Montag, 17.08.
Zum Wochenauftakt blicken Investoren nach Asien. Aus China werden wichtige Daten zur Industrieproduktion und zum Einzelhandel für den Monat Juli gemeldet. Diese Indikatoren gelten als zentrales Stimmungsbarometer für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und sind besonders für stark exportabhängige Werte aus dem DAX von hoher Bedeutung.
Flankiert werden die chinesischen Daten von den finalen Zahlen zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal, die bereits in der Nacht zum Montag veröffentlicht wurden. Sie liefern früh in der Woche den konjunkturellen Rahmen für den globalen Handel.
Dienstag, 18.08.
Für den deutschen Aktienmarkt steht am Dienstag ein zentraler Frühindikator auf der Agenda. Um 09:00 Uhr veröffentlicht das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Konjunkturerwartungen für den Monat August. Der Index zeigt, wie Finanzmarktexperten die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland einschätzen. Ein deutlicher Richtungswechsel kann hier erfahrungsgemäß unmittelbare Impulse für den DAX liefern.
Am Nachmittag rückt die US-Wirtschaft in den Fokus. Neben den Baugenehmigungen und Baubeginnen für Juli (12:30 Uhr MESZ) wird um 13:15 Uhr die US-Industrieproduktion gemeldet. Diese Daten helfen Anlegern, die konjunkturelle Robustheit der Vereinigten Staaten fernab des reinen Dienstleistungssektors einzuschätzen.
Mittwoch, 19.08.
Zur Wochenmitte richtet sich der Blick nach Großbritannien. Um 08:00 Uhr (MESZ) werden die Verbraucherpreise (CPI) für Juli veröffentlicht. Marktteilnehmer prüfen hier genau, ob sich die Teuerungsrate weiter in Richtung des Notenbankziels abkühlt. Dies ist ein wichtiger Baustein für die generelle Zins- und Inflationserwartung in ganz Europa.
Donnerstag, 20.08.
Das unbestrittene Highlight der Berichtssaison in dieser Woche liefert der US-Einzelhandelsriese Walmart. Das Unternehmen präsentiert vor US-Börseneröffnung seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal und hält im Anschluss seinen Earnings Call ab.
Die Ergebnisse und vor allem der Ausblick des weltgrößten Einzelhändlers gelten als direkter Indikator für die Konsumlaune der US-Bürger. Ein schwächelnder US-Konsum hätte weitreichende Signalkraft für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung und dürfte an den breiten US-Indizes wie dem S&P 500 spürbare Bewegungen auslösen.
Freitag, 21.08.
Zum Wochenschluss steht eine Reihe wichtiger US-Makrodaten auf dem Programm. Im Fokus steht der umfassende US-Arbeitsmarktbericht (Employment Situation). Die Entwicklung von Beschäftigung und Löhnen ist aktuell die wichtigste Variable für die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed.
Ergänzt wird das Datenpaket durch die Erhebung der Verbrauchererwartungen durch die New York Fed (Survey of Consumer Expectations) sowie aktuelle Zahlen zur US-Produktivität. Gemeinsam liefern diese Indikatoren entscheidende Puzzleteile zur Einschätzung des künftigen Inflationsdrucks in den USA.
