05.06.26
16:39
Reuters
| * | Dax schliesst unter 25.000er Marke | |
| * | Kräftiger US-Stellenaufbau nährt Wetten auf | |
| Zinserhöhungen | ||
| * | Starker Dollar drückt Metallpreise | |
| * | Tech-Werte fliegen aus den Depots | |
*
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 05. Jun (Reuters) - Anleger haben zum |
| Wochenausklang vor allem bei Technologieaktien Kasse gemacht. |
| Der Dax(.GDAXI) ging ebenso wie der EuroStoxx50(.STOXX50E) rund |
| 0,7 Prozent leichter aus dem Handel. Der deutsche Leitindex |
| schloss bei 24.759 Punkten. Ein überraschend starker |
| US-Stellenaufbau nährte die Spekulationen auf steigende Zinsen |
| zum Jahresende, was an den US-Börsen für maue Stimmung sorgte. |
Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet. Unter dem Strich wurden 172.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet. "Damit geht die Fantasie für Zinssenkungen in den USA aus dem Markt", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "In Anbetracht der zunehmenden Inflationsrisiken durch die hohen Energiepreise wird sich die US-Notenbank eher zurückhalten und abwarten."
An den Terminmärkten wurde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember nach der Datenveröffentlichung bei 63 Prozent gesehen, nach zuvor 48 Prozent. Für den Juni-Entscheid gingen die Börsianer nach wie vor von einer anhaltenden Zinspause aus. Die Fed, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins jüngst in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten.
An den Anleihemärkten kletterten die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) auf 4,58 Prozent von zuvor 4,471 Prozent. Der US-Dollar erhielt Auftrieb. Der Dollar-Index(.DXY) stand 0,6 Prozent im Plus bei 100,05 Punkten. Im Gegenzug sank der Euro(EUR=) auf 1,1530 Dollar von zuvor 1,1640 Dollar. Bedingt durch den steigenden Dollar und wachsende Inflationsängste fielen die Preise für Gold und Industriemetalle. Die Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich um 3,1 Prozent auf 4329,78 Dollar, Kupfer(CMCU3) fiel um 2,9 Prozent auf 13.524 Dollar je Tonne. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) gaben um mehr als zwei Prozent nach, obwohl die ersehnte Einigung im Iran-Krieg weiter ausblieb.
Die Gewinnmitnahmen nach dem negativ aufgenommenen Finanzbericht des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) gingen in den zweiten Tag. Die Aktien von Infineon(IFXGn.DE) fielen um 9,1 Prozent und waren größter Dax-Verlierer. Papiere von Aixtron(AIXGn.DE) und Suss Microtec(SMHNn.DE) rutschten um je 4,8 Prozent ab. Auch die Titel europäischer Rivalen gaben nach, was den Technologie-Branchenindex(.SX8P) um 2,9 Prozent ins Minus drückte. "Da die Berichtssaison der KI-Infrastrukturunternehmen vorerst abgeschlossen ist, pausiert der entscheidende Kurstreiber stetig steigender Gewinnprognosen bis Mitte Juli", schrieben die Experten der französischen Großbank BNP Paribas. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) rutschte um 2,6 Prozent ab.
An der Londoner Börse setzte das Ende von Übernahmegesprächen mit dem Finanzinvestor Apollo(APO.N) den Aktien des Metall-Wärmebehandlungsspezialisten Bodycote(BOY.L) zu. Die Aktien der britischen Firma sackten um rund 13 Prozent ab. Beide Unternehmen teilten mit, die Verhandlungen über eine umgerechnet rund 1,75 Milliarden Euro schwere Offerte beendet zu haben.
(Bericht von Anika Ross, Sanne Schimanski. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
05.06.26
16:39
Reuters
Frankfurt, 05. Jun (Reuters) - Anleger haben zum Wochenausklang vor allem bei Technologieaktien Kasse gemacht. Der Dax(.GDAXI) ging ebenso wie der EuroStoxx50(.STOXX50E) rund 0,7 Prozent leichter aus dem Handel. Der deutsche Leitindex schloss bei 24.759 Punkten. Ein überraschend starker US-Stellenaufbau nährte die Spekulationen auf steigende Zinsen zum Jahresende, was an den US-Börsen für maue Stimmung sorgte.
Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet. Unter dem Strich wurden 172.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet. "Damit geht die Fantasie für Zinssenkungen in den USA aus dem Markt", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "In Anbetracht der zunehmenden Inflationsrisiken durch die hohen Energiepreise wird sich die US-Notenbank eher zurückhalten und abwarten."
An den Terminmärkten wurde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember nach der Datenveröffentlichung bei 63 Prozent gesehen, nach zuvor 48 Prozent. Für den Juni-Entscheid gingen die Börsianer nach wie vor von einer anhaltenden Zinspause aus. Die Fed, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins jüngst in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten.
An den Anleihemärkten kletterten die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) auf 4,58 Prozent von zuvor 4,471 Prozent. Der US-Dollar erhielt Auftrieb. Der Dollar-Index(.DXY) stand 0,6 Prozent im Plus bei 100,05 Punkten. Im Gegenzug sank der Euro(EUR=) auf 1,1530 Dollar von zuvor 1,1640 Dollar. Bedingt durch den steigenden Dollar und wachsende Inflationsängste fielen die Preise für Gold und Industriemetalle. Die Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich um 3,1 Prozent auf 4329,78 Dollar, Kupfer(CMCU3) fiel um 2,9 Prozent auf 13.524 Dollar je Tonne. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) gaben um mehr als zwei Prozent nach, obwohl die ersehnte Einigung im Iran-Krieg weiter ausblieb.
Die Gewinnmitnahmen nach dem negativ aufgenommenen Finanzbericht des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) gingen in den zweiten Tag. Die Aktien von Infineon(IFXGn.DE) fielen um 9,1 Prozent und waren größter Dax-Verlierer. Papiere von Aixtron(AIXGn.DE) und Suss Microtec(SMHNn.DE) rutschten um je 4,8 Prozent ab. Auch die Titel europäischer Rivalen gaben nach, was den Technologie-Branchenindex(.SX8P) um 2,9 Prozent ins Minus drückte. "Da die Berichtssaison der KI-Infrastrukturunternehmen vorerst abgeschlossen ist, pausiert der entscheidende Kurstreiber stetig steigender Gewinnprognosen bis Mitte Juli", schrieben die Experten der französischen Großbank BNP Paribas. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) rutschte um 2,6 Prozent ab.
An der Londoner Börse setzte das Ende von Übernahmegesprächen mit dem Finanzinvestor Apollo(APO.N) den Aktien des Metall-Wärmebehandlungsspezialisten Bodycote(BOY.L) zu. Die Aktien der britischen Firma sackten um rund 13 Prozent ab. Beide Unternehmen teilten mit, die Verhandlungen über eine umgerechnet rund 1,75 Milliarden Euro schwere Offerte beendet zu haben.
(Bericht von Anika Ross, Sanne Schimanski. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)