22.06.26
17:54
Reuters
* Brent-Rohöl verbilligt sich um vier Prozent
* Nasdaq büßt gut ein Prozent ein
* Google & Co geben nach
* SpaceX-Aktie rutscht ab
(Schwerpunkt US-Börsen)
22. Jun (Reuters) - Verluste bei großen Technologiekonzernen haben die US-Börsen zum Wochenanfang teilweise ins Minus gedrückt. Während der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte um 0,4 Prozent auf 51.760 Punkte zulegte, verlor der breiter gefasste S&P 500(.SPX) 0,3 Prozent auf 7478 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab gut ein Prozent auf 26.216 Punkte nach. Neben der Umschichtung aus dem Tech-Sektor behielten Anleger auch die Straße von Hormus im Blick, nachdem die USA und der Iran Fortschritte bei ihrer ersten Gesprächsrunde in der Schweiz gemeldet hatten. In Europa hatten die Kurse leicht zugelegt.
Öl der Nordseesorte Brent(LCOc1) verbilligte sich um gut vier Prozent auf bis zu 77,23 Dollar je Barrel; der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) fiel um knapp drei Prozent auf 74,45 Dollar je Barrel. US-Vizepräsident JD Vance sprach von Fortschritten bei den Verhandlungen. Zudem sei die Straße von Hormus offen, was die Furcht vor Engpässen linderte. Der Iran habe seine Ölexporte wieder aufgenommen, die durch die US-Seeblockade unterbrochen worden waren, sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. "Die Freigabe dieser Ölmengen bedeutet zusätzliches Angebot auf dem Markt." Die Wiederherstellung der Lieferkette bleibe aber eine Herausforderung. Zwei Rohöltanker mit knapp zwei Millionen Barrel Öl an Bord durchfuhren am Montag die Straße von Hormus, wie Schiffsverfolgungsdaten zeigten.
Die jüngste, von der Künstlichen Intelligenz (KI) getriebene Rally an der Wall Street geriet ins Stocken, da Investoren die hohen Ausgaben der sogenannten Hyperscaler zunehmend kritisch sahen. Diese Technologiegiganten nehmen derzeit viel Geld in die Hand, um ihre Infrastruktur auszubauen. "In diesem Markt gibt es eine Unterscheidung zwischen denjenigen, die die Schecks erhalten, wie etwa Speicher- und DRAM-Anbieter, und denjenigen, die die Schecks ausstellen", sagte David Wagner, Portfoliomanager bei Aptus Capital Advisors. Die Aussteller der Schecks hätten in diesem Jahr größtenteils unterdurchschnittlich abgeschnitten. Aktien von Alphabet(GOOGL.O) fielen um sechs Prozent. Meta(META.O), Amazon(AMZN.O) und Microsoft(MSFT.O) verbilligten sich zwischen drei und fünf Prozent.
Im Gegensatz zu den Software- und Internetgiganten zeigten sich Halbleiterwerte robust. Der Branchenindex Philadelphia SE Semiconductor(.SOX) stieg um ein Prozent auf ein Rekordhoch. Die Papiere von Micron(MU.O) und Sandisk(SNDK.O) gewannen jeweils rund fünf Prozent. Micron wird am Mittwoch seine Quartalszahlen vorlegen; die Aktien des Speicherchip-Herstellers sind in diesem Jahr bereits um fast 300 Prozent gestiegen.
Erneut unter Druck geriet dagegen die Aktie von SpaceX(SPCX.O), die mehr als zehn Prozent auf bis zu 165 Dollar abrutschte. Das von Elon Musk geführte Raumfahrtunternehmen hatte am Montag seine erste Anleiheemission auf den Weg gebracht. Nach der rasanten Rally im Anschluss an den Rekord-Börsengang gaben die Titel damit den dritten Handelstag in Folge nach.
Für Aufsehen sorgte zudem eine Milliardenübernahme im Pharmasektor: Die Aktien von Apogee Therapeutics(APGE.O) sprangen um fast 47 Prozent in die Höhe. Zuvor hatte AbbVie(ABBV.O) mitgeteilt, das Biotech-Unternehmen für 10,9 Milliarden Dollar in bar übernehmen zu wollen. AbbVie-Titel legten um sechs Prozent zu.
Der Erfolg des neuen "Toy Story"-Films ließ die Titel der US-Kinokette AMC(AMC.N) zeitweise um 3,5 Prozent steigen. AMC teilte mit, das vergangene Wochenende sei in den USA dank des Debüts von "Toy Story 5" das besucherstärkste des gesamten Jahres gewesen. Die von Disney(DIS.N) und Pixar produzierte Fortsetzung von "Toy Story" spielte am Wochenende in den USA laut Medienberichten 160 Millionen Dollar ein.
(Bericht von Twesha Dikshit und Joel Jose, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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22.06.26
17:54
Reuters
(Schwerpunkt US-Börsen) 22. Jun (Reuters) - Verluste bei großen Technologiekonzernen haben die US-Börsen zum Wochenanfang teilweise ins Minus gedrückt. Während der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte um 0,4 Prozent auf 51.760 Punkte zulegte, verlor der breiter gefasste S&P 500(.SPX) 0,3 Prozent auf 7478 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab gut ein Prozent auf 26.216 Punkte nach. Neben der Umschichtung aus dem Tech-Sektor behielten Anleger auch die Straße von Hormus im Blick, nachdem die USA und der Iran Fortschritte bei ihrer ersten Gesprächsrunde in der Schweiz gemeldet hatten. In Europa hatten die Kurse leicht zugelegt.
Öl der Nordseesorte Brent(LCOc1) verbilligte sich um gut vier Prozent auf bis zu 77,23 Dollar je Barrel; der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) fiel um knapp drei Prozent auf 74,45 Dollar je Barrel. US-Vizepräsident JD Vance sprach von Fortschritten bei den Verhandlungen. Zudem sei die Straße von Hormus offen, was die Furcht vor Engpässen linderte. Der Iran habe seine Ölexporte wieder aufgenommen, die durch die US-Seeblockade unterbrochen worden waren, sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. "Die Freigabe dieser Ölmengen bedeutet zusätzliches Angebot auf dem Markt." Die Wiederherstellung der Lieferkette bleibe aber eine Herausforderung. Zwei Rohöltanker mit knapp zwei Millionen Barrel Öl an Bord durchfuhren am Montag die Straße von Hormus, wie Schiffsverfolgungsdaten zeigten.
SPACEX-AKTIE GIBT WEITER NACH
Die jüngste, von der Künstlichen Intelligenz (KI) getriebene Rally an der Wall Street geriet ins Stocken, da Investoren die hohen Ausgaben der sogenannten Hyperscaler zunehmend kritisch sahen. Diese Technologiegiganten nehmen derzeit viel Geld in die Hand, um ihre Infrastruktur auszubauen. "In diesem Markt gibt es eine Unterscheidung zwischen denjenigen, die die Schecks erhalten, wie etwa Speicher- und DRAM-Anbieter, und denjenigen, die die Schecks ausstellen", sagte David Wagner, Portfoliomanager bei Aptus Capital Advisors. Die Aussteller der Schecks hätten in diesem Jahr größtenteils unterdurchschnittlich abgeschnitten. Aktien von Alphabet(GOOGL.O) fielen um sechs Prozent. Meta(META.O), Amazon(AMZN.O) und Microsoft(MSFT.O) verbilligten sich zwischen drei und fünf Prozent.
Im Gegensatz zu den Software- und Internetgiganten zeigten sich Halbleiterwerte robust. Der Branchenindex Philadelphia SE Semiconductor(.SOX) stieg um ein Prozent auf ein Rekordhoch. Die Papiere von Micron(MU.O) und Sandisk(SNDK.O) gewannen jeweils rund fünf Prozent. Micron wird am Mittwoch seine Quartalszahlen vorlegen; die Aktien des Speicherchip-Herstellers sind in diesem Jahr bereits um fast 300 Prozent gestiegen.
Erneut unter Druck geriet dagegen die Aktie von SpaceX(SPCX.O), die mehr als zehn Prozent auf bis zu 165 Dollar abrutschte. Das von Elon Musk geführte Raumfahrtunternehmen hatte am Montag seine erste Anleiheemission auf den Weg gebracht. Nach der rasanten Rally im Anschluss an den Rekord-Börsengang gaben die Titel damit den dritten Handelstag in Folge nach.
Für Aufsehen sorgte zudem eine Milliardenübernahme im Pharmasektor: Die Aktien von Apogee Therapeutics(APGE.O) sprangen um fast 47 Prozent in die Höhe. Zuvor hatte AbbVie(ABBV.O) mitgeteilt, das Biotech-Unternehmen für 10,9 Milliarden Dollar in bar übernehmen zu wollen. AbbVie-Titel legten um sechs Prozent zu.
Der Erfolg des neuen "Toy Story"-Films ließ die Titel der US-Kinokette AMC(AMC.N) zeitweise um 3,5 Prozent steigen. AMC teilte mit, das vergangene Wochenende sei in den USA dank des Debüts von "Toy Story 5" das besucherstärkste des gesamten Jahres gewesen. Die von Disney(DIS.N) und Pixar produzierte Fortsetzung von "Toy Story" spielte am Wochenende in den USA laut Medienberichten 160 Millionen Dollar ein.
(Bericht von Twesha Dikshit und Joel Jose, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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