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In KW 28 blicken Anleger auf wichtige Industrie- und Servicedaten aus Deutschland und den USA. Zudem eröffnet PepsiCo den Reigen der US-Quartalszahlen.
Wochenkalender KW 28: US-Dienstleister, DAX-Industrie und PepsiCo
04.07.2608:02
Termine

Montag, 06.07.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Auftragseingänge der Industrie für den Monat Mai. Als zentraler Frühindikator geben die Daten Aufschluss über die künftige Auslastung des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland.
Anleger im DAX achten hier besonders auf Impulse für die klassischen Zykliker und Industrieunternehmen, da die Zahlen erste Hinweise auf die Umsatzentwicklung der kommenden Quartale liefern.
Am Nachmittag rückt der US ISM Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in den Fokus. Da der Service-Sektor den dominierenden Teil der US-Wirtschaft ausmacht, hat dieser Indikator hohes Potenzial, die globalen Aktienmärkte zu bewegen.
Ein starker Wert signalisiert wirtschaftliche Robustheit in den USA, könnte aber gleichzeitig bestehende Zinssenkungsfantasien dämpfen, falls der Preisdruck im Dienstleistungssektor weiterhin hoch bleibt.

Dienstag, 07.07.

Nach den Auftragseingängen am Vortag folgen am Dienstag die harten Daten zur deutschen Industrieproduktion für den Mai. Die Zahlen belegen, wie viel tatsächlich in den Fabriken produziert wurde, und sind ein direkter Gradmesser für die konjunkturelle Dynamik.
Sie liefern den wichtigen kontextuellen Hintergrund für Investitionen im deutschen Leitindex und zeigen, ob die exportgetriebene deutsche Wirtschaft nach der jüngsten Schwächephase Tritt fassen kann.

Mittwoch, 08.07.

Am Nachmittag veröffentlicht die US-Energiebehörde EIA die wöchentlichen US-Rohöllagerbestände. Diese Daten sind ein verlässlicher Indikator für die kurzfristige Nachfrage im weltweit größten Ölverbrauchsland.
Veränderungen bei den Beständen schlagen sich oft unmittelbar in den Ölpreisen für WTI und Brent nieder und beeinflussen entsprechend die Kurse von Energie-Aktien.

Donnerstag, 09.07.

Mit PepsiCo öffnet ein globales Schwergewicht aus dem Konsumgüterbereich die Bücher für das zweite Quartal. Das Unternehmen gewährt als einer der ersten großen US-Konzerne Einblicke in die aktuelle Berichtssaison.
Neben den reinen Umsatz- und Gewinnkennzahlen wird der Markt genau auf die Absatzzahlen und die Margenentwicklung schauen. Das Zahlenwerk gilt als verlässlicher Indikator dafür, wie gut Unternehmen gestiegene Kosten an die Verbraucher weitergeben können und wie stabil die globale Konsumnachfrage ausfällt.

Freitag, 10.07.

Zum Wochenabschluss publiziert die Europäische Zentralbank ihre Statistiken zu langfristigen Zinssätzen und Anleiherenditen im Euroraum. Diese strukturellen Marktdaten runden das Bild der europäischen Finanzierungsbedingungen ab.
Für Privatanleger bieten die Daten einen nützlichen Hintergrund zur relativen Attraktivität von Euro-Stoxx-Dividendenwerten gegenüber sicheren Staatsanleihen.