11.09.26
16:34
Reuters
Frankfurt, 11. Sep (Reuters) - Der Dax(.GDAXI) hat die Woche dank sinkender Ölpreise versöhnlich beendet. Der deutsche Leitindex rückte um 0,8 Prozent auf 25.568 Punkte vor. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 0,9 Prozent. Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed und Inflationssorgen haben dem Dax in dieser Woche dennoch ein Minus von 1,8 Prozent beschert.
An den US-Börsen gingen die Indizes am Freitag auf Erholungskurs, obwohl jüngste Inflationsdaten die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank anheizten. Händler an den Terminmärkten taxieren die Wahrscheinlichkeit für eine geldpolitische Straffung der Fed um einen Viertelprozentpunkt am kommenden Mittwoch nun auf rund 90 Prozent, zuvor lag sie bei rund 70 Prozent. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im August um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat, was den Erwartungen von Volkswirten entsprach. "Die Märkte preisen ein Szenario mit längerfristig höheren Zinsen ein", sagte Gustav Helgesson, Makrostratege bei SEB.
Im Blick behielten die Investoren vor diesem Hintergrund die Entwicklung am Ölmarkt. Gewinnmitnahmen drückten die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI am Freitag zwar um fast drei Prozent auf 104,11 beziehungsweise 99,70 Dollar je Fass. Auf Wochensicht hatten die Preise wegen der Furcht vor andauernden Versorgungsausfällen im Nahen Osten jedoch um gut acht Prozent zugelegt.
Für Unruhe sorgte, dass die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen ihre Offensive ausweiteten und näher an die strategisch wichtige, ins Rote Meer führende Wasserstraße Bab al-Mandab heranrückten. Dies stellt eine weitere Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Region dar. Die jüngste Eskalation, die über den Iran und die Straße von Hormus hinausgehe, schüre die Befürchtung länger anhaltender Störungen, erklärten Analysten. Etwas Hoffnung machte den Anlegern am Freitag ein Bericht der Financial Times, wonach die Außenminister der Golfstaaten versuchten, eine vorübergehende Vereinbarung mit dem Iran zur Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus auszuarbeiten.
ANLEIHEMARKT IN AUFRUHR
Der Anleihemarkt blieb angesichts der Inflationsrisiken und der damit verbundenen Zinserhöhungsspekulationen in Aufruhr. Er steuerte auf den größten wöchentlichen Ausverkauf seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar zu. Im Gegenzug schnellten die Renditen in die Höhe. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen(US10YT=RR) kletterte mit 4,992 Prozent auf den höchsten Stand seit Oktober 2023, bröckelte dann aber wieder auf 4,955 Prozent ab.
Zehnjährige Bundesanleihen(DE10YT=RR) warfen mit bis zu 3,519 Prozent so viel ab wie seit 2009 nicht mehr. Aus Sicht von Thomas Altmann, Analyst bei QC Partners, macht der Renditeanstieg die Aktienanleger zunehmend nervöser. "Die höheren Zinsen verteuern die Finanzierungskosten und werden damit zur Gefahr für die bisherigen Gewinnerwartungen", sagte der Experte.
Europaweit waren vor allem Bankenaktien gefragt. Der Branchenindex(.SX7E) gewann 1,5 Prozent. Größter Dax-Gewinner war die Aktie von Infineon(IFXGn.DE), die knapp fünf Prozent zulegte.
Die Aktien von Rheinmetall(RHMG.DE) rutschten hingegen um 2,5 Prozent ab. Ein Händler verwies auf einen Bericht der Agentur Bloomberg, demzufolge von Rheinmetall erhoffte Großaufträge des Bundes für Radpanzer vom Typ "Boxer" nicht unmittelbar zu erwarten sein dürften. "Der Bericht hat eigentlich keinen Nachrichtenwert, aber die Aktie ist ohnehin sehr angeschlagen und das hat ihr einen zusätzlichen Dämpfer verpasst", sagte der Händler.
Im MDax(.MDAXI) gerieten die Papiere von Flatexdegiro(FTKn.DE) ins Rutschen. Wie der Online-Broker mitteilte, hat der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Hermann Lotter sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Aktien fielen um 7,8 Prozent.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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(G7TODAY)........Übersicht aktueller Konjunkturdaten aus allen G7-Staaten
(ECON)...........Übersicht aktueller Konjunkturdaten aus der Euro-Zone
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[BOJ-GER]........Deutschsprachige Nachrichten zur Bank of Japan
[ECB-GER]........Deutschsprachige Nachrichten zur EZB
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(ESZB/BBK).......Bundesbank, eigene Seiten
(.DXY)...........Dollar-Index
(.CRB)...........Reuters/Jeffries Rohstoff-Index
(0#STXE:)........EuroStoxx-Future
(0#FDX:).........DAX-Future
(0#DJ:)..........Dow Jones-Future
(0#ND:)..........Nasdaq-Future
(0#SP:)..........S&P 500-Future
(FGBLc1).........Bund-Future
(USc1)...........T-Bond-Future
(LCOc1)..........Brent-Rohöl
(Wc1)............Weizen-Future
(Cc1)............Mais-Future
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Größte Kursgewinner/-verlierer EuroStoxx50...(.PGL.STOXX50E)
11.09.26
16:34
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| * Ölpreis-Anstieg vorerst gestoppt |
| * Anleger spekulieren auf baldige US-Zinserhöhung |
| * Flatexdegiro auf Talfahrt |
| (Neu: Schlusskurse) |
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| Leitindex rückte um 0,8 Prozent auf 25.568 Punkte vor. Der |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 0,9 Prozent. Spekulationen auf |
| eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed und |
| Inflationssorgen haben dem Dax in dieser Woche dennoch ein Minus |
| von 1,8 Prozent beschert. |
An den US-Börsen gingen die Indizes am Freitag auf Erholungskurs, obwohl jüngste Inflationsdaten die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank anheizten. Händler an den Terminmärkten taxieren die Wahrscheinlichkeit für eine geldpolitische Straffung der Fed um einen Viertelprozentpunkt am kommenden Mittwoch nun auf rund 90 Prozent, zuvor lag sie bei rund 70 Prozent. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im August um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat, was den Erwartungen von Volkswirten entsprach. "Die Märkte preisen ein Szenario mit längerfristig höheren Zinsen ein", sagte Gustav Helgesson, Makrostratege bei SEB.
Im Blick behielten die Investoren vor diesem Hintergrund die Entwicklung am Ölmarkt. Gewinnmitnahmen drückten die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI am Freitag zwar um fast drei Prozent auf 104,11 beziehungsweise 99,70 Dollar je Fass. Auf Wochensicht hatten die Preise wegen der Furcht vor andauernden Versorgungsausfällen im Nahen Osten jedoch um gut acht Prozent zugelegt.
Für Unruhe sorgte, dass die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen ihre Offensive ausweiteten und näher an die strategisch wichtige, ins Rote Meer führende Wasserstraße Bab al-Mandab heranrückten. Dies stellt eine weitere Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Region dar. Die jüngste Eskalation, die über den Iran und die Straße von Hormus hinausgehe, schüre die Befürchtung länger anhaltender Störungen, erklärten Analysten. Etwas Hoffnung machte den Anlegern am Freitag ein Bericht der Financial Times, wonach die Außenminister der Golfstaaten versuchten, eine vorübergehende Vereinbarung mit dem Iran zur Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus auszuarbeiten.
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Zehnjährige Bundesanleihen(DE10YT=RR) warfen mit bis zu 3,519 Prozent so viel ab wie seit 2009 nicht mehr. Aus Sicht von Thomas Altmann, Analyst bei QC Partners, macht der Renditeanstieg die Aktienanleger zunehmend nervöser. "Die höheren Zinsen verteuern die Finanzierungskosten und werden damit zur Gefahr für die bisherigen Gewinnerwartungen", sagte der Experte.
Europaweit waren vor allem Bankenaktien gefragt. Der Branchenindex(.SX7E) gewann 1,5 Prozent. Größter Dax-Gewinner war die Aktie von Infineon(IFXGn.DE), die knapp fünf Prozent zulegte.
Die Aktien von Rheinmetall(RHMG.DE) rutschten hingegen um 2,5 Prozent ab. Ein Händler verwies auf einen Bericht der Agentur Bloomberg, demzufolge von Rheinmetall erhoffte Großaufträge des Bundes für Radpanzer vom Typ "Boxer" nicht unmittelbar zu erwarten sein dürften. "Der Bericht hat eigentlich keinen Nachrichtenwert, aber die Aktie ist ohnehin sehr angeschlagen und das hat ihr einen zusätzlichen Dämpfer verpasst", sagte der Händler.
Im MDax(.MDAXI) gerieten die Papiere von Flatexdegiro(FTKn.DE) ins Rutschen. Wie der Online-Broker mitteilte, hat der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Hermann Lotter sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Aktien fielen um 7,8 Prozent.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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