15.10.26
07:20
Reuters
Frankfurt, 15. Okt (Reuters) - Der Dax ist am Donnerstag dem Ausverkauf im Technologiesektor in den USA und in Asien gefolgt. Der geringere Anteil an Chipaktien im deutschen Leitindex sowie eine Entspannung am Öl(LCOc1)(CLc1)- und Anleihemarkt(DE10YT=RR) begrenzten jedoch die Kursverluste. Der Dax(.GDAXI) notierte zur Eröffnung gut ein halbes Prozent tiefer bei 25.145,07 Punkten. Die Aktien von Infineon(IFXGn.DE) und Aixtron(AIXGn.DE) brachen um jeweils rund neun Prozent ein.
Die technologielastigen Leitindizes in Japan(.N225) und Südkorea(.KS11) hatten am Morgen rund fünf und 7,5 Prozent im Minus geschlossen, beim Nasdaq(.IXIC) in den USA hatte das Minus am Mittwoch bei knapp zwei Prozent gelegen. "Das sind keine klassischen Gewinnmitnahmen. Das ist eine echte Sorge vor einer massiven Korrektur. Bei klassischen Gewinnmitnahmen wäre das Verkaufstempo deutlich geringer", kommentierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. Die hohen Bewertungen der Technologieaktien würden zunehmend kritisch gesehen. Die gestiegenen Zinsen, die die Finanzierungskosten erhöhen, trügen zu den Sorgen bei.
Selbst die überraschend starken Ergebnisse des taiwanischen Halbleiterkonzerns TSMC hätten die Anleger nicht beruhigt, sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Wenn selbst gute Nachrichten nicht mehr gekauft werden, sondern zum Ausstieg genutzt werden, ist das ein deutliches Warnsignal für die Börsen."
Bei den deutschen Einzelwerten außerhalb des Technologiesektors rutschten die Aktien von Drägerwerk(DRWG_p.DE) nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen um 4,5 Prozent ab. Der Medizintechnikkonzern hat im dritten Quartal weniger verdient als vor Jahresfrist.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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15.10.26
07:20
Reuters
Frankfurt, 15. Okt (Reuters) - Der Dax ist am Donnerstag dem Ausverkauf im Technologiesektor in den USA und in Asien gefolgt. Der geringere Anteil an Chipaktien im deutschen Leitindex sowie eine Entspannung am Öl(LCOc1)(CLc1)- und Anleihemarkt(DE10YT=RR) begrenzten jedoch die Kursverluste. Der Dax(.GDAXI) notierte zur Eröffnung gut ein halbes Prozent tiefer bei 25.145,07 Punkten. Die Aktien von Infineon(IFXGn.DE) und Aixtron(AIXGn.DE) brachen um jeweils rund neun Prozent ein.
Die technologielastigen Leitindizes in Japan(.N225) und Südkorea(.KS11) hatten am Morgen rund fünf und 7,5 Prozent im Minus geschlossen, beim Nasdaq(.IXIC) in den USA hatte das Minus am Mittwoch bei knapp zwei Prozent gelegen. "Das sind keine klassischen Gewinnmitnahmen. Das ist eine echte Sorge vor einer massiven Korrektur. Bei klassischen Gewinnmitnahmen wäre das Verkaufstempo deutlich geringer", kommentierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. Die hohen Bewertungen der Technologieaktien würden zunehmend kritisch gesehen. Die gestiegenen Zinsen, die die Finanzierungskosten erhöhen, trügen zu den Sorgen bei.
Selbst die überraschend starken Ergebnisse des taiwanischen Halbleiterkonzerns TSMC hätten die Anleger nicht beruhigt, sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Wenn selbst gute Nachrichten nicht mehr gekauft werden, sondern zum Ausstieg genutzt werden, ist das ein deutliches Warnsignal für die Börsen."
Bei den deutschen Einzelwerten außerhalb des Technologiesektors rutschten die Aktien von Drägerwerk(DRWG_p.DE) nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen um 4,5 Prozent ab. Der Medizintechnikkonzern hat im dritten Quartal weniger verdient als vor Jahresfrist.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)