14.08.26
16:21
Reuters
* Stockende US-Iran-Verhandlungen ausgeblendet
* Wirtschaft im Euroraum wächst um 0,4 Prozent
* Goldman Sachs hebt Kursziel für Stoxx 600 an
* Mögliche Übernahme von Workday treibt Software-Aktien
(Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street)
Frankfurt, 14. Aug (Reuters) - Die Aktienmärkte haben sich zum Wochenausklang größtenteils stabil gezeigt. Ein neuer Rekord beim Dax(.GDAXI) blieb am Freitag jedoch aus. Der deutsche Leitindex notierte zum Handelsschluss 0,5 Prozent höher bei 26.440,31 Punkten und damit unter seiner Bestmarke von 26.573,50 Zählern vom Mittwoch. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) schloss leicht schwächer bei 6539,59 Punkten. Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen jeweils leicht im Minus. "Bis auf den zaghaften Versuch des Dax am Nachmittag, das Allzeithoch noch einmal anzulaufen, ist heute nicht viel in Frankfurt passiert", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst vom Broker CMC Markets.
Die Investoren fokussierten sich dem Experten zufolge sowohl weiter auf die alten als auch auf die erst jüngst wiederentdeckten Favoriten - darunter die Aktie des Schwergewichts SAP(SAPG.DE), die um 2,7 Prozent zulegte. Kyle Rodda, Stratege bei Capital.com, mahnte jedoch zur Vorsicht. "Natürlich ist heute Freitag, und erfahrungsgemäß nehmen die geopolitischen Risiken oder zumindest die bombastische Rhetorik zwischen den USA und dem Iran zum Wochenende hin zu."
Der Iran und die USA streiten sich vor allem um die Kontrolle über die für den Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus. Am Donnerstag warnten die Vereinigten Staaten, dass sie die Seeblockade gegen den Iran auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten und den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen könnten, solange eine Lösung des Konflikts ausbleibe.
Die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) zogen um jeweils rund ein Prozent auf 88,69 beziehungsweise 82,99 Dollar je Fass (159 Liter) an. "Anleger haben sich damit abgefunden, dass handfeste diplomatische Fortschritte eher in die Kategorie Wunschdenken fallen", sagte Timo Emden, Chefanalyst beim Broker CapTrader, mit Blick auf die verhaltene Marktreaktion.
Gute Nachrichten gab es jedoch aus der Euro-Zone: Die Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Der Euro(EUR=) rückte um ein halbes Prozent auf 1,1581 Dollar vor. Der Dollar-Index(.DXY) verlor in etwa genauso viel auf 99,503 Punkte.
Angesichts der starken Wirtschaft und der zuletzt hohen Unternehmensgewinne in der Region hob Goldman Sachs das Kursziel für europäische Aktien an. Das neue Zwölf-Monats-Ziel für den breit gestreuten Index Stoxx 600(.STOXX) liege nun bei 695 statt wie zuvor bei 660 Punkten. Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 5,5 Prozent gegenüber dem Stand von 657,86 Punkten zum Handelsschluss am Freitag.
Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählten am Freitag die Software-Aktien, nachdem Spekulationen auf eine Übernahme des US-Anbieters Workday(WDAY.O) durch den Finanzinvestor Silver Lake die Runde gemacht hatten. Im Dax war SAP mit dem Plus von fast drei Prozent der zweitgrößte Gewinner. Im MDax(.MDAXI) stiegen die Aktien des Bausoftware-Anbieters Nemetschek(NEKG.DE) und des Spezialisten für Fernwartungssoftware Teamviewer(TMV.DE) um 8,4 und 5,3 Prozent. Laut einem Citigroup-Kommentar könnte das potenzielle Interesse von Silver Lake die Anleger wieder mehr für Software-Aktien begeistern. Investoren hatten zuletzt die Zukunftsfähigkeit traditioneller Software im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) infrage gestellt - viele Software-Aktien mussten daher deutliche Kursverluste hinnehmen.
Unter die Räder gerieten die Aktien von Energiekontor(EKTG.DE). Sie fielen im SDax(.SDAXI) nach einer Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2026 in der Spitze um 19,1 Prozent. Der Wind- und Solarparkentwickler senkte seine Prognose für das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf fünf bis zehn Millionen Euro von zuvor 40 bis 60 Millionen Euro.
(Bericht von Sanne Schimanski, Daniela Pegna und Anika Ross, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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14.08.26
16:21
Reuters
(Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street)
Frankfurt, 14. Aug (Reuters) - Die Aktienmärkte haben sich zum Wochenausklang größtenteils stabil gezeigt. Ein neuer Rekord beim Dax(.GDAXI) blieb am Freitag jedoch aus. Der deutsche Leitindex notierte zum Handelsschluss 0,5 Prozent höher bei 26.440,31 Punkten und damit unter seiner Bestmarke von 26.573,50 Zählern vom Mittwoch. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) schloss leicht schwächer bei 6539,59 Punkten. Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen jeweils leicht im Minus. "Bis auf den zaghaften Versuch des Dax am Nachmittag, das Allzeithoch noch einmal anzulaufen, ist heute nicht viel in Frankfurt passiert", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst vom Broker CMC Markets.
Die Investoren fokussierten sich dem Experten zufolge sowohl weiter auf die alten als auch auf die erst jüngst wiederentdeckten Favoriten - darunter die Aktie des Schwergewichts SAP(SAPG.DE), die um 2,7 Prozent zulegte. Kyle Rodda, Stratege bei Capital.com, mahnte jedoch zur Vorsicht. "Natürlich ist heute Freitag, und erfahrungsgemäß nehmen die geopolitischen Risiken oder zumindest die bombastische Rhetorik zwischen den USA und dem Iran zum Wochenende hin zu."
<h5 align=center> US-IRAN-GESPRÄCHE STOCKEN WEITER</h5> Der Iran und die USA streiten sich vor allem um die Kontrolle über die für den Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus. Am Donnerstag warnten die Vereinigten Staaten, dass sie die Seeblockade gegen den Iran auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten und den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen könnten, solange eine Lösung des Konflikts ausbleibe.Die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) zogen um jeweils rund ein Prozent auf 88,69 beziehungsweise 82,99 Dollar je Fass (159 Liter) an. "Anleger haben sich damit abgefunden, dass handfeste diplomatische Fortschritte eher in die Kategorie Wunschdenken fallen", sagte Timo Emden, Chefanalyst beim Broker CapTrader, mit Blick auf die verhaltene Marktreaktion.
Gute Nachrichten gab es jedoch aus der Euro-Zone: Die Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Der Euro(EUR=) rückte um ein halbes Prozent auf 1,1581 Dollar vor. Der Dollar-Index(.DXY) verlor in etwa genauso viel auf 99,503 Punkte.
Angesichts der starken Wirtschaft und der zuletzt hohen Unternehmensgewinne in der Region hob Goldman Sachs das Kursziel für europäische Aktien an. Das neue Zwölf-Monats-Ziel für den breit gestreuten Index Stoxx 600(.STOXX) liege nun bei 695 statt wie zuvor bei 660 Punkten. Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 5,5 Prozent gegenüber dem Stand von 657,86 Punkten zum Handelsschluss am Freitag.
<h5 align=center> SOFTWARE-AKTIEN IM AUFWIND</h5> Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählten am Freitag die Software-Aktien, nachdem Spekulationen auf eine Übernahme des US-Anbieters Workday(WDAY.O) durch den Finanzinvestor Silver Lake die Runde gemacht hatten. Im Dax war SAP mit dem Plus von fast drei Prozent der zweitgrößte Gewinner. Im MDax(.MDAXI) stiegen die Aktien des Bausoftware-Anbieters Nemetschek(NEKG.DE) und des Spezialisten für Fernwartungssoftware Teamviewer(TMV.DE) um 8,4 und 5,3 Prozent. Laut einem Citigroup-Kommentar könnte das potenzielle Interesse von Silver Lake die Anleger wieder mehr für Software-Aktien begeistern. Investoren hatten zuletzt die Zukunftsfähigkeit traditioneller Software im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) infrage gestellt - viele Software-Aktien mussten daher deutliche Kursverluste hinnehmen. <h5 align=center> INDIZES: </h5> <h5 align=center> DEVISEN: </h5> <h5 align=center> FUTURES: </h5> <h5 align=center> ROHSTOFFE: </h5> <h5 align=center> ÜBERSICHT AKTIENMÄRKTE: </h5> Größte Kursgewinner/-verlierer EuroStoxx50...(.PGL.STOXX50E)Unter die Räder gerieten die Aktien von Energiekontor(EKTG.DE). Sie fielen im SDax(.SDAXI) nach einer Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2026 in der Spitze um 19,1 Prozent. Der Wind- und Solarparkentwickler senkte seine Prognose für das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf fünf bis zehn Millionen Euro von zuvor 40 bis 60 Millionen Euro.
(Bericht von Sanne Schimanski, Daniela Pegna und Anika Ross, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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