03.06.26
16:51
Reuters
| * Dax rutscht unter 25.000er Marke | |
| * | Fondsprobleme bei Partners Group ziehen Finanzsektor |
| herunter | |
| * | Hochtief vor dem Sprung in den Dax |
| (Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street) | |
| Frankfurt, 03. Jun (Reuters) - Neu entflammte Sorgen | |
| über die Lage im Nahen Osten und die Handelspolitik haben die | |
| Börsen am Mittwoch ins Minus gedrückt. Der Dax(.GDAXI) notierte | |
| zum Handelsschluss 1,3 Prozent tiefer bei 24.795,94 Punkten. Der | |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) verlor 0,9 Prozent auf 6053,57 Zähler. | |
| Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen zwischen 0,6 | |
| und einem Prozent im Minus. "Zur Unsicherheit über die weitere | |
| Entwicklung im Nahen Osten kehrte mit neuen Strafzollandrohungen | |
| aus dem Weißen Haus jetzt ein alter Bekannter auf die Liste der | |
| Risikofaktoren zurück", kommentierte Andreas Lipkow, Chefanalyst | |
| des Brokers CMC Markets. | |
Die US-Regierung droht 60 Handelspartnern mit zusätzlichen Zöllen - darunter sind die EU, China, Kanada und Indien. Hintergrund ist der Vorwurf, dass diese nicht effektiv genug gegen den Handel mit Produkten vorgehen, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden. In der Nacht griff zudem das US-Militär nach eigenen Angaben als Reaktion auf iranische Raketenangriffe eine Militärstellung auf einer iranischen Insel an.
Die Ölsorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee und US-Öl WTI(CLc1) verteuerten sich daraufhin um jeweils mehr als zwei Prozent auf 98,00 und 96,05 Dollar je Barrel (159 Liter).
Der im Zuge des Nahost-Konflikts steigende Preisdruck hinterlässt in der Konjunktur seine Spuren. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Eurozone erreichte im Mai mit 48,5 Punkten ein 18-Monats-Tief.
Schlechte Nachrichten kamen vom Schweizer Finanzplatz: Nach der Begrenzung von Rücknahmen eines milliardenschweren Private-Equity-Fonds sackten die Aktien des Vermögensverwalters Partners Group(PGHN.S) um 16,3 Prozent ab. Der europäische Finanzdienstleistungssektor(.SXFP) verzeichnete mit einem Minus von 2,4 Prozent die größten Branchenverluste. Im US-Handel gerieten die Aktien von Finanzinvestoren wie KKR(KKR.N), Blackstone(BX.N) und Carlyle(CG.O) unter Druck. Investoren befürchten, dass private Kredit- und Beteiligungsgesellschaften zu stark in mittelständischen Unternehmen engagiert sind, die anfällig für Konkurrenz durch aufkommende KI-Modelle sind.
Zerstörte Übernahmehoffnungen setzten AkzoNobel(AKZO.AS) zu. Die Aktien stürzten um rund 19 Prozent ab, nachdem die Konkurrenten Nippon Paint(4612.T) und Sherwin-Williams(SHW.N) ihr Werben um den niederländischen Farben- und Lackhersteller aufgegeben hatten.
Die Zara-Mutter Inditex(ITX.MC) überzeugte die Anleger mit einem starken Start in den Sommer. Im Mai legten die währungsbereinigten Erlöse um 11,5 Prozent zu und übertrafen damit die Erwartungen von Analysten. Die Aktien gewannen mehr als 17 Prozent. Auch der britische Modehändler Debenhams(DEBS.L) punktete mit einem gestiegenen Bruttowarenvolumen (GMV) im ersten Quartal. Die Aktien hoben um 14,4 Prozent ab.
Der Baukonzern Hochtief(HOTG.DE) könnte Indexexperten zufolge erstmals in den Dax aufsteigen. Hochtief profitiert vor allem in den USA massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten rund 190 Prozent zugelegt und schlossen am Mittwoch 3,1 Prozent im Plus.
Aktien von Suss Microtec(SMHNn.DE) stiegen im Kleinwerteindex SDax(.SDAXI) um 4,2 Prozent. Der Chipausrüster gilt als heißer Aufstiegskandidat für den Nebenwerteindex MDax(.MDAXI). Experten zufolge könnte die Online-Apotheke Redcare Pharmacy(RDC.DE) ihren Platz dort räumen. Die Indexentscheidung der Deutsche-Börse(DB1Gn.DE)-Tochter ISS Stoxx wird gegen 20.00 Uhr erwartet.
(Bericht von Sanne Schimanski und Anika Ross, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
03.06.26
16:51
Reuters
Frankfurt, 03. Jun (Reuters) - Neu entflammte Sorgen über die Lage im Nahen Osten und die Handelspolitik haben die Börsen am Mittwoch ins Minus gedrückt. Der Dax(.GDAXI) notierte zum Handelsschluss 1,3 Prozent tiefer bei 24.795,94 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) verlor 0,9 Prozent auf 6053,57 Zähler. Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen zwischen 0,6 und einem Prozent im Minus. "Zur Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten kehrte mit neuen Strafzollandrohungen aus dem Weißen Haus jetzt ein alter Bekannter auf die Liste der Risikofaktoren zurück", kommentierte Andreas Lipkow, Chefanalyst des Brokers CMC Markets.
Die US-Regierung droht 60 Handelspartnern mit zusätzlichen Zöllen - darunter sind die EU, China, Kanada und Indien. Hintergrund ist der Vorwurf, dass diese nicht effektiv genug gegen den Handel mit Produkten vorgehen, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden. In der Nacht griff zudem das US-Militär nach eigenen Angaben als Reaktion auf iranische Raketenangriffe eine Militärstellung auf einer iranischen Insel an.
Die Ölsorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee und US-Öl WTI(CLc1) verteuerten sich daraufhin um jeweils mehr als zwei Prozent auf 98,00 und 96,05 Dollar je Barrel (159 Liter).
Der im Zuge des Nahost-Konflikts steigende Preisdruck hinterlässt in der Konjunktur seine Spuren. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Eurozone erreichte im Mai mit 48,5 Punkten ein 18-Monats-Tief.
MODEHÄNDLER IM AUFWIND - GEPLATZTE ÜBERNAHME BELASTET AKZO
Schlechte Nachrichten kamen vom Schweizer Finanzplatz: Nach der Begrenzung von Rücknahmen eines milliardenschweren Private-Equity-Fonds sackten die Aktien des Vermögensverwalters Partners Group(PGHN.S) um 16,3 Prozent ab. Der europäische Finanzdienstleistungssektor(.SXFP) verzeichnete mit einem Minus von 2,4 Prozent die größten Branchenverluste. Im US-Handel gerieten die Aktien von Finanzinvestoren wie KKR(KKR.N), Blackstone(BX.N) und Carlyle(CG.O) unter Druck. Investoren befürchten, dass private Kredit- und Beteiligungsgesellschaften zu stark in mittelständischen Unternehmen engagiert sind, die anfällig für Konkurrenz durch aufkommende KI-Modelle sind.
Zerstörte Übernahmehoffnungen setzten AkzoNobel(AKZO.AS) zu. Die Aktien stürzten um rund 19 Prozent ab, nachdem die Konkurrenten Nippon Paint(4612.T) und Sherwin-Williams(SHW.N) ihr Werben um den niederländischen Farben- und Lackhersteller aufgegeben hatten.
Die Zara-Mutter Inditex(ITX.MC) überzeugte die Anleger mit einem starken Start in den Sommer. Im Mai legten die währungsbereinigten Erlöse um 11,5 Prozent zu und übertrafen damit die Erwartungen von Analysten. Die Aktien gewannen mehr als 17 Prozent. Auch der britische Modehändler Debenhams(DEBS.L) punktete mit einem gestiegenen Bruttowarenvolumen (GMV) im ersten Quartal. Die Aktien hoben um 14,4 Prozent ab.
HOCHTIEF KÖNNTE IN DIE ERSTE BÖRSENLIGA AUFSTEIGEN
Der Baukonzern Hochtief(HOTG.DE) könnte Indexexperten zufolge erstmals in den Dax aufsteigen. Hochtief profitiert vor allem in den USA massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten rund 190 Prozent zugelegt und schlossen am Mittwoch 3,1 Prozent im Plus.
Aktien von Suss Microtec(SMHNn.DE) stiegen im Kleinwerteindex SDax(.SDAXI) um 4,2 Prozent. Der Chipausrüster gilt als heißer Aufstiegskandidat für den Nebenwerteindex MDax(.MDAXI). Experten zufolge könnte die Online-Apotheke Redcare Pharmacy(RDC.DE) ihren Platz dort räumen. Die Indexentscheidung der Deutsche-Börse(DB1Gn.DE)-Tochter ISS Stoxx wird gegen 20.00 Uhr erwartet.
(Bericht von Sanne Schimanski und Anika Ross, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)