20.02.26
21:35
Reuters
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| Oberster Gerichtshof lehnt Trumps globale Zölle ab |
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| Unsicherheit um mögliche Rückerstattungen |
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| US-Wirtschaftswachstum verlangsamt sich im vierten Quartal |
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| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 20. Feb (Reuters) - Das Urteil des Obersten |
| Gerichtshofs gegen die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump |
| hat die US-Börsen zum Wochenausklang angeschoben. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss am Freitag 0,5 |
| Prozent höher bei 49.629 Punkten. Der breiter gefasste S&P |
| 500 rückte um 0,7 Prozent auf 6910 Zähler vor. Der Index |
| der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 0,9 Prozent auf 22.890 |
| Punkte. |
Der Supreme Court hatte zuvor mit einer konservativen Mehrheit von sechs zu drei Stimmen entschieden, dass Trumps im vergangenen Jahr verhängte globale Zölle unzulässig seien. Die Regierung hatte die Abgaben damals mit einem Notstandsgesetz begründet. Trump bezeichnete das Urteil als "Schande". Er kündigte im Gegenzug an, für 150 Tage einen globalen Zoll von zehn Prozent zu erheben. Dabei berief er sich auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 ("Trade Act").
"Dieses Urteil hat weitreichende Konsequenzen für die Grenzen der Macht des US-Präsidenten und die Machtteilung zwischen Legislative und Exekutive, wirkt aber auch als makroökonomischer Katalysator für Aktien, Anleihen, Währungen und den globalen Handel", sagte Rob Burdett, Investmentexperte bei Nedgroup Investments.
Tausende Unternehmen weltweit hatten gegen die Maßnahmen geklagt und eine Rückerstattung der von ihnen gezahlten Abgaben gefordert. Rückzahlungen könnten zu einem höheren Defizit in der Staatskasse und einer möglichen Verschlechterung der Kreditbewertungen für die USA führen, sagte Phil Blancato, Chefmarktstratege bei Osaic. Ein Anstieg der Bondrenditen könnte einen "erheblichen Gegenwind für die Märkte" erzeugen, warnte Eddie Ghabour, Chef von KEY Advisors Wealth Management.
Anleger zeigten sich erleichtert, dass die von Trump neu angekündigten Abgaben nicht höher ausfielen. "Heute wurde eine gewisse Unsicherheit beseitigt, und wir gehen zur nächsten Phase über", sagte Mike Dickson, Strategiechef bei Horizon Investments. Tausende Unternehmen weltweit hatten gegen die ursprünglichen Zölle geklagt. Ökonomen des Penn-Wharton Budget Model schätzen, dass nun Zolleinnahmen von mehr als 175 Milliarden Dollar zurückgezahlt werden müssen.
Gefragt waren am Freitag vor allem die Schwergewichte der Technologiebranche wie die Google-Mutter Alphabet(GOOGL.O) (plus 4 Prozent), Amazon(AMZN.O) (plus 2,6 Prozent) und Apple(AAPL.O) (plus 1,5 Prozent). Auch Aktien von Unternehmen, die unter den Zöllen gelitten hatten, legten zu. Dazu gehörten der Online-Möbelhändler Wayfair(W.N) (plus 2,3 Prozent) und der Luxus-Einrichter RH(RH.N) (plus 1,5 Prozent).
Akamai Technologies(AKAM.O) stürzte dagegen um 14 Prozent ab. Der Cloud-Dienstleister hatte für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn in Aussicht gestellt, der unter den Markterwartungen lag.
Konjunkturdaten lieferten ein gemischtes Bild. Das US-Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im vierten Quartal stärker als erwartet, während die Inflation im Dezember anzog. Händler sehen laut dem FedWatch-Tool der CME eine Wahrscheinlichkeit von gut 50 Prozent, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen bis zur Sitzung im Juni senken wird.
Mit Spannung warten Investoren nun auf die Quartalszahlen von Nvidia(NVDA.O) am kommenden Mittwoch. Diese gelten als Gradmesser für den Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI).
(Bericht von Sruthi Shankar and Shashwat Chauhan, Anika Ross und Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
20.02.26
21:35
Reuters
Frankfurt, 20. Feb (Reuters) - Das Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat die US-Börsen zum Wochenausklang angeschoben. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss am Freitag 0,5 Prozent höher bei 49.629 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,7 Prozent auf 6910 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 0,9 Prozent auf 22.890 Punkte.
Der Supreme Court hatte zuvor mit einer konservativen Mehrheit von sechs zu drei Stimmen entschieden, dass Trumps im vergangenen Jahr verhängte globale Zölle unzulässig seien. Die Regierung hatte die Abgaben damals mit einem Notstandsgesetz begründet. Trump bezeichnete das Urteil als "Schande". Er kündigte im Gegenzug an, für 150 Tage einen globalen Zoll von zehn Prozent zu erheben. Dabei berief er sich auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 ("Trade Act").
"Dieses Urteil hat weitreichende Konsequenzen für die Grenzen der Macht des US-Präsidenten und die Machtteilung zwischen Legislative und Exekutive, wirkt aber auch als makroökonomischer Katalysator für Aktien, Anleihen, Währungen und den globalen Handel", sagte Rob Burdett, Investmentexperte bei Nedgroup Investments.
Tausende Unternehmen weltweit hatten gegen die Maßnahmen geklagt und eine Rückerstattung der von ihnen gezahlten Abgaben gefordert. Rückzahlungen könnten zu einem höheren Defizit in der Staatskasse und einer möglichen Verschlechterung der Kreditbewertungen für die USA führen, sagte Phil Blancato, Chefmarktstratege bei Osaic. Ein Anstieg der Bondrenditen könnte einen "erheblichen Gegenwind für die Märkte" erzeugen, warnte Eddie Ghabour, Chef von KEY Advisors Wealth Management.
Anleger zeigten sich erleichtert, dass die von Trump neu angekündigten Abgaben nicht höher ausfielen. "Heute wurde eine gewisse Unsicherheit beseitigt, und wir gehen zur nächsten Phase über", sagte Mike Dickson, Strategiechef bei Horizon Investments. Tausende Unternehmen weltweit hatten gegen die ursprünglichen Zölle geklagt. Ökonomen des Penn-Wharton Budget Model schätzen, dass nun Zolleinnahmen von mehr als 175 Milliarden Dollar zurückgezahlt werden müssen.
Gefragt waren am Freitag vor allem die Schwergewichte der Technologiebranche wie die Google-Mutter Alphabet(GOOGL.O) (plus 4 Prozent), Amazon(AMZN.O) (plus 2,6 Prozent) und Apple(AAPL.O) (plus 1,5 Prozent). Auch Aktien von Unternehmen, die unter den Zöllen gelitten hatten, legten zu. Dazu gehörten der Online-Möbelhändler Wayfair(W.N) (plus 2,3 Prozent) und der Luxus-Einrichter RH(RH.N) (plus 1,5 Prozent).
Akamai Technologies(AKAM.O) stürzte dagegen um 14 Prozent ab. Der Cloud-Dienstleister hatte für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn in Aussicht gestellt, der unter den Markterwartungen lag.
Konjunkturdaten lieferten ein gemischtes Bild. Das US-Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im vierten Quartal stärker als erwartet, während die Inflation im Dezember anzog. Händler sehen laut dem FedWatch-Tool der CME eine Wahrscheinlichkeit von gut 50 Prozent, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen bis zur Sitzung im Juni senken wird.
Mit Spannung warten Investoren nun auf die Quartalszahlen von Nvidia(NVDA.O) am kommenden Mittwoch. Diese gelten als Gradmesser für den Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI).
(Bericht von Sruthi Shankar and Shashwat Chauhan, Anika Ross und Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)