DE) treffen sich die IG Metall und das Management nach Informationen aus Verhandlungskreisen kommende Woche zu einem ersten Gespräch.
Nach enttäuschenden Zahlen brachen die Anteilsscheine von KWS Saat(KWSG.DE) um neun Prozent ein. Der Saatguthersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die weltweit angespannte Lage der Landwirtschaft zu spüren bekommen und bei Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis Rückgänge verbucht.
In Amsterdam sanken Aktien von Arcadis(ARDS.AS) um 2,9 Prozent, nachdem der kanadische Konkurrent WSP Global(WSP.TO) sein Übernahmeangebot für das niederländische Beratungs- und Ingenieurunternehmen zurückgezogen hatte.
Bei Rüstungswerten griffen Anleger hingegen zu. Der europäische Branchenindex(.SXPAO) gewann 1,3 Prozent, Rheinmetall(RHMG.DE)-Papiere standen mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent an der Dax-Spitze. Die Aussicht auf einen Großauftrag der Bundeswehr trieb Secunet(YSNG.DE) um 15,6 Prozent auf den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren. Die Bundesregierung will die Kommunikationsnetze der Bundeswehr mit neuer Verschlüsselungstechnik für bis zu 1,7 Milliarden Euro modernisieren, wie aus einer Reuters vorliegenden Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss hervorgeht.
(Bericht von Anika Ross und Stefanie Geiger. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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16:22
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(Neu: Schlusskurse) Frankfurt, 23. Sep (Reuters) - Wieder steigende Ölpreise und Anleiherenditen haben Europas Anleger am Mittwoch von Aktienkäufen abgehalten. Der Dax(.GDAXI) verlor 0,7 Prozent auf 25.410 Punkten, der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,4 Prozent nach. An den US-Börsen ging es bis zu ein Prozent abwärts. Der Ölpreis unterbrach seinen Abwärtstrend: Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich nach fünf Tagen mit sinkenden Preisen in Folge um bis zu 3,9 Prozent auf 103,12 Dollar. "Der heutige Handelstag zeigt einmal mehr, wie fragil die Stimmung an der Frankfurter Börse bleibt, solange der Ölpreis nicht nachhaltig unter die Marke von 100 Dollar fällt", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Er bleibe der Taktgeber für die Börsen und dränge selbst gute Konjunkturdaten in den Hintergrund.
Die Inflationssorgen verstärkten die Wetten auf steigende Zinsen. Das trieb den US-Dollar an, im Gegenzug sank der Euro (EUR=) um 0,6 Prozent auf 1,1381 US-Dollar - der tiefste Stand seit Ende Juli. An den Bondmärkten stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe(DE10YT=RR), die als Richtwert für die Eurozone gilt, auf 3,536 Prozent nach 3,4538 Prozent am Dienstag. In den USA kletterte die Verzinsung für die zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) mit 5,071 Prozent auf den höchsten Stand seit 19 Jahren. "Theoretisch belasten steigende Renditen die Aktienmärkte: Sie erhöhen die Finanzierungskosten für Staaten, Unternehmen und private Haushalte und machen Anleihen als Anlagealternative attraktiver", sagten die Strategen von Raiffeisen Research.
<h5 align=center> XI IN DEN USA </h5> Auf die Stimmung drückten auch anhaltende geopolitische Risiken. Investoren warteten auf diplomatische Fortschritte zur Beendigung des Krieges im Iran. US-Präsident Donald Trump hatte den Iran wieder einmal mit drastischen Folgen gedroht, sollte es keine Einigung geben. Zugleich berichtete er aber von konstruktiven Gesprächen seiner Gesandten mit Vermittlern.Mit Spannung blickten Anleger zudem auf das Treffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Bei Xis erster Reise in die USA seit fast drei Jahren stehen die Spannungen zwischen den Supermächten in den Bereichen Handel und Technologie im Vordergrund. "Auf dem Tisch liegen Zölle, Exportbeschränkungen, Künstliche Intelligenz, Taiwan und der Irankrieg", konstatierte Jürgen Molnar, Stratege bei Robomarkets. "Scheitert das Treffen, droht die nächste Eskalationsstufe im Handels- und Technologiekonflikt."
<h5 align=center> AUTOSEKTOR UNTER DRUCK - RÜSTUNGSWERTE LEGEN ZU </h5> Am Aktienmarkt gerieten Auto-Papiere erneut unter die Räder: Der europäische Branchenindex(.SXAP) verlor 1,3 Prozent. Im Dax fielen VW(VOWG_p.DE) um rund 3,1 Prozent. Im Ringen um Einsparungen bei Volkswagen(VOWG.DE) treffen sich die IG Metall und das Management nach Informationen aus Verhandlungskreisen kommende Woche zu einem ersten Gespräch. <h5 align=center>INDIZES:</h5> * (.STOXX50E)......Europäischer EuroStoxx-Index 50 Werte * (.GDAXI).........Frankfurter Dax-Index 30 Werte * (.MDAXI).........Frankfurter MDax-Index 50 Werte * (.TECDAX)........Frankfurter Wachstumswerte * (.SDAXI).........Frankfurter Kleinwerteindex SDax * (0#.STOXX50E)....Alle EuroStoxx50-Werte im Überblick * (0#.GDAXI).......Alle Dax-Werte im Überblick * (0#.MDAXI).......Alle MDax-Werte im Überblick * (0#.TECDAX)......Alle TecDax-Werte im Überblick * (.V2TX)..........VStoxx - EuroStoxx50-Volatilitätsindex * (.V1XI)..........VDax - Dax-Volatilitätsindex <h5 align=center>DEVISEN:</h5> * (EUR=)...........Euro in Dollar * (JPY=)...........Dollar in Yen * (GBP=)...........Dollar in Pfund Sterling * (CHF=)...........Dollar in Franken <h5 align=center>FUTURES:</h5> * (0#STXE:)........EuroStoxx-Future * (0#FDX:).........DAX-Future * (0#DJ:)..........Dow Jones-Future * (0#ND:)..........Nasdaq-Future * (0#SP:)..........S&P 500-Future <h5 align=center>ROHSTOFFE:</h5> * (XAU=)...........Gold * (CMCU3)..........Kupfer <h5 align=center>ÜBERSICHT AKTIENMÄRKTE: </h5> Größte Kursgewinner/-verlierer EuroStoxx50...(.PGL.STOXX50E)Nach enttäuschenden Zahlen brachen die Anteilsscheine von KWS Saat(KWSG.DE) um neun Prozent ein. Der Saatguthersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die weltweit angespannte Lage der Landwirtschaft zu spüren bekommen und bei Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis Rückgänge verbucht.
In Amsterdam sanken Aktien von Arcadis(ARDS.AS) um 2,9 Prozent, nachdem der kanadische Konkurrent WSP Global(WSP.TO) sein Übernahmeangebot für das niederländische Beratungs- und Ingenieurunternehmen zurückgezogen hatte.
Bei Rüstungswerten griffen Anleger hingegen zu. Der europäische Branchenindex(.SXPAO) gewann 1,3 Prozent, Rheinmetall(RHMG.DE)-Papiere standen mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent an der Dax-Spitze. Die Aussicht auf einen Großauftrag der Bundeswehr trieb Secunet(YSNG.DE) um 15,6 Prozent auf den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren. Die Bundesregierung will die Kommunikationsnetze der Bundeswehr mit neuer Verschlüsselungstechnik für bis zu 1,7 Milliarden Euro modernisieren, wie aus einer Reuters vorliegenden Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss hervorgeht.
(Bericht von Anika Ross und Stefanie Geiger. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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