09.02.26
21:57
Reuters
*
| US-Technologieaktien erneut gefragt |
*
| Nasdaq-Index bei Kursgewinnen vorn |
*
| Dollar nach Japan-Wahl unter Druck |
*
| Aktien von Hims & Hers im Sinkflug |
| (Schlusskurse) |
| 09. Feb (Reuters) - Nach einem schwachen Beginn zum |
| Handelsstart haben sich die Anleger an der Wall Street im |
| Verlauf wieder optimistischer gezeigt und die Kurse damit ins |
| Plus gezogen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) schloss am Montag knapp |
| 0,1 Prozent fester mit 50.135 Punkten. Am Freitag hatte der |
| Index erstmals in seiner Geschichte die Marke von 50.000 |
| übersprungen. Der S&P 500 stieg am Montag um 0,5 Prozent |
| auf 6964 Stellen und der technologielastige Nasdaq-Index(.IXIC) |
| um 0,9 Prozent auf 23.239 Punkte. |
Nach den jüngsten Verlusten waren Technologieaktien wieder gefragt. Der KI-Chipkonzern Nvidia(NVDA.O) stieg um 2,5 Prozent, Microsoft(MSFT.O) legte um 3,1 Prozent und Oracle(ORCL.N) nach einer Kaufempfehlung gar um knapp zehn Prozent zu. In der Vorwoche hatten hohe Investitionspläne von Tech-Giganten wie Amazon(AMZN.O), Google(GOOGL.O), Meta(META.O) und Microsoft(MSFT.O) Anleger verschreckt. Die Konzerne wollen zusammen rund 650 Milliarden Dollar für den Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) ausgeben.
"650 Milliarden Dollar ist eine beeindruckende Zahl", sagte Anna Rathbun von Grenadilla Advisory. "Die Anleger sind also nicht an einen so hohen Preis für KI-Investitionen gewöhnt und sind auch vorsichtig, woher die Rendite dieser Investitionen kommen soll." Als nächster großer Test für KI-Aktien sehen Analysten die Ende des Monats anstehenden Quartalszahlen von Nvidia. Mit Spannung warteten Investoren zudem auf Wirtschaftsdaten, darunter den Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und Inflationsdaten am Freitag.
Am Devisenmarkt geriet der Dollar unter Druck. Einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge haben die chinesischen Aufsichtsbehörden Finanzinstitute angewiesen, ihr Engagement in US-Staatsanleihen zu drosseln. Auch die Entwicklungen in Japan tragen zur Dollar-Schwäche bei, wie Eugene Epstein von der Handelsbank Moneycorp konstatierte. Der haushohe Sieg von Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei der Parlamentswahl trieb den Tokioter Leitindex um bis zu 5,7 Prozent auf ein frisches Allzeithoch. Die japanische Währung schlug nach den starken Verlusten der vergangenen sechs Handelstage einen vorsichtigen Erholungskurs ein und stieg um rund ein halbes Prozent auf 156,52 zum Dollar.
Auch auf dem Edelmetallmarkt waren Schnäppchenjäger unterwegs. Der Silberpreis(XAG=) zog um knapp sieben Prozent auf 83,30 Dollar an, nachdem er in der Vorwoche abgerutscht war. Ende Januar hatte Silber mit 121,64 Dollar ein Allzeithoch erreicht. Der Goldpreis legte zum Wochenanfang ebenfalls erneut zu und stieg um 2,1 Prozent auf 5063 Dollar.
Bei den Einzelwerten sackten die Aktien der Telemedizin-Firma Hims & Hers(HIMS.N) um 16 Prozent ab. Nach Intervention der US-Arzneimittelbehörde FDA zog der Konzern eine günstigere Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk(NOVOb.CO) zurück. Die Aktie von Novo Nordisk sprang am Montag um 5,2 Prozent in die Höhe.
Im freien Fall waren die Aktien des IT-Dienstleisters Kyndryl(KD.N). Die Titel rauschten 55 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen Schwächen in der Finanzberichterstattung eingeräumt und die Vorlage seines Quartalsberichts verschoben hatte. Zudem gab die ehemalige IBM-Sparte den Abgang des Finanzchefs und des globalen Controllers bekannt.
Dagegen stiegen Papiere der Supermarktkette Kroger(KR.N) um 3,8 Prozent, nachdem die Ernennung des ehemaligen Walmart-Managers Greg Foran zum neuen Vorstandschef bekannt wurde.
(Bericht von Stefanie Geiger und Ralf Bode, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)
09.02.26
21:57
Reuters
Nach den jüngsten Verlusten waren Technologieaktien wieder gefragt. Der KI-Chipkonzern Nvidia(NVDA.O) stieg um 2,5 Prozent, Microsoft(MSFT.O) legte um 3,1 Prozent und Oracle(ORCL.N) nach einer Kaufempfehlung gar um knapp zehn Prozent zu. In der Vorwoche hatten hohe Investitionspläne von Tech-Giganten wie Amazon(AMZN.O), Google(GOOGL.O), Meta(META.O) und Microsoft(MSFT.O) Anleger verschreckt. Die Konzerne wollen zusammen rund 650 Milliarden Dollar für den Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) ausgeben.
"650 Milliarden Dollar ist eine beeindruckende Zahl", sagte Anna Rathbun von Grenadilla Advisory. "Die Anleger sind also nicht an einen so hohen Preis für KI-Investitionen gewöhnt und sind auch vorsichtig, woher die Rendite dieser Investitionen kommen soll." Als nächster großer Test für KI-Aktien sehen Analysten die Ende des Monats anstehenden Quartalszahlen von Nvidia. Mit Spannung warteten Investoren zudem auf Wirtschaftsdaten, darunter den Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und Inflationsdaten am Freitag.
Am Devisenmarkt geriet der Dollar unter Druck. Einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge haben die chinesischen Aufsichtsbehörden Finanzinstitute angewiesen, ihr Engagement in US-Staatsanleihen zu drosseln. Auch die Entwicklungen in Japan tragen zur Dollar-Schwäche bei, wie Eugene Epstein von der Handelsbank Moneycorp konstatierte. Der haushohe Sieg von Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei der Parlamentswahl trieb den Tokioter Leitindex um bis zu 5,7 Prozent auf ein frisches Allzeithoch. Die japanische Währung schlug nach den starken Verlusten der vergangenen sechs Handelstage einen vorsichtigen Erholungskurs ein und stieg um rund ein halbes Prozent auf 156,52 zum Dollar.
Auch auf dem Edelmetallmarkt waren Schnäppchenjäger unterwegs. Der Silberpreis(XAG=) zog um knapp sieben Prozent auf 83,30 Dollar an, nachdem er in der Vorwoche abgerutscht war. Ende Januar hatte Silber mit 121,64 Dollar ein Allzeithoch erreicht. Der Goldpreis legte zum Wochenanfang ebenfalls erneut zu und stieg um 2,1 Prozent auf 5063 Dollar.
Bei den Einzelwerten sackten die Aktien der Telemedizin-Firma Hims & Hers(HIMS.N) um 16 Prozent ab. Nach Intervention der US-Arzneimittelbehörde FDA zog der Konzern eine günstigere Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk(NOVOb.CO) zurück. Die Aktie von Novo Nordisk sprang am Montag um 5,2 Prozent in die Höhe.
Im freien Fall waren die Aktien des IT-Dienstleisters Kyndryl(KD.N). Die Titel rauschten 55 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen Schwächen in der Finanzberichterstattung eingeräumt und die Vorlage seines Quartalsberichts verschoben hatte. Zudem gab die ehemalige IBM-Sparte den Abgang des Finanzchefs und des globalen Controllers bekannt.
Dagegen stiegen Papiere der Supermarktkette Kroger(KR.N) um 3,8 Prozent, nachdem die Ernennung des ehemaligen Walmart-Managers Greg Foran zum neuen Vorstandschef bekannt wurde.
(Bericht von Stefanie Geiger und Ralf Bode, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)