18.09.25
16:32
Reuters
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Fed signalisiert weitere Zinssenkungen
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Wall Street auf Rekordhoch
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Französische Bond-Rendite erstmals über italienischer
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Abspaltung von Conti-Tochter Aumovio
(Neu: Europäische Wall Street, Xetra-Schlusskurse, Gold, Frankreich, Nvidia/Intel)
| Frankfurt, 18. Sep (Reuters) - Die Aussicht auf eine |
| Serie von US-Zinssenkungen hat am Donnerstag Anleger in großem |
| Stil in die Aktienmärkte gelockt. Sie griffen dabei vor allem |
| bei Technologiewerten zu. Diese profitieren von einer lockeren |
| Geldpolitik, weil sie ihr Wachstum und die Entwicklung neuer |
| Produkte häufig auf Pump finanzieren. |
Dax(.GDAXI) und EuroStoxx50(.STOXX50E) stiegen bis zum Abend um jeweils etwa eineinhalb Prozent auf 23.674,53 beziehungsweise 5456,37 Punkte. An der Wall Street kletterte der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) zeitweise auf ein Rekordhoch von 46.317,52 Zählern. Das Barometer der europäischen Branche(.SX8P) gewann 4,1 Prozent und verbuchte den größten Tagesgewinn seit mehr als fünf Monaten.
Die Notenbank Fed hatte am Mittwoch den Leitzins wie erwartet um einen Viertelprozentpunkt gesenkt. Außerdem stellte sie eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht. Den Forderungen nach XL-Zinsschritten erteilte Fed-Chef Jerome Powell jedoch eine Absage. Die Notenbank räume offenbar der Wiederbelebung des schwächelnden US-Arbeitsmarktes Priorität ein, sagte Anlagestratege Neil Wilson vom Brokerhaus Saxo Markets. Dafür nehme sie eine steigende Inflation in Kauf.
Für Devisenanleger stünden Powells zurückhaltende Äußerungen zum Tempo der erwarteten geldpolitischen Lockerungen im Mittelpunkt, erläuterte Scotiabank-Analyst Eric Theoret. Sie hätten mit aggressiveren Tönen gerechnet. Aus diesem Grund beendete der Dollar-Index(=USD), der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, seine Talfahrt und legte 0,5 Prozent zu. Im Gegenzug verbilligte sich der Euro(EUR=) auf 1,1777 Dollar.
Die Erholung der Weltleitwährung setzte Gold(XAU=) ebenfalls zu, weil es für Investoren außerhalb der USA unattraktiver wird. Das als Inflationsschutz betrachtete Edelmetall verbilligte sich um ein halbes Prozent auf 3642 Dollar je Feinunze. Eine Trendwende sei dies allerdings nicht, betonte der unabhängige Analyst Ross Norman. "Die Gold-Rally geht weiter und neue Rekordhochs sind nur eine Frage der Zeit."
Am europäischen Anleihemarkt bereitete die Haushaltskrise Frankreichs Investoren Kopfschmerzen. Sie warfen daher die Schuldtitel des Landes aus ihren Depots und trieben die Rendite der zehnjährigen(FR10YT=RR) Bonds auf bis zu 3,541 Prozent. Damit rentierten diese Papiere vorübergehend erstmals höher als ihre italienischen(IT10YT=RR) Pendants.
Bei den deutschen Aktienwerten gehörten der Softwarekonzern SAP(SAPG.DE) und der Chip-Hersteller Infineon(IFXGn.DE) mit Kursgewinnen von X Prozent zu den Favoriten. Außerdem rückte Aumovio(AMV0n.DE) ins Rampenlicht. Der von Continental(CONG.DE) abgespaltene Autozulieferer debütierte an der Börse und war für einen Tag Mitglied im Dax. Aumovio-Titel stiegen auf bis zu 38,72 Euro. Damit wurde das Unternehmen mit rund vier Milliarden Euro bewertet. Conti-Papiere fielen dagegen um 22 Prozent auf 56,94 Euro.
An der Wall Street sorgte der milliardenschwere Einstieg des weltgrößten Halbleiter-Herstellers Nvidia(NVDA.O) beim angeschlagenen Rivalen Intel(INTC.O) für Aufsehen. Die beiden US-Konzerne wollen gemeinsam Prozessoren für PCs und Rechenzentren entwickeln. Intel-Aktien stiegen daraufhin um bis zu 30 Prozent. Der ehemalige Brancheprimus sei auf die Partnerschaft angewiesen, sagte Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank. Da Intel den KI-Trend verschlafen hat, hätten viele Anleger bisher an der Zukunft der Firma gezweifelt.
(Bericht von Anika Ross. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.09.25
16:32
Reuters
Frankfurt, 18. Sep (Reuters) - Die Aussicht auf eine Serie von US-Zinssenkungen hat am Donnerstag Anleger in großem Stil in die Aktienmärkte gelockt. Sie griffen dabei vor allem bei Technologiewerten zu. Diese profitieren von einer lockeren Geldpolitik, weil sie ihr Wachstum und die Entwicklung neuer Produkte häufig auf Pump finanzieren.
Dax(.GDAXI) und EuroStoxx50(.STOXX50E) stiegen bis zum Abend um jeweils etwa eineinhalb Prozent auf 23.674,53 beziehungsweise 5456,37 Punkte. An der Wall Street kletterte der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) zeitweise auf ein Rekordhoch von 46.317,52 Zählern. Das Barometer der europäischen Branche(.SX8P) gewann 4,1 Prozent und verbuchte den größten Tagesgewinn seit mehr als fünf Monaten.
Die Notenbank Fed hatte am Mittwoch den Leitzins wie erwartet um einen Viertelprozentpunkt gesenkt. Außerdem stellte sie eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht. Den Forderungen nach XL-Zinsschritten erteilte Fed-Chef Jerome Powell jedoch eine Absage. Die Notenbank räume offenbar der Wiederbelebung des schwächelnden US-Arbeitsmarktes Priorität ein, sagte Anlagestratege Neil Wilson vom Brokerhaus Saxo Markets. Dafür nehme sie eine steigende Inflation in Kauf.
DOLLAR ERHOLT - FRANZÖSISCHE ANLEIHEN UNTER DRUCK
Für Devisenanleger stünden Powells zurückhaltende Äußerungen zum Tempo der erwarteten geldpolitischen Lockerungen im Mittelpunkt, erläuterte Scotiabank-Analyst Eric Theoret. Sie hätten mit aggressiveren Tönen gerechnet. Aus diesem Grund beendete der Dollar-Index(=USD), der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, seine Talfahrt und legte 0,5 Prozent zu. Im Gegenzug verbilligte sich der Euro(EUR=) auf 1,1777 Dollar.
Die Erholung der Weltleitwährung setzte Gold(XAU=) ebenfalls zu, weil es für Investoren außerhalb der USA unattraktiver wird. Das als Inflationsschutz betrachtete Edelmetall verbilligte sich um ein halbes Prozent auf 3642 Dollar je Feinunze. Eine Trendwende sei dies allerdings nicht, betonte der unabhängige Analyst Ross Norman. "Die Gold-Rally geht weiter und neue Rekordhochs sind nur eine Frage der Zeit."
Am europäischen Anleihemarkt bereitete die Haushaltskrise Frankreichs Investoren Kopfschmerzen. Sie warfen daher die Schuldtitel des Landes aus ihren Depots und trieben die Rendite der zehnjährigen(FR10YT=RR) Bonds auf bis zu 3,541 Prozent. Damit rentierten diese Papiere vorübergehend erstmals höher als ihre italienischen(IT10YT=RR) Pendants.
SAP UND INFINEON GEFRAGT - CONTI-SPARTE AUMOVIO DEBÜTIERT
Bei den deutschen Aktienwerten gehörten der Softwarekonzern SAP(SAPG.DE) und der Chip-Hersteller Infineon(IFXGn.DE) mit Kursgewinnen von X Prozent zu den Favoriten. Außerdem rückte Aumovio(AMV0n.DE) ins Rampenlicht. Der von Continental(CONG.DE) abgespaltene Autozulieferer debütierte an der Börse und war für einen Tag Mitglied im Dax. Aumovio-Titel stiegen auf bis zu 38,72 Euro. Damit wurde das Unternehmen mit rund vier Milliarden Euro bewertet. Conti-Papiere fielen dagegen um 22 Prozent auf 56,94 Euro.
An der Wall Street sorgte der milliardenschwere Einstieg des weltgrößten Halbleiter-Herstellers Nvidia(NVDA.O) beim angeschlagenen Rivalen Intel(INTC.O) für Aufsehen. Die beiden US-Konzerne wollen gemeinsam Prozessoren für PCs und Rechenzentren entwickeln. Intel-Aktien stiegen daraufhin um bis zu 30 Prozent. Der ehemalige Brancheprimus sei auf die Partnerschaft angewiesen, sagte Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank. Da Intel den KI-Trend verschlafen hat, hätten viele Anleger bisher an der Zukunft der Firma gezweifelt.
(Bericht von Anika Ross. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)