02.09.26
16:43
Reuters
| * Dax-Anleger ziehen sich zurück |
| * Anleiherenditen steigen weiter |
| * Übernahmepläne machen Lottomatica zu schaffen |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 02. Sep (Reuters) - Inflations- und |
| Zinssorgen haben den Dax(.GDAXI) zur Wochenmitte erneut absacken |
| lassen. Der deutsche Leitindex verlor 0,5 Prozent auf 25.839 |
| Zähler, zeitweise notierte er so tief wie seit Ende Juli nicht |
| mehr. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,1 Prozent nach. Die |
| Kombination aus steigenden Ölpreisen, Inflationsangst und |
| drohenden Zinserhöhungen durch die Notenbanken sorge dafür, dass |
| sich die Investoren an die Seitenlinien begäben und den |
| Verkäufern das Feld überließen, sagte Andreas Lipkow, |
| Chef-Marktanalyst von CMC Markets. An den vergangenen drei |
| Handelstagen ist der Dax bereits um rund drei Prozent |
| abgerutscht. Auch der Anleihenmarkt stand weiter unter Druck. |
Die Nervosität der Anleger nehme zu, vor allem mit Blick auf die Zinsentscheide der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve, sagte Lipkow. Inzwischen gilt es an den Märkten als fast sicher, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche ihren Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhen wird. Auch in den USA mehren sich die Spekulationen über steigende Zinsen. An der Wall Street hellten optimistische Prognosen von Dell(DELL.N) die Stimmung aber zur Wochenmitte auf: Die US-Indizes lagen bis zum Handelsende in Europa rund ein halbes Prozent im Plus.
Die Lage am Ölmarkt blieb wegen der Militärschläge im Nahost-Konflikt angespannt. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) kletterten in der Spitze um jeweils rund 2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass - auf Wochensicht sind die Preise um mehr als sechs Prozent angezogen. Auch die europäischen Gaspreise(TRNLTTFD1) legten weiter zu.
Der geopolitische Konflikt drohe zu einem ernsthaften Konjunkturproblem zu werden, sagte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Vor dem Hintergrund der bereits hohen Staatsverschuldung könnten zudem länger erhöhte Zinsen die Refinanzierungskosten in die Höhe treiben und im Extremfall sogar eine neue Staatsschuldenkrise begünstigen. An den europäischen Bondmärkten setzte sich der Anstieg der Renditen fort. Die deutsche Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit(DE10YT=RR) rentierte mit 3,3951 Prozent auf dem höchsten Stand seit April 2011.
Die Aktien des Anlagenbauers GEA Group(G1AG.DE) gaben 3,5 Prozent nach und gehörten damit zu den schwächsten Dax-Werten. Ein Händler verwies auf einen Bericht der Agentur Bloomberg, demzufolge der kuwaitische Staatsfonds Kuwait Investment Authority fünf Millionen Aktien von GEA zum Verkauf anbietet.
Auf den Verkaufszetteln standen zudem erneut Autowerte: Der europäische Sektorindex gab 1,3 Prozent nach. Aktien von Volkswagen(VOWG.DE) gaben um 3,8 Prozent nach. Wie der Indexanbieter Stoxx mitteilte, ersetzt der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia(NOKIA.HE) den Autobauer im Auswahlindex Euro Stoxx 50.
An der Mailänder Börse rückte die geplante Übernahme von Cirsa(CIRSA.MC) durch Lottomatica(LTMC.MI) in den Fokus. Die Aktien des italienischen Wettunternehmens fielen um 7,6 Prozent. Die Papiere von Cirsa rückten um 18,5 Prozent vor. Mit der Verschmelzung soll der weltweit zweitgrößte börsennotierte Glücksspiel- und Sportwettenanbieter entstehen. "Der Markt wurde von diesem Strategiewechsel überrascht", sagte ein Händler in Mailand.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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02.09.26
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(Neu: Schlusskurse) Frankfurt, 02. Sep (Reuters) - Inflations- und Zinssorgen haben den Dax(.GDAXI) zur Wochenmitte erneut absacken lassen. Der deutsche Leitindex verlor 0,5 Prozent auf 25.839 Zähler, zeitweise notierte er so tief wie seit Ende Juli nicht mehr. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,1 Prozent nach. Die Kombination aus steigenden Ölpreisen, Inflationsangst und drohenden Zinserhöhungen durch die Notenbanken sorge dafür, dass sich die Investoren an die Seitenlinien begäben und den Verkäufern das Feld überließen, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. An den vergangenen drei Handelstagen ist der Dax bereits um rund drei Prozent abgerutscht. Auch der Anleihenmarkt stand weiter unter Druck.
Die Nervosität der Anleger nehme zu, vor allem mit Blick auf die Zinsentscheide der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve, sagte Lipkow. Inzwischen gilt es an den Märkten als fast sicher, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche ihren Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhen wird. Auch in den USA mehren sich die Spekulationen über steigende Zinsen. An der Wall Street hellten optimistische Prognosen von Dell(DELL.N) die Stimmung aber zur Wochenmitte auf: Die US-Indizes lagen bis zum Handelsende in Europa rund ein halbes Prozent im Plus.
Die Lage am Ölmarkt blieb wegen der Militärschläge im Nahost-Konflikt angespannt. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) kletterten in der Spitze um jeweils rund 2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass - auf Wochensicht sind die Preise um mehr als sechs Prozent angezogen. Auch die europäischen Gaspreise(TRNLTTFD1) legten weiter zu.
Der geopolitische Konflikt drohe zu einem ernsthaften Konjunkturproblem zu werden, sagte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Vor dem Hintergrund der bereits hohen Staatsverschuldung könnten zudem länger erhöhte Zinsen die Refinanzierungskosten in die Höhe treiben und im Extremfall sogar eine neue Staatsschuldenkrise begünstigen. An den europäischen Bondmärkten setzte sich der Anstieg der Renditen fort. Die deutsche Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit(DE10YT=RR) rentierte mit 3,3951 Prozent auf dem höchsten Stand seit April 2011.
Die Aktien des Anlagenbauers GEA Group(G1AG.DE) gaben 3,5 Prozent nach und gehörten damit zu den schwächsten Dax-Werten. Ein Händler verwies auf einen Bericht der Agentur Bloomberg, demzufolge der kuwaitische Staatsfonds Kuwait Investment Authority fünf Millionen Aktien von GEA zum Verkauf anbietet.
Auf den Verkaufszetteln standen zudem erneut Autowerte: Der europäische Sektorindex gab 1,3 Prozent nach. Aktien von Volkswagen(VOWG.DE) gaben um 3,8 Prozent nach. Wie der Indexanbieter Stoxx mitteilte, ersetzt der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia(NOKIA.HE) den Autobauer im Auswahlindex Euro Stoxx 50.
An der Mailänder Börse rückte die geplante Übernahme von Cirsa(CIRSA.MC) durch Lottomatica(LTMC.MI) in den Fokus. Die Aktien des italienischen Wettunternehmens fielen um 7,6 Prozent. Die Papiere von Cirsa rückten um 18,5 Prozent vor. Mit der Verschmelzung soll der weltweit zweitgrößte börsennotierte Glücksspiel- und Sportwettenanbieter entstehen. "Der Markt wurde von diesem Strategiewechsel überrascht", sagte ein Händler in Mailand.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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