05.06.26
10:55
Reuters
| * Gewinnmitnahmen nach Broadcom-Zahlen gehen in den | |
| zweiten Tag | |
| * | Waffenruhe im Libanon wackelt - Ölpreis auf |
| Richtungssuche | |
| * | Warten auf US-Jobdaten um 14.30 Uhr (MESZ) |
| (Neu: Europäische Börsen, Öl, Bitcoin) | |
| Frankfurt, 05. Jun (Reuters) - Gewinnmitnahmen bei | |
| Tech-Aktien und Unsicherheit über die weitere Entwicklung im | |
| Konflikt in Nahost sorgen zum Wochenausklang für maue Stimmung | |
| an den Börsen. Der Dax(.GDAXI) und der EuroStoxx50(.STOXX50E) | |
| notierten am Freitag gegen Mittag jeweils kaum verändert bei | |
| 24.988 und 6100 Punkten. Die wichtigsten | |
| US-Indizes(1YMcv1)(EScv1)(NQcv1) lagen im Minus. | |
Die Gewinnmitnahmen nach dem negativ aufgenommenen Finanzbericht des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) gingen in den zweiten Tag. Die Aktien von deutschen Technologieunternehmen wie Infineon(IFXGn.DE), Aixtron(AIXGn.DE) und Suss Microtec(SMHNn.DE) büßten zwischen 4,6 und fast sieben Prozent ein. Auch die Titel europäischer Rivalen gaben nach, was den Technologie-Branchenindex(.SX8P) um fast zwei Prozent ins Minus drückte. "Da die Berichtssaison der KI-Infrastrukturunternehmen vorerst abgeschlossen ist, pausiert der entscheidende Kurstreiber stetig steigender Gewinnprognosen bis Mitte Juli", schrieben die Experten der französischen Großbank BNP Paribas.
Die ersehnte Einigung im Iran-Krieg blieb indes aus. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Der Iran macht ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon zur Bedingung für ein Friedensabkommen mit den USA. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) begaben sich am Freitag auf Richtungssuche und schwankten zwischen minus 1,7 und plus 0,9 Prozent. Zuletzt lagen sie rund ein halbes Prozent im Minus. "Zwischen geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten über den weiteren Kurs der Notenbanken fehlt vielen Investoren ein verlässlicher Kompass", sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Daher warteten Anleger mit Spannung auf die US-Arbeitsmarktdaten für Mai, die am Nachmittag anstanden. Ein starker Arbeitsmarktbericht dürfte für sich genommen keine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed auslösen, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Allerdings könnte er der sprichwörtliche Tropfen sein, der das Fass in Sachen Zinsangst zum Überlaufen bringt."
Bei den europäischen Einzelwerten sprangen die Papiere des britischen Minicomputerherstellers Raspberry Pi(RPI.L) nach einer Prognoseerhöhung um rund 25 Prozent in die Höhe. Der bereinigte Gewinn für das Gesamtjahr 2026 werde deutlich über den Markterwartungen liegen, teilte das Unternehmen mit. Hintergrund ist die hohe Nachfrage von Industriekunden nach den kreditkartengroßen Einplatinencomputern, die unter anderem in der Fabrikautomatisierung und Robotik eingesetzt werden.
Am Kryptomarkt setzte der Bitcoin(BTC=) seine Talfahrt fort. Die bekannteste Kryptowährung verlor 1,5 Prozent auf 62.566 Dollar. Damit verzeichnete sie auf Wochensicht ein Minus von rund 15 Prozent. Auch Ether(ETH=) und Ripple(XRP=) stehen seit einigen Tagen stark unter Druck. "Der wichtigste Auslöser ist die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt. Die Märkte hatten auf eine schnellere Entspannung gesetzt", sagte James Butterfill, Chefanleger bei CoinShares.
Problematisch für den Bitcoin sei auch die aktuelle Rally im Technologiesektor. "KI bleibt der bestimmende Marktzeitgeist und bindet Kapital, das anderen Segmenten fehlt." Analyst Emden verwies auch auf den geplanten Börsengang des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Dem Experten zufolge erleben die Märkte derzeit keine Flucht aus Risikoanlagen, sondern vielmehr eine Rotation innerhalb des Risikokapitals. "Gewinne werden realisiert, während sich Investoren für die nächste Generation großer Börsenstories in Stellung bringen."
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
05.06.26
10:55
Reuters
Frankfurt, 05. Jun (Reuters) - Gewinnmitnahmen bei Tech-Aktien und Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Konflikt in Nahost sorgen zum Wochenausklang für maue Stimmung an den Börsen. Der Dax(.GDAXI) und der EuroStoxx50(.STOXX50E) notierten am Freitag gegen Mittag jeweils kaum verändert bei 24.988 und 6100 Punkten. Die wichtigsten US-Indizes(1YMcv1)(EScv1)(NQcv1) lagen im Minus.
Die Gewinnmitnahmen nach dem negativ aufgenommenen Finanzbericht des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) gingen in den zweiten Tag. Die Aktien von deutschen Technologieunternehmen wie Infineon(IFXGn.DE), Aixtron(AIXGn.DE) und Suss Microtec(SMHNn.DE) büßten zwischen 4,6 und fast sieben Prozent ein. Auch die Titel europäischer Rivalen gaben nach, was den Technologie-Branchenindex(.SX8P) um fast zwei Prozent ins Minus drückte. "Da die Berichtssaison der KI-Infrastrukturunternehmen vorerst abgeschlossen ist, pausiert der entscheidende Kurstreiber stetig steigender Gewinnprognosen bis Mitte Juli", schrieben die Experten der französischen Großbank BNP Paribas.
Die ersehnte Einigung im Iran-Krieg blieb indes aus. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Der Iran macht ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon zur Bedingung für ein Friedensabkommen mit den USA. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) begaben sich am Freitag auf Richtungssuche und schwankten zwischen minus 1,7 und plus 0,9 Prozent. Zuletzt lagen sie rund ein halbes Prozent im Minus. "Zwischen geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten über den weiteren Kurs der Notenbanken fehlt vielen Investoren ein verlässlicher Kompass", sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Daher warteten Anleger mit Spannung auf die US-Arbeitsmarktdaten für Mai, die am Nachmittag anstanden. Ein starker Arbeitsmarktbericht dürfte für sich genommen keine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed auslösen, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Allerdings könnte er der sprichwörtliche Tropfen sein, der das Fass in Sachen Zinsangst zum Überlaufen bringt."
Bei den europäischen Einzelwerten sprangen die Papiere des britischen Minicomputerherstellers Raspberry Pi(RPI.L) nach einer Prognoseerhöhung um rund 25 Prozent in die Höhe. Der bereinigte Gewinn für das Gesamtjahr 2026 werde deutlich über den Markterwartungen liegen, teilte das Unternehmen mit. Hintergrund ist die hohe Nachfrage von Industriekunden nach den kreditkartengroßen Einplatinencomputern, die unter anderem in der Fabrikautomatisierung und Robotik eingesetzt werden.
Am Kryptomarkt setzte der Bitcoin(BTC=) seine Talfahrt fort. Die bekannteste Kryptowährung verlor 1,5 Prozent auf 62.566 Dollar. Damit verzeichnete sie auf Wochensicht ein Minus von rund 15 Prozent. Auch Ether(ETH=) und Ripple(XRP=) stehen seit einigen Tagen stark unter Druck. "Der wichtigste Auslöser ist die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt. Die Märkte hatten auf eine schnellere Entspannung gesetzt", sagte James Butterfill, Chefanleger bei CoinShares.
Problematisch für den Bitcoin sei auch die aktuelle Rally im Technologiesektor. "KI bleibt der bestimmende Marktzeitgeist und bindet Kapital, das anderen Segmenten fehlt." Analyst Emden verwies auch auf den geplanten Börsengang des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Dem Experten zufolge erleben die Märkte derzeit keine Flucht aus Risikoanlagen, sondern vielmehr eine Rotation innerhalb des Risikokapitals. "Gewinne werden realisiert, während sich Investoren für die nächste Generation großer Börsenstories in Stellung bringen."
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)