10.10.25
16:45
Reuters
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Streit um Seltene Erden eskaliert - Trump droht China mit Zöllen
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Sprung des Dax über 25.000-Punkte-Marke lässt auf sich warten
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| Ölpreis unter Druck - Gold nimmt wieder Fahrt auf |
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| Anleger strafen Energiekontor für Prognose-Senkung ab |
| (Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street) |
| Frankfurt, 10. Okt (Reuters) - Angesichts möglicher |
| neuer Spannungen zwischen den USA und China müssen |
| Dax(.GDAXI)-Anleger wohl noch etwas auf die 25.000-Punkte-Marke |
| warten. Der deutsche Leitindex notierte zum Handelsschluss am |
| Freitag 1,5 Prozent tiefer bei 24.241,46 Punkten. "Noch heute |
| Morgen sah es beim Dax nach einem Ausbruch gen Norden aus, doch |
| US-Präsident Donald Trump macht den Anlegern einen Strich durch |
| die Rechnung", kommentierte Analyst Christian Henke vom Broker |
| IG. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) büßte 1,7 Prozent auf 5531,32 |
| Zähler ein. Auch die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) |
| bauten ihre leichten Gewinne wieder ab und verloren zwischen gut |
| einem und knapp zwei Prozent. |
Trump hat wegen chinesischer Exportkontrollen für Seltene Erden ein geplantes Treffen mit seinem Amtskollegen Xi Jinping infrage gestellt und mit neuen Zöllen gedroht. Er sehe keinen Grund mehr für das in zwei Wochen geplante Treffen am Rande des Apec-Gipfels in Südkorea, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Eine massive Erhöhung der Zölle auf chinesische Importe sei zugleich eine der Gegenmaßnahmen, die derzeit ernsthaft erwogen würden. "Die Furcht vor einer erneuten Handelskrise zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger", resümierte Experte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Am Rohstoffmarkt rauschten die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) um rund 3,5 Prozent nach unten, während Gold(XAU=) nach den jüngsten Gewinnmitnahmen wieder in Fahrt kam. Mit einem Plus von einem Prozent eroberte es die am Mittwoch erreichte 4000-Dollar-Marke zurück. Einige Händler halten einen Kurs von 6000 Dollar im kommenden Frühjahr für möglich. Im laufenden Jahr hat die "Antikrisen-Währung" mehr als 50 Prozent zugelegt.
Anleger griffen auch bei den US-Staatsanleihen(US10YT=RR) zu, was die Rendite nach unten drückte. Der Dollar-Index(.DXY) verlor rund ein halbes Prozent auf 98,956 Punkte. Der Euro(EUR=) gewann im Gegenzug genauso viel auf 1,1621 Dollar. Die Gemeinschaftswährung entfernte sich damit von ihrem am Donnerstag markierten Zweieinhalb-Monats-Tief von 1,1563 Dollar.
Auch an den europäischen Anleihemärkten ging die Nervosität zurück. Die Rendite der zehnjährigen(FR10YT=RR) französischen Anleihen lag mit 3,4808 Prozent rund 0,1 Prozentpunkte unter ihrem Hoch vom Wochenbeginn. Auf die Stimmung lastete zuletzt die Haushalts- und Regierungskrise in Frankreich. Nach dem überraschenden Rücktritt des Ministerpräsidenten Sébastien Lecornu will Präsident Emmanuel Macron am Freitag einen Nachfolger benennen. Sollte dieser die Staatsverschuldung jedoch nicht in den Griff bekommen, seien vorgezogene Neuwahlen unausweichlich, warnte Anlagestratege Neil Wilson vom Brokerhaus Saxo Markets.
Es wird damit gerechnet, dass sich Macron noch am Freitagabend zu seiner Entscheidung äußern wird. Der Fernsehsender BFMTV meldete, dass eine Entscheidung vor 20.00 Uhr (MESZ) erwartet werde.
Bei den Einzelwerten verzeichneten die Aktien von Energiekontor(EKTG.DE) mit einem Minus von 19,4 Prozent den größten Tagesverlust der Firmengeschichte. Dem im SDax(.SDAXI) notierten Wind- und Solarparkbetreiber zufolge wird der Gewinn wegen Verzögerungen bei Projekten in Deutschland sowie beim geplanten Verkauf von Windkraftanlagen in Großbritannien deutlich geringer ausfallen als bislang gedacht.
Größter Verlierer im Dax war Brenntag(BRNGn.DE). Die Titel des Chemikalienhändlers verloren knapp fünf Prozent auf 48,96 Euro. Die Analysten der Bank UBS hatten die Papiere auf "Sell" von "Neutral" heruntergestuft und das Kursziel auf 45 von 56 Euro gesenkt.
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VORSCHAU-Dax flirtet weiter mit 25.000-Punkte-Marke [nL5N3VN0GA]
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(Bericht von Zuzanna Szymanska und Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner.Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.10.25
16:45
Reuters
Frankfurt, 10. Okt (Reuters) - Angesichts möglicher neuer Spannungen zwischen den USA und China müssen Dax(.GDAXI)-Anleger wohl noch etwas auf die 25.000-Punkte-Marke warten. Der deutsche Leitindex notierte zum Handelsschluss am Freitag 1,5 Prozent tiefer bei 24.241,46 Punkten. "Noch heute Morgen sah es beim Dax nach einem Ausbruch gen Norden aus, doch US-Präsident Donald Trump macht den Anlegern einen Strich durch die Rechnung", kommentierte Analyst Christian Henke vom Broker IG. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) büßte 1,7 Prozent auf 5531,32 Zähler ein. Auch die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) bauten ihre leichten Gewinne wieder ab und verloren zwischen gut einem und knapp zwei Prozent. Trump hat wegen chinesischer Exportkontrollen für Seltene Erden ein geplantes Treffen mit seinem Amtskollegen Xi Jinping infrage gestellt und mit neuen Zöllen gedroht. Er sehe keinen Grund mehr für das in zwei Wochen geplante Treffen am Rande des Apec-Gipfels in Südkorea, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Eine massive Erhöhung der Zölle auf chinesische Importe sei zugleich eine der Gegenmaßnahmen, die derzeit ernsthaft erwogen würden. "Die Furcht vor einer erneuten Handelskrise zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger", resümierte Experte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Am Rohstoffmarkt rauschten die Ölpreise(LCOc1)(CLc1) um rund 3,5 Prozent nach unten, während Gold(XAU=) nach den jüngsten Gewinnmitnahmen wieder in Fahrt kam. Mit einem Plus von einem Prozent eroberte es die am Mittwoch erreichte 4000-Dollar-Marke zurück. Einige Händler halten einen Kurs von 6000 Dollar im kommenden Frühjahr für möglich. Im laufenden Jahr hat die "Antikrisen-Währung" mehr als 50 Prozent zugelegt. Anleger griffen auch bei den US-Staatsanleihen(US10YT=RR) zu, was die Rendite nach unten drückte. Der Dollar-Index(.DXY) verlor rund ein halbes Prozent auf 98,956 Punkte. Der Euro(EUR=) gewann im Gegenzug genauso viel auf 1,1621 Dollar. Die Gemeinschaftswährung entfernte sich damit von ihrem am Donnerstag markierten Zweieinhalb-Monats-Tief von 1,1563 Dollar. Auch an den europäischen Anleihemärkten ging die Nervosität zurück. Die Rendite der zehnjährigen(FR10YT=RR) französischen Anleihen lag mit 3,4808 Prozent rund 0,1 Prozentpunkte unter ihrem Hoch vom Wochenbeginn. Auf die Stimmung lastete zuletzt die Haushalts- und Regierungskrise in Frankreich. Nach dem überraschenden Rücktritt des Ministerpräsidenten Sébastien Lecornu will Präsident Emmanuel Macron am Freitag einen Nachfolger benennen. Sollte dieser die Staatsverschuldung jedoch nicht in den Griff bekommen, seien vorgezogene Neuwahlen unausweichlich, warnte Anlagestratege Neil Wilson vom Brokerhaus Saxo Markets. Es wird damit gerechnet, dass sich Macron noch am Freitagabend zu seiner Entscheidung äußern wird. Der Fernsehsender BFMTV meldete, dass eine Entscheidung vor 20.00 Uhr (MESZ) erwartet werde.
Bei den Einzelwerten verzeichneten die Aktien von Energiekontor(EKTG.DE) mit einem Minus von 19,4 Prozent den größten Tagesverlust der Firmengeschichte. Dem im SDax(.SDAXI) notierten Wind- und Solarparkbetreiber zufolge wird der Gewinn wegen Verzögerungen bei Projekten in Deutschland sowie beim geplanten Verkauf von Windkraftanlagen in Großbritannien deutlich geringer ausfallen als bislang gedacht. Größter Verlierer im Dax war Brenntag(BRNGn.DE). Die Titel des Chemikalienhändlers verloren knapp fünf Prozent auf 48,96 Euro. Die Analysten der Bank UBS hatten die Papiere auf "Sell" von "Neutral" heruntergestuft und das Kursziel auf 45 von 56 Euro gesenkt.
VORSCHAU-Dax flirtet weiter mit 25.000-Punkte-Marke [nL5N3VN0GA]
(Bericht von Zuzanna Szymanska und Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner.Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)