08.07.26
07:35
Reuters
Frankfurt, 08. Jul (Reuters) - Neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Dax(.GDAXI) am Mittwoch belastet. Der deutsche Leitindex verlor in den ersten Minuten 1,1 Prozent auf 25.184 Zähler und entfernte sich damit wieder deutlich von seinem zuletzt erreichten Rekordhoch von 25.900,10 Punkten. "Der rasante Höhenflug des Dax hat vorerst ein Ende gefunden", sagte Frank Sohlleder von ActivTrades.
Die USA haben nach Attacken auf drei Tanker in der Straße von Hormus eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet und Teheran eine wichtige Lizenz zum Verkauf von Öl entzogen. Investoren fürchten nun, dass der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ins Wanken geraten könnte. Die jüngsten Entwicklungen stellten vielleicht keine Abkehr vom Friedensprozess dar, erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Sie sind aber eine Entwicklung in die falsche Richtung."
Die Ölpreise legten als Reaktion auf die Eskalation deutlich zu. Seit Dienstag haben sich das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) um jeweils gut sechs Prozent auf 76,59 beziehungsweise 72,73 Dollar je Fass verteuert.
Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Aktien von MTU(MTXGn.DE) mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent. Im MDax(.MDAXI) ging es für die Papiere der Lufthansa(LHAG.DE) nach einer Verkaufsempfehlung der Citigroup 3,6 Prozent bergab.
Im Fokus stehen neben der Entwicklung in Nahost auch die Protokolle der ersten Zinssitzung der US-Notenbank unter Leitung des neuen Chefs Kevin Warsh. Sie werden am Abend veröffentlicht. Börsianer hoffen auf Einblicke in die internen Diskussionen über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed. Die Währungshüter hatten den Leitzins auf der Sitzung im Juni konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert. Ein Schwächeanfall am US-Jobmarkt hatte zuletzt die Spekulationen über eine Zinserhöhung gedämpft.
(Bericht von: Daniela Pegna, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |
08.07.26
07:35
Reuters
Frankfurt, 08. Jul (Reuters) - Neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Dax(.GDAXI) am Mittwoch belastet. Der deutsche Leitindex verlor in den ersten Minuten 1,1 Prozent auf 25.184 Zähler und entfernte sich damit wieder deutlich von seinem zuletzt erreichten Rekordhoch von 25.900,10 Punkten. "Der rasante Höhenflug des Dax hat vorerst ein Ende gefunden", sagte Frank Sohlleder von ActivTrades.
Die USA haben nach Attacken auf drei Tanker in der Straße von Hormus eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet und Teheran eine wichtige Lizenz zum Verkauf von Öl entzogen. Investoren fürchten nun, dass der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ins Wanken geraten könnte. Die jüngsten Entwicklungen stellten vielleicht keine Abkehr vom Friedensprozess dar, erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Sie sind aber eine Entwicklung in die falsche Richtung."
Die Ölpreise legten als Reaktion auf die Eskalation deutlich zu. Seit Dienstag haben sich das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) um jeweils gut sechs Prozent auf 76,59 beziehungsweise 72,73 Dollar je Fass verteuert.
Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Aktien von MTU(MTXGn.DE) mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent. Im MDax(.MDAXI) ging es für die Papiere der Lufthansa(LHAG.DE) nach einer Verkaufsempfehlung der Citigroup 3,6 Prozent bergab.
Im Fokus stehen neben der Entwicklung in Nahost auch die Protokolle der ersten Zinssitzung der US-Notenbank unter Leitung des neuen Chefs Kevin Warsh. Sie werden am Abend veröffentlicht. Börsianer hoffen auf Einblicke in die internen Diskussionen über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed. Die Währungshüter hatten den Leitzins auf der Sitzung im Juni konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert. Ein Schwächeanfall am US-Jobmarkt hatte zuletzt die Spekulationen über eine Zinserhöhung gedämpft.
(Bericht von: Daniela Pegna, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: