01.09.26
20:37
Reuters
| * Technologiewerte unter Druck |
| * Öl-Preis steigt |
| (Neu: Schlusskurse) |
| New York/Bangalore, 01. Sep (Reuters) - Die Furcht vor |
| einer weiteren Eskalation im Nahen Osten und schwindende |
| Hoffnungen auf ein Ende der Zinserhöhungen haben der Wall Street |
| am Dienstag Verluste eingebrockt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der |
| Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer auf 52.767 Punkten. Der |
| breiter gefasste S&P 500(.SPX) gab 0,7 Prozent auf 7631 Zähler |
| nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor ein |
| Prozent auf 26.100 Punkte. |
Neue US-Luftangriffe auf iranische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus trieben die Ölpreise in die Höhe. US-Finanzminister Scott Bessent hatte neue Bankensanktionen in Aussicht gestellt, um die Führung in Teheran wirtschaftlich zu isolieren. Der Iran drohte daraufhin, Ölexporte aus der Golfregion zu blockieren.
Die geopolitischen Spannungen und der steigende Ölpreis schürten an den Märkten neue Inflationssorgen. Dies trieb die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen weiter in die Höhe, nachdem sie bereits am Montag den höchsten Stand seit 19 Monaten erreicht hatten. Äußerungen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom Freitag, der eine konsequente Rückführung der Inflation auf das Ziel der Notenbank angekündigt hatte, wirkten ebenfalls nach.
An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt im September laut dem FedWatch-Tool der CME nun auf 68,2 Prozent beziffert, gegenüber 39,6 Prozent in der Vorwoche. "Wir haben eine sehr, sehr restriktive Fed, und sie will die Zinsen unbedingt anheben", sagte Jay Hatfield, Portfoliomanager bei InfraCap. Damit wolle die Notenbank auch ihre Unabhängigkeit von der Regierung demonstrieren.
Auch aktuelle Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung. Der sogenannte JOLTS-Bericht des US-Arbeitsministeriums signalisierte einen Rückgang der offenen Stellen im Juli. Zudem deuteten Einkaufsmanagerindizes auf eine nachlassende Dynamik in der Industrie hin, während die Ausgaben für den Wohnungsbau sanken.
Auf Unternehmensseite profitierten Energiewerte(.SPNY) von den anziehenden Ölpreisen und verzeichneten als einziger der elf großen S&P-Sektoren Gewinne. Werte aus dem Bereich zyklische Konsumgüter(.SPLRCD) verbuchten hingegen die stärksten Abschläge. Der Transportsektor(.DJT), der oft als Barometer für die konjunkturelle Gesundheit gilt, rutschte um 2,5 Prozent ab. Auch Halbleiterwerte(.SOX) gaben um 2,1 Prozent nach.
Analysten verwiesen zudem auf saisonale Effekte zum Monatsauftakt. "Der September ist historisch gesehen mit großem Abstand der schlechteste Monat", erklärte Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baird. Besonders in Jahren mit Zwischenwahlen sei dies der Zeitpunkt im Kalender, an dem politische Unsicherheit die Aktienmärkte belaste. In den USA wird Anfang November ein neuer Kongress gewählt.
(Bericht von Niket Nishant, Stephen Culp und Utkarsh Hathi Bearbeitet von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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01.09.26
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New York/Bangalore, 01. Sep (Reuters) - Die Furcht vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten und schwindende Hoffnungen auf ein Ende der Zinserhöhungen haben der Wall Street am Dienstag Verluste eingebrockt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer auf 52.767 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gab 0,7 Prozent auf 7631 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor ein Prozent auf 26.100 Punkte.
Neue US-Luftangriffe auf iranische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus trieben die Ölpreise in die Höhe. US-Finanzminister Scott Bessent hatte neue Bankensanktionen in Aussicht gestellt, um die Führung in Teheran wirtschaftlich zu isolieren. Der Iran drohte daraufhin, Ölexporte aus der Golfregion zu blockieren.
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An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt im September laut dem FedWatch-Tool der CME nun auf 68,2 Prozent beziffert, gegenüber 39,6 Prozent in der Vorwoche. "Wir haben eine sehr, sehr restriktive Fed, und sie will die Zinsen unbedingt anheben", sagte Jay Hatfield, Portfoliomanager bei InfraCap. Damit wolle die Notenbank auch ihre Unabhängigkeit von der Regierung demonstrieren.
Auch aktuelle Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung. Der sogenannte JOLTS-Bericht des US-Arbeitsministeriums signalisierte einen Rückgang der offenen Stellen im Juli. Zudem deuteten Einkaufsmanagerindizes auf eine nachlassende Dynamik in der Industrie hin, während die Ausgaben für den Wohnungsbau sanken.
Auf Unternehmensseite profitierten Energiewerte(.SPNY) von den anziehenden Ölpreisen und verzeichneten als einziger der elf großen S&P-Sektoren Gewinne. Werte aus dem Bereich zyklische Konsumgüter(.SPLRCD) verbuchten hingegen die stärksten Abschläge. Der Transportsektor(.DJT), der oft als Barometer für die konjunkturelle Gesundheit gilt, rutschte um 2,5 Prozent ab. Auch Halbleiterwerte(.SOX) gaben um 2,1 Prozent nach.
Analysten verwiesen zudem auf saisonale Effekte zum Monatsauftakt. "Der September ist historisch gesehen mit großem Abstand der schlechteste Monat", erklärte Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baird. Besonders in Jahren mit Zwischenwahlen sei dies der Zeitpunkt im Kalender, an dem politische Unsicherheit die Aktienmärkte belaste. In den USA wird Anfang November ein neuer Kongress gewählt.
(Bericht von Niket Nishant, Stephen Culp und Utkarsh Hathi Bearbeitet von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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