15.07.26
17:03
Reuters
15. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
19.00 Uhr - Die Aktien von SpaceX(SPCX.O) sind erstmals unter ihren Ausgabepreis gefallen. Die Papiere des US-Raumfahrtunternehmens von Elon Musk geben gut zwei Prozent auf 133,10 Dollar nach. Der Ausgabepreis hatte bei 135 Dollar gelegen. Damit ist die stürmische Rally nach dem Börsengang am 12. Juni vorerst beendet. Auf ihrem Höhepunkt bei 225,64 Dollar je Aktie hatte die Bewertung von SpaceX kurzzeitig die der Silicon-Valley-Giganten Microsoft(MSFT.O) und Amazon(AMZN.O) übertroffen. "Es gab zuletzt nichts, was die Anleger an die Gründe erinnert hätte, warum sie SpaceX gekauft haben", sagt Steve Sosnick, Chefanalyst bei Interactive Brokers. Viele Experten verweisen darauf, dass das Unternehmen nicht profitabel sei und viele seiner ehrgeizigen Projekte sich noch nicht bewährt hätten. Auch die Aufnahme der SpaceX-Aktie in den Technologie-Index Nasdaq 100(.NDX) konnte keine neue Kaufwelle auslösen. Der Fokus richtet sich nun auf die ersten Geschäftszahlen nach dem Börsengang. Einen Termin dafür hat SpaceX noch nicht genannt.
15.10 Uhr - Positive Studienergebnisse zum Blockbuster-Medikament Keytruda von Merck & Co(MRK.N) geben den Aktien Rückenwind. Die Titel des US-Pharmakonzerns legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast drei Prozent zu. Merck teilte mit, dass Keytruda in einer Spätstudie zur Behandlung von fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Gebärmutterkrebs das Hauptziel erreicht habe. Zudem gab der Partner Kelun-Biotech bekannt, dass eine Studie zu seinem Krebsmedikament in Kombination mit Keytruda bei Lungenkrebspatienten ebenfalls erfolgreich verlaufen sei. Die Daten untermauerten das Potenzial der Kombination, die derzeitige Standardtherapien bei einer breiteren Lungenkrebspopulation in der Erstlinienbehandlung in Frage zu stellen, schrieben die Analysten von Leerink Partners.
14.48 Uhr - Die Aussicht auf eine Übernahme treibt Paypal(PYPL.P) kräftig an. Die Aktien des unter Druck stehenden US-Zahlungsriesen steigen im vorbörslichen US-Handel um knapp 22 Prozent, nachdem die Agentur Reuters von Insidern erfahren hatte, dass Rivale Stripe und der Finanzinvestor Advent International gemeinsam ein Übernahmeangebot in Höhe von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet hätten. Das entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag. "Der Zahlungssektor ist seit langem ein Hotspot für Übernahmen, und man muss sich fragen, warum PayPal nicht schon längst übernommen wurde", sagte Dan Coatsworth, Marktexperte bei AJ Bell. "Stripe und Advent sehen offensichtlich eine Chance, ein Unternehmen zu kaufen, das zwar angeschlagen, aber noch nicht am Ende ist."
13.10 Uhr - Anleger zeigen BASF(BASFn.DE) trotz eines überraschend starken Quartals und hochgeschraubten Zielen die kalte Schulter. Die Titel des Chemiekonzerns fallen nach den Zahlen um bis zu 4,3 Prozent ans Dax-Ende. Damit ist die Aktie auf Kurs zum größten Tagesverlust seit fast vier Monaten. "Ich denke, dass sich die Anleger möglicherweise auf das verfehlte Ebitda-Ziel im Chemiesegment, die jüngsten Preisrückgänge bei mehreren Grundchemikalien und die aus der neuen Prognose abgeleitete Ebitda-Run-Rate für das zweite Halbjahr konzentrieren", sagte Sebastian Bray, Analyst bei Berenberg. Möglicherweise betrachteten die Anleger die vorläufigen Zahlen auch als rückwärtsgerichtet, da sie von Spitzenpreisen profitierten, die inzwischen häufig nicht mehr erzielt würden.
11.40 Uhr - Ein boomendes Schmuckgeschäft beschert dem Cartier-Mutterkonzern Richemont(CFR.S) ein Rekordhoch. Die Titel steigen in der Spitze um 7,4 Prozent und geben dem gesamten Luxussektor einen Schub. Richemont, zu dem auch die Schweizer Uhrenmarken Piaget und IWC gehören, legte beim Umsatz im abgelaufenen Quartal um 20 Prozent zu und übertraf damit deutlich die Erwartungen von Analysten. Der Konzern profitiere vom Wachstum an beiden Enden des Luxusmarktes, sagte Bernstein-Analyst Luca Solca. Bei den Ultrareichen steige die Nachfrage nach hochwertigem Schmuck. Aufstrebende Konsumenten griffen dagegen bei Produkten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zu. In Paris greifen Anleger auch bei den Rivalen LVMH(LVMH.PA), Hermes(HRMS.PA) und Kering(PRTP.PA) zu und treiben deren Aktien zeitweise zwischen 3,6 und 4,9 Prozent nach oben.
08.10 Uhr - Nagarro(NA9n.DE)-Anleger reagieren verschnupft auf eine Beanstandung der Finanzaufsicht Bafin. Die Titel des Münchner Software-Entwicklers fallen im Frankfurter Frühhandel um 3,4 Prozent. Der Konzern hatte am Vorabend mitgeteilt, dass die Bafin den Konzernabschluss und den Lagebericht des Unternehmens für 2022 für fehlerhaft halte. Der Vorstand sehe dagegen keine wesentlichen Fehler und habe gegen den Bafin-Bescheid Widerspruch eingelegt. Einen Antrag des Unternehmens, die Veröffentlichung von Kritik der Bafin vorläufig zu stoppen, habe das Oberlandesgericht Frankfurt abgelehnt. "Die Ablehnung durch das Gericht hatten wir erwartet", konstatierte ein Händler. Nun sei damit zu rechnen, dass die Bafin die Fehlerfeststellungen auch während des laufenden Widerspruchsverfahrens unverzüglich veröffentlichen werde, hieß es weiter.
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