17.07.26
08:35
Reuters
Frankfurt, 17. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.30 Uhr - Der Geschäftsbericht des britischen Luxusgüterkonzerns(BRBY.L) hat die Anleger nicht überzeugt. Die Papiere geben an der Börse in London fast 5,5 Prozent nach und sind damit die größten Verlierer im Leitindex FTSE 100(.FTSE). Burberry verzeichnete im abgelaufenen Quartal dank einer starken Nachfrage in den USA und China zwar ein Umsatzplus. Allerdings verbuchte der Konzern in Europa und im Nahen Osten einen Rückgang um drei Prozent. Als Grund nannte der für seine Trenchcoats und das beige-schwarze Karomuster bekannte Konzern den Krieg im Iran, der die Ausgaben von Touristen in Europa gedämpft habe. Zudem seien die wichtigsten Maßnahmen für eine Erholung der Profitabilität in China nun bereits umgesetzt, schreiben die Analysten von Jefferies. Dazu gehörten etwa die Neuausrichtung der Marke und Kostensenkungen. Eine künftige Verbesserung der Margen hänge daher maßgeblich von einem überdurchschnittlichen Umsatzwachstum ab.
10.05 Uhr - Ein überraschend hoher Quartalsgewinn gibt den Aktien des schwedischen Rüstungskonzerns Saab(SAABb.ST) Auftrieb. Die Papiere verteuern sich an der Börse in Stockholm um rund 3,5 Prozent. Der operative Gewinn sei im zweiten Quartal auf 2,79 Milliarden schwedische Kronen (rund 253 Millionen Euro) gestiegen, teilte der Hersteller des Kampfjets Gripen mit. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,98 Milliarden Kronen. Von LSEG befragte Analysten hatten im Schnitt mit 2,48 Milliarden Kronen gerechnet. Hintergrund sei eine hohe Nachfrage in den wichtigsten Märkten des Konzerns infolge der Aufrüstung Europas wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine. Um diese zu bedienen, konzentriere sich Saab nun darauf, seine Kapazitäten zu erweitern.
09.30 Uhr - Nach erneuten Angriffen im Nahen Osten arbeiten sich die Ölpreise weiter nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuern sich um jeweils rund ein halbes Prozent auf 84,60 und 79,64 Dollar je Fass (159 Liter). Auf Wochensicht kommen sie auf ein Plus von jeweils rund elf Prozent - das größte seit rund drei Monaten. Auslöser sind die zunehmenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran, die den Ölhandel durch die Straße von Hormus einschränken, sowie die Aufforderung Irans an die Huthi-Miliz, sich auf eine Schließung der Exportroute über das Rote Meer vorzubereiten. "Die Gefahr, dass das Rote Meer zu einem weiteren Brennpunkt für Lieferunterbrechungen wird, verkompliziert die Aussichten für den globalen Ölmarkt zusätzlich", kommentiert Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM. Auch der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnt: "Wir sollten besorgt sein, und ich bin besorgt, wenn sich die Situation in den nächsten Wochen nicht verbessert."
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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