05.08.26
16:39
Reuters
* Dax markiert im frühen Handel Allzeithoch
* Kursgewinne schmelzen zum Mittag ab
* Ölpreise volatil - Iran-Gespräche im Fokus
* Fresenius glänzt mit Prognoseanhebung - Infineon im Abseits
(Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street)
Frankfurt, 05. Aug (Reuters) - Die globalen Aktienmärkte haben ihre Rekordjagd vorerst gestoppt. Ermutigende Firmenbilanzen und wachsende Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges bescherten dem Dax am Mittwoch zunächst bei einem Stand von 26.403,81 Punkten den dritten Rekordstand in Folge. Anschließend setzten mit wieder anziehenden Ölpreisen Gewinnmitnahmen ein. Der Dax(.GDAXI) notierte zum Handelsschluss 0,3 Prozent tiefer bei 26.126,30 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,1 Prozent auf 6476,98 Zähler nach. Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) fanden indes keine gemeinsame Richtung und lagen zwischen minus 0,6 und plus 0,8 Prozent.
"In Anbetracht der überraschenden Dynamik und der Schnelligkeit, mit der der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Monats von einem Rekord zum nächsten geeilt ist, werden die Anleger jetzt vorsichtiger", kommentierte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Auch wenn viele Unternehmen mit besser als erwarteten Quartalszahlen glänzen, werden vereinzelt Gewinne mitgenommen." Zudem seien die Anleger erneut von der Realität im Nahen Osten eingeholt worden.
US-Präsident Donald Trump sagte, seine Regierung habe am Dienstag "sehr gute Gespräche" mit dem Iran geführt. Katar sprach ebenfalls von Fortschritten. Teheran wies jedoch zurück, dass Gespräche im Gange seien. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) waren seit Wochenbeginn deutlich gefallen und traten am Mittwoch auf der Stelle. Anleger hoffen, dass bald eine Einigung zur Wiederherstellung des Schiffsverkehrs durch die blockierte Straße von Hormus erzielt werden könnte. "Der Hauptstreitpunkt scheint zu sein, ob der Iran weiterhin auf einer gewissen Kontrolle über die Wasserstraße bestehen wird und ob die USA standhaft bleiben und dieses Ergebnis ablehnen werden", kommentierten die Analysten von IG.
Der Ölpreisrückgang der vergangenen Tage linderte die Inflationssorgen an den Börsen und ließ die Angst vor steigenden Zinsen in den USA etwas verblassen. Der Goldpreis(XAU=) profitierte davon und legte um fast vier Prozent auf rund 4235 Dollar je Feinunze zu. Gold verliert tendenziell an Attraktivität, wenn die Zinsen steigen, da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft.
Auch die jüngsten Konjunkturdaten linderten die Zinssorgen der Anleger: Der Stellenaufbau der US-Unternehmen hat sich im Juli spürbar verlangsamt, wie aus einer Unternehmensumfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Nun warten Anleger auf den am Freitag anstehenden offiziellen Bericht des US-Arbeitsministeriums. Die US-Notenbank versucht, mit erhöhten Zinsen die Inflation in Schach zu halten und den heiß gelaufenen Jobmarkt abzukühlen.
Bei den Einzelwerten beflügelten optimistische Gewinnaussichten die Aktien von Fresenius(FREG.DE). Sie stiegen um gut fünf Prozent an die Dax-Spitze. Der Gesundheitskonzern hob seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an.
Um 5,7 Prozent abwärts ging es hingegen für Infineon(IFXGn.DE). Der Chipkonzern habe für das dritte Quartal ein durchwachsenes Ergebnis mit einer leicht enttäuschenden Rentabilität vorgelegt, sagte ein Händler. Trotz der optimistischen Stimmung im US-Technologiesektor verlor auch der US-Mitbewerber AMD(AMD.O) an der Wall Street 6,4 Prozent, da die Zahlen die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllten. Das KI- und Satellitenunternehmen SpaceX(SPCX.O) sackte um 8,5 Prozent ab, da Befürchtungen aufkamen, dass hohe Investitionsausgaben den gesamten Cashflow aufzehren könnten.
Im Pharmasektor gaben Aktien von Novo Nordisk(NOVOb.CO) um 4,3 Prozent nach. Der Arzneimittelhersteller setzte mit seinem Abnehmpräparat Wegovy weniger um als erhofft, was die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse des zweiten Quartals überschattete. Die Aktien des US-Konkurrenten Eli Lilly(LLY.N) legten hingegen nach positiv aufgenommenen Zahlen um 3,7 Prozent zu.
(Bericht von Sanne Schimanski und Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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05.08.26
16:39
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(Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street) Frankfurt, 05. Aug (Reuters) - Die globalen Aktienmärkte haben ihre Rekordjagd vorerst gestoppt. Ermutigende Firmenbilanzen und wachsende Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges bescherten dem Dax am Mittwoch zunächst bei einem Stand von 26.403,81 Punkten den dritten Rekordstand in Folge. Anschließend setzten mit wieder anziehenden Ölpreisen Gewinnmitnahmen ein. Der Dax(.GDAXI) notierte zum Handelsschluss 0,3 Prozent tiefer bei 26.126,30 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,1 Prozent auf 6476,98 Zähler nach. Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) fanden indes keine gemeinsame Richtung und lagen zwischen minus 0,6 und plus 0,8 Prozent. "In Anbetracht der überraschenden Dynamik und der Schnelligkeit, mit der der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Monats von einem Rekord zum nächsten geeilt ist, werden die Anleger jetzt vorsichtiger", kommentierte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Auch wenn viele Unternehmen mit besser als erwarteten Quartalszahlen glänzen, werden vereinzelt Gewinne mitgenommen." Zudem seien die Anleger erneut von der Realität im Nahen Osten eingeholt worden.
<h5 align=center> HICKHACK UM IRAN IM BLICK</h5> US-Präsident Donald Trump sagte, seine Regierung habe am Dienstag "sehr gute Gespräche" mit dem Iran geführt. Katar sprach ebenfalls von Fortschritten. Teheran wies jedoch zurück, dass Gespräche im Gange seien. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) waren seit Wochenbeginn deutlich gefallen und traten am Mittwoch auf der Stelle. Anleger hoffen, dass bald eine Einigung zur Wiederherstellung des Schiffsverkehrs durch die blockierte Straße von Hormus erzielt werden könnte. "Der Hauptstreitpunkt scheint zu sein, ob der Iran weiterhin auf einer gewissen Kontrolle über die Wasserstraße bestehen wird und ob die USA standhaft bleiben und dieses Ergebnis ablehnen werden", kommentierten die Analysten von IG. Der Ölpreisrückgang der vergangenen Tage linderte die Inflationssorgen an den Börsen und ließ die Angst vor steigenden Zinsen in den USA etwas verblassen. Der Goldpreis(XAU=) profitierte davon und legte um fast vier Prozent auf rund 4235 Dollar je Feinunze zu. Gold verliert tendenziell an Attraktivität, wenn die Zinsen steigen, da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft. Auch die jüngsten Konjunkturdaten linderten die Zinssorgen der Anleger: Der Stellenaufbau der US-Unternehmen hat sich im Juli spürbar verlangsamt, wie aus einer Unternehmensumfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Nun warten Anleger auf den am Freitag anstehenden offiziellen Bericht des US-Arbeitsministeriums. Die US-Notenbank versucht, mit erhöhten Zinsen die Inflation in Schach zu halten und den heiß gelaufenen Jobmarkt abzukühlen. <h5 align=center> FRESENIUS GLÄNZT MIT PROGNOSEANHEBUNG</h5> Bei den Einzelwerten beflügelten optimistische Gewinnaussichten die Aktien von Fresenius(FREG.DE). Sie stiegen um gut fünf Prozent an die Dax-Spitze. Der Gesundheitskonzern hob seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Um 5,7 Prozent abwärts ging es hingegen für Infineon(IFXGn.DE). Der Chipkonzern habe für das dritte Quartal ein durchwachsenes Ergebnis mit einer leicht enttäuschenden Rentabilität vorgelegt, sagte ein Händler. Trotz der optimistischen Stimmung im US-Technologiesektor verlor auch der US-Mitbewerber AMD(AMD.O) an der Wall Street 6,4 Prozent, da die Zahlen die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllten. Das KI- und Satellitenunternehmen SpaceX(SPCX.O) sackte um 8,5 Prozent ab, da Befürchtungen aufkamen, dass hohe Investitionsausgaben den gesamten Cashflow aufzehren könnten. Im Pharmasektor gaben Aktien von Novo Nordisk(NOVOb.CO) um 4,3 Prozent nach. Der Arzneimittelhersteller setzte mit seinem Abnehmpräparat Wegovy weniger um als erhofft, was die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse des zweiten Quartals überschattete. Die Aktien des US-Konkurrenten Eli Lilly(LLY.N) legten hingegen nach positiv aufgenommenen Zahlen um 3,7 Prozent zu.(Bericht von Sanne Schimanski und Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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