04.06.26
10:32
Reuters
| * Dax und | EuroStoxx50 fester |
| * | Ölpreise rückläufig |
| * | Broadcom trübt Stimmung im Chipsektor |
| * | Softwaresektor im Plus |
| (Neu: Europäische Börsen, Remy, SAP, CMC Markets) | |
| Frankfurt, 04. Jun (Reuters) - Fallende Ölpreise haben | |
| den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag Auftrieb verliehen. | |
| Kursverluste im Chip-Sektor und das Warten auf ein Abkommen | |
| zwischen den USA und dem Iran begrenzten die Kursgewinne | |
| allerdings. | |
Der Dax(.GDAXI) stand gegen Mittag 0,5 Prozent höher bei 24.920 Punkten. Im ausgedünnten Handel, bedingt durch Feiertage in einigen Bundesländern, dürfte der Dax anfällig bleiben, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Marktteilnehmer sehen sich weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten durch den ungelösten Iran-Konflikt konfrontiert, während die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung bislang immer wieder enttäuscht wurde." Der EuroStoxx50(.STOXX50E) notierte 0,3 Prozent fester bei 6070 Punkten. Die US-Futures deuteten auf eine schwächere Eröffnung an der Wall Street hin.
Für etwas Entspannung an den Ölmärkten sorgte die Ankündigung, dass Israel und der Libanon die vereinbarte Waffenruhe umsetzen wollen. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent(LCOc1) fiel um 1,7 Prozent auf 96,20 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI(CLC1) notierte 1,3 Prozent schwächer bei 94,77 Dollar. Teheran hatte eine Einigung mit Washington unter anderem von einem Ende der Kämpfe zwischen Israel und dem Libanon abhängig gemacht. Analysten der Bank ING warnten, dass die Geopolitik die Volatilität an den Märkten weiter antreibe. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte am Mittwoch, die Kontakte Teherans zu Washington seien nicht abgebrochen, aber es seien keine Fortschritte erzielt worden. US-Präsident Donald Trump hatte angedeutet, dass es bereits an diesem Wochenende Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran geben könnte.
Im Chip-Sektor vermieste Broadcom(AVGO.O) die Stimmung. Broadcom-Papiere tauchten im nachbörslichen US-Handel um rund zwölf Prozent ab, nachdem der US-Chiphersteller einen unter den Erwartungen liegenden Umsatz für das zweite Quartal gemeldet hatte. Im Sog dessen gaben Aktien von Infineon(IFXGn.DE) und STMicroelectronics(STMPA.PA) 4,8 Prozent und 5,7 Prozent nach. "Es ging nicht um Hoffnung und Erwartungen, sondern es weckte den Eindruck, dass die Nachfrage nach Chips in Zukunft nicht einfach exponentiell steigen wird", sagte James Athey, Fondsmanager bei Marlborough. Auch an den asiatischen Börsen gingen technologielastige Aktien auf Tauchstation.
Hingegen ging es bei den im Dax schwer gewichteten SAP(SAPG.DE) Aktien um 4,7 Prozent aufwärts. Auch andere Softwaretitel wie CapGemini(CAPP.PA), Temenos(TEMN.S) und Nemetschek(NEKG.DE) gewannen zwischen sieben und 3,6 Prozent. Händler sprachen zuletzt von einer Stabilisierung des Sektors nach wochenlangen starken Verkäufen, da sich die Bewertungen neu ausgerichtet hätten und die Unternehmen KI-Risiken angehen würden. SAP-Aktien haben seit Jahresbeginn mehr als 21 Prozent verloren.
Ein optimistischer Geschäftsausblick trieb die Aktien der Handelsplattform CMC Markets(CMCX.L) um mehr als 17 Prozent in die Höhe. Für 2027 rechnet das britische Unternehmen mit einem höheren operativen Gewinn als von Analysten erwartet. Die Handelsaktivität sei dank der gestiegenen Marktvolatilität weiterhin stark, erklärte das Unternehmen.
Anleger in Paris zeigten sich von den Sanierungszielen des Cognac-Herstellers Remy Cointreau(RCOP.POA) begeistert. Die Aktien stiegen um bis zu 14,6 Prozent. Der seit Jahren mit einem rückläufigen Geschäft kämpfende Spirituosen-Konzern strebt im Rahmen des Restrukturierungsplans ein Gewinnwachstum von 60 Prozent innerhalb von drei Jahren an.
(Bericht von Anika Ross, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
04.06.26
10:32
Reuters
Frankfurt, 04. Jun (Reuters) - Fallende Ölpreise haben den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag Auftrieb verliehen. Kursverluste im Chip-Sektor und das Warten auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran begrenzten die Kursgewinne allerdings.
Der Dax(.GDAXI) stand gegen Mittag 0,5 Prozent höher bei 24.920 Punkten. Im ausgedünnten Handel, bedingt durch Feiertage in einigen Bundesländern, dürfte der Dax anfällig bleiben, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Marktteilnehmer sehen sich weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten durch den ungelösten Iran-Konflikt konfrontiert, während die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung bislang immer wieder enttäuscht wurde." Der EuroStoxx50(.STOXX50E) notierte 0,3 Prozent fester bei 6070 Punkten. Die US-Futures deuteten auf eine schwächere Eröffnung an der Wall Street hin.
ÖLPREISE SINKEN - AUSSICHT AUF WAFFENRUHE BERUHIGT ETWAS
Für etwas Entspannung an den Ölmärkten sorgte die Ankündigung, dass Israel und der Libanon die vereinbarte Waffenruhe umsetzen wollen. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent(LCOc1) fiel um 1,7 Prozent auf 96,20 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI(CLC1) notierte 1,3 Prozent schwächer bei 94,77 Dollar. Teheran hatte eine Einigung mit Washington unter anderem von einem Ende der Kämpfe zwischen Israel und dem Libanon abhängig gemacht. Analysten der Bank ING warnten, dass die Geopolitik die Volatilität an den Märkten weiter antreibe. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte am Mittwoch, die Kontakte Teherans zu Washington seien nicht abgebrochen, aber es seien keine Fortschritte erzielt worden. US-Präsident Donald Trump hatte angedeutet, dass es bereits an diesem Wochenende Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran geben könnte.
BROADCOM DRÜCKT CHIPSEKTOR - SOFTWAREAKTIEN STEIGEN
Im Chip-Sektor vermieste Broadcom(AVGO.O) die Stimmung. Broadcom-Papiere tauchten im nachbörslichen US-Handel um rund zwölf Prozent ab, nachdem der US-Chiphersteller einen unter den Erwartungen liegenden Umsatz für das zweite Quartal gemeldet hatte. Im Sog dessen gaben Aktien von Infineon(IFXGn.DE) und STMicroelectronics(STMPA.PA) 4,8 Prozent und 5,7 Prozent nach. "Es ging nicht um Hoffnung und Erwartungen, sondern es weckte den Eindruck, dass die Nachfrage nach Chips in Zukunft nicht einfach exponentiell steigen wird", sagte James Athey, Fondsmanager bei Marlborough. Auch an den asiatischen Börsen gingen technologielastige Aktien auf Tauchstation.
Hingegen ging es bei den im Dax schwer gewichteten SAP(SAPG.DE) Aktien um 4,7 Prozent aufwärts. Auch andere Softwaretitel wie CapGemini(CAPP.PA), Temenos(TEMN.S) und Nemetschek(NEKG.DE) gewannen zwischen sieben und 3,6 Prozent. Händler sprachen zuletzt von einer Stabilisierung des Sektors nach wochenlangen starken Verkäufen, da sich die Bewertungen neu ausgerichtet hätten und die Unternehmen KI-Risiken angehen würden. SAP-Aktien haben seit Jahresbeginn mehr als 21 Prozent verloren.
SANIERUNGSZIELE VON REMY BEGEISTERN
Ein optimistischer Geschäftsausblick trieb die Aktien der Handelsplattform CMC Markets(CMCX.L) um mehr als 17 Prozent in die Höhe. Für 2027 rechnet das britische Unternehmen mit einem höheren operativen Gewinn als von Analysten erwartet. Die Handelsaktivität sei dank der gestiegenen Marktvolatilität weiterhin stark, erklärte das Unternehmen.
Anleger in Paris zeigten sich von den Sanierungszielen des Cognac-Herstellers Remy Cointreau(RCOP.POA) begeistert. Die Aktien stiegen um bis zu 14,6 Prozent. Der seit Jahren mit einem rückläufigen Geschäft kämpfende Spirituosen-Konzern strebt im Rahmen des Restrukturierungsplans ein Gewinnwachstum von 60 Prozent innerhalb von drei Jahren an.
(Bericht von Anika Ross, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)