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Baader Trading: Die offizielle Kurs- und Handelsplattform der Baader Bank

Die Berichtssaison startet mit den US-Großbanken und Tech-Schwergewicht ASML. Auf Makro-Ebene blicken Anleger auf US-Verbraucherpreise und Einzelhandelsdaten.
Wochenkalender KW 42: US-Inflation, ASML-Zahlen und Banken-Start
10.10.26•08:02
Termine

Montag, 12.10.

Zum Auftakt in die neue Handelswoche bleiben die US-Anleihemärkte aufgrund des Feiertags Columbus Day geschlossen. Die Aktienmärkte an der Wall Street sind zwar regulär geöffnet, erfahrungsgemäß ist jedoch mit geringeren Handelsvolumina und wenigen makroökonomischen Impulsen zu rechnen.

Dienstag, 13.10.

Die Berichtssaison für das dritte Quartal beginnt traditionell mit den Zahlen der großen US-Finanzinstitute. Am Dienstag legen JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Wells Fargo und die Citigroup ihre Bücher offen.
Anleger achten hier besonders auf Rückstellungen für Kreditausfälle, die Entwicklung der Zinsmargen und Aussagen zur allgemeinen Verfassung der US-Konsumenten. Die Bilanzen der Banken gelten als wichtiges Barometer für die konjunkturelle Gesundheit der weltgrößten Volkswirtschaft.
Parallel zu den Banken berichten mit Johnson & Johnson und der UnitedHealth Group zwei defensive Schwergewichte aus dem Dow Jones. Deren Prognosen geben Aufschluss über die Profitabilität im Gesundheits- und Versicherungssektor angesichts aktueller regulatorischer Vorgaben und der Kostenentwicklung.

Mittwoch, 14.10.

Am frühen Nachmittag (12:30 Uhr MEZ) veröffentlicht das Bureau of Labor Statistics die US-Inflationsdaten für den September. Diese Datenpunkte besitzen ein hohes Kurspotenzial, da sie die weitere Zinspolitik der Federal Reserve direkt beeinflussen.
Sollte die Kerninflation hartnäckiger ausfallen als vom Markt eingepreist, könnten Renditen von US-Staatsanleihen steigen und zinssensible Technologiewerte unter Druck geraten. Neben den Preisdaten liefert am Abend das Beige Book der Fed weitere Einblicke in die regionale Wirtschaftslage der USA.
Vor europäischem Börsenstart präsentiert der niederländische Ausrüster ASML seine Zahlen zum dritten Quartal. Als Monopolist für EUV-Lithographie-Systeme ist das Unternehmen der wichtigste europäische Gradmesser für die globale Halbleiterindustrie.
Im Fokus stehen der Auftragseingang (Bookings) sowie Ausblicke auf die Nachfrage aus dem KI-Segment und mögliche Auswirkungen von US-Exportbeschränkungen nach China. Die ASML-Zahlen bestimmen regelmäßig die Richtung für den gesamten europäischen Tech-Sektor.
Die Riege der Finanzwerte wird mit den Bilanzen der Bank of America, von Morgan Stanley und dem weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock fortgesetzt. Hier sind vor allem das Investmentbanking-Geschäft und die Zuflüsse in Anlageprodukte von Interesse.

Donnerstag, 15.10.

Nach ASML am Vortag legt am Donnerstag der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) nach. TSMC fertigt Prozessoren für Kunden wie Apple und Nvidia und gilt als das Herzstück der globalen Tech-Lieferkette.
Aussagen zur Auslastung der Fabriken und zur Nachfragedynamik bei High-Performance-Computing-Chips (HPC) für KI-Anwendungen werden den Handel bei Technologiewerten weltweit maßgeblich prägen.
Um 12:30 Uhr MEZ steht ein wichtiges Daten-Doppel in den USA an: Die Einzelhandelsumsätze für September geben Auskunft darüber, wie robust der amerikanische Konsument agiert. Zeitgleich werden die Erzeugerpreise (PPI) veröffentlicht, die als Vorläufer für die künftige Verbraucherinflation gelten.

Freitag, 16.10.

Zum Wochenschluss bestätigt Eurostat (09:00 Uhr MEZ) die finalen Verbraucherpreise (HICP) für die Eurozone im Monat September. Auch wenn starke Abweichungen von der Vorabschätzung selten sind, bleiben die Kerninflationsraten ein zentrales Puzzleteil für die künftigen Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank.
Am Nachmittag runden Daten zur Kapazitätsauslastung und Industrieproduktion in den USA (13:15 Uhr MEZ) den wöchentlichen Datenkalender ab. Sie bieten einen ungetrübten Blick auf die konjunkturelle Dynamik im verarbeitenden Gewerbe jenseits des Technologiesektors.