10.10.25
10:12
Reuters
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Analysten: Sprung über 25.000-Punkte-Marke nur Frage der Zeit
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Ölpreis unter Druck - Gold verteidigt Gewinne größtenteils
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Anleger strafen Energiekontor für Prognose-Senkung ab
(Neu: Europäische Börsen, Devisen, Anleihen, Rohstoffe, Stellantis, VW)
| Frankfurt, 10. Okt (Reuters) - Nach der jüngsten |
| Rekordjagd lassen Dax(.GDAXI)-Anleger die Börsenwoche ruhig |
| ausklingen. "Durchatmen ist angesagt", sagte Anlagestratege |
| Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. Die Chancen für eine |
| Fortsetzung der Rally in der kommenden Woche stünden aber gut. |
| "Die Vorfreude und positive Anspannung mit Blick auf die |
| Quartalsberichtssaison sind deutlich spürbar. Die Messlatte |
| liegt hoch, aber nicht zu hoch." |
Am Freitagvormittag notierten Dax(.GDAXI) und EuroStoxx50(.STOXX50E) jeweils kaum verändert bei 24.597 beziehungsweise 5624 Punkten. Dem deutschen Leitindex fehlten damit nur etwa 1,5 Prozent zur psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Zählern. Diese Hürde könnte er in naher Zukunft überwinden, prognostizierte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst des Online-Brokers CMC Markets. "Der wieder schwächere Euro(EUR=) gibt dem exportabhängigen Teil des Index Rückenwind." Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,1571 Dollar knapp über ihrem am Donnerstag markierten Zweieinhalb-Monats-Tief. Die Haushalts- und Regierungskrise in Frankreich lastet auf der Stimmung.
An den Anleihemärkten ging die Nervosität dagegen zurück. Die Rendite der zehnjährigen(FR10YT=RR) französischen Anleihen lagen mit 3,495 Prozent gut 0,1 Prozentpunkte unter ihrem Hoch vom Wochenbeginn. Nach dem überraschenden Rücktritt des Ministerpräsidenten Sébastien Lecornu wollte Präsident Emmanuel Macron am Freitag einen Nachfolger benennen. Sollte dieser die Staatsverschuldung jedoch nicht in den Griff bekommen, seien vorgezogene Neuwahlen unausweichlich, warnte Anlagestratege Neil Wilson vom Brokerhaus Saxo Markets.
Am Rohstoffmarkt fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 64,82 Dollar. Die Aussicht auf ein Ende des Gaza-Krieges lenke die Aufmerksamkeit der Anleger wieder auf den drohenden Angebotsüberhang, sagte Analyst Daniel Hynes von der ANZ Bank. Die Mitglieder des Exportkartells Opec+ wollen ab November täglich 137.000 Barrel mehr Erdöl fördern.
Gold(XAU=) kostete am Freitag 3994 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), nachdem es am Mittwoch erstmals die Marke von 4000 Dollar übersprungen hatte. Börsianer rechnen jedoch wegen des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und unsicherer Konjunkturaussichten mit einer raschen Fortsetzung der Rally. Einige halten einen Kurs von 6000 Dollar im kommenden Frühjahr für möglich. Im laufenden Jahr hat die "Antikrisen-Währung" mehr als 50 Prozent zugelegt.
Die Aktien von Energiekontor(EKTG.DE) steuerten dagegen mit einem Minus von zeitweise 21 Prozent auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu. Dem Wind- und Solarparkbetreiber zufolge wird der Gewinn wegen Verzögerungen bei Projekten in Deutschland sowie beim geplanten Verkauf von Windkraftanlagen in Großbritannien deutlich geringer ausfallen als bislang gedacht.
In Mailand gewannen die Titel von Stellantis(STLAM.MI) 1,7 Prozent. Dank einer robusten Nordamerika-Nachfrage lieferte die Opel-Mutter im dritten Quartal 13 Prozent mehr Fahrzeuge aus als im Vorjahreszeitraum. Konkurrent Volkswagen(VOWG_p.DE) konnte seine Schwäche in Nordamerika und China mit Wachstum in Europa und Südamerika ausgleichen. Die Papiere des Wolfsburger Konzerns hielten sich knapp im Plus.
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VORSCHAU-Dax flirtet weiter mit 25.000-Punkte-Marke [nL5N3VN0GA]
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(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.10.25
10:12
Reuters
(Neu: Europäische Börsen, Devisen, Anleihen, Rohstoffe, Stellantis, VW)
Frankfurt, 10. Okt (Reuters) - Nach der jüngsten Rekordjagd lassen Dax(.GDAXI)-Anleger die Börsenwoche ruhig ausklingen. "Durchatmen ist angesagt", sagte Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. Die Chancen für eine Fortsetzung der Rally in der kommenden Woche stünden aber gut. "Die Vorfreude und positive Anspannung mit Blick auf die Quartalsberichtssaison sind deutlich spürbar. Die Messlatte liegt hoch, aber nicht zu hoch."
Am Freitagvormittag notierten Dax(.GDAXI) und EuroStoxx50(.STOXX50E) jeweils kaum verändert bei 24.597 beziehungsweise 5624 Punkten. Dem deutschen Leitindex fehlten damit nur etwa 1,5 Prozent zur psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Zählern. Diese Hürde könnte er in naher Zukunft überwinden, prognostizierte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst des Online-Brokers CMC Markets. "Der wieder schwächere Euro(EUR=) gibt dem exportabhängigen Teil des Index Rückenwind." Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,1571 Dollar knapp über ihrem am Donnerstag markierten Zweieinhalb-Monats-Tief. Die Haushalts- und Regierungskrise in Frankreich lastet auf der Stimmung.
An den Anleihemärkten ging die Nervosität dagegen zurück. Die Rendite der zehnjährigen(FR10YT=RR) französischen Anleihen lagen mit 3,495 Prozent gut 0,1 Prozentpunkte unter ihrem Hoch vom Wochenbeginn. Nach dem überraschenden Rücktritt des Ministerpräsidenten Sébastien Lecornu wollte Präsident Emmanuel Macron am Freitag einen Nachfolger benennen. Sollte dieser die Staatsverschuldung jedoch nicht in den Griff bekommen, seien vorgezogene Neuwahlen unausweichlich, warnte Anlagestratege Neil Wilson vom Brokerhaus Saxo Markets.
GAZA-DEAL DRÜCKT ÖLPREIS - GOLD KNAPP UNTER 4000 DOLLAR
Am Rohstoffmarkt fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 64,82 Dollar. Die Aussicht auf ein Ende des Gaza-Krieges lenke die Aufmerksamkeit der Anleger wieder auf den drohenden Angebotsüberhang, sagte Analyst Daniel Hynes von der ANZ Bank. Die Mitglieder des Exportkartells Opec+ wollen ab November täglich 137.000 Barrel mehr Erdöl fördern.
Gold(XAU=) kostete am Freitag 3994 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), nachdem es am Mittwoch erstmals die Marke von 4000 Dollar übersprungen hatte. Börsianer rechnen jedoch wegen des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und unsicherer Konjunkturaussichten mit einer raschen Fortsetzung der Rally. Einige halten einen Kurs von 6000 Dollar im kommenden Frühjahr für möglich. Im laufenden Jahr hat die "Antikrisen-Währung" mehr als 50 Prozent zugelegt.
GEWINNWARNUNG SCHICKT ENERGIEKONTOR AUF TALFAHRT
Die Aktien von Energiekontor(EKTG.DE) steuerten dagegen mit einem Minus von zeitweise 21 Prozent auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu. Dem Wind- und Solarparkbetreiber zufolge wird der Gewinn wegen Verzögerungen bei Projekten in Deutschland sowie beim geplanten Verkauf von Windkraftanlagen in Großbritannien deutlich geringer ausfallen als bislang gedacht.
In Mailand gewannen die Titel von Stellantis(STLAM.MI) 1,7 Prozent. Dank einer robusten Nordamerika-Nachfrage lieferte die Opel-Mutter im dritten Quartal 13 Prozent mehr Fahrzeuge aus als im Vorjahreszeitraum. Konkurrent Volkswagen(VOWG_p.DE) konnte seine Schwäche in Nordamerika und China mit Wachstum in Europa und Südamerika ausgleichen. Die Papiere des Wolfsburger Konzerns hielten sich knapp im Plus.
VORSCHAU-Dax flirtet weiter mit 25.000-Punkte-Marke [nL5N3VN0GA]
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)