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Die US-Inflationsdaten geben weltweit die Richtung vor, während in Deutschland harte Fakten zur Industrieproduktion anstehen. Zudem meldet Adobe Zahlen.
Wochenkalender KW 24: US-Inflation und deutsche Industrie im Fokus
06.06.2608:01
Termine

Montag, 08.06.

Am Montagmorgen veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Auftragseingänge der Industrie für den Monat April. Nach einem starken Rückschlag im Vormonat (-11,4 Prozent) wird nun ein moderaterer Rückgang von 2,0 Prozent erwartet.
Die Daten gelten als elementarer Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und geben oftmals die Richtung für die zyklischen Werte im DAX vor.
Der US-Industriekonzern Honeywell gibt am Mittag ein Update zu seiner aktuellen Geschäftsprognose. Solche unterjährigen Zwischenberichte von Industriegiganten liefern wertvolle Hinweise auf den Zustand der globalen Lieferketten und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen im laufenden Quartal.

Dienstag, 09.06.

Die Woche der deutschen Konjunkturdaten setzt sich am Dienstag mit der Industrieproduktion für April fort. Analysten rechnen mit einem leichten Wachstum von 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Parallel dazu werden die deutschen Export- und Importdaten sowie die Handelsbilanz veröffentlicht. Anleger achten hier besonders auf mögliche Erholungstendenzen im zuletzt kriselnden verarbeitenden Gewerbe.
Bereits in der Nacht auf Dienstag stehen die Im- und Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt an. Die chinesische Nachfrage ist ein entscheidender Faktor für die Exportnation Deutschland, was diese Zahlen insbesondere für die hiesigen Autobauer und Maschinenfertiger hochrelevant macht.

Mittwoch, 10.06.

Der unumstrittene Fokus der Woche liegt auf den US-Verbraucherpreisen für den Monat Mai, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Die Kerninflation (Core CPI), welche die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, wird mit besonderer Spannung erwartet. Hier gehen die Prognosen von einem monatlichen Anstieg von 0,3 Prozent aus.
Diese Daten sind marktbestimmend, da sie den Handlungsspielraum der US-Notenbank (Fed) für kommende Zinsentscheide maßgeblich diktieren. Jede Abweichung von den Markterwartungen dürfte zu unmittelbaren und deutlichen Reaktionen an den weltweiten Aktien- und Anleihemärkten führen.
Am Nachmittag hält der Baumaschinenhersteller und Dow-Jones-Riese Caterpillar seine jährliche Aktionärsversammlung ab. Die Aussagen des Managements zur weltweiten Bautätigkeit dienen dem Markt traditionell als starkes Barometer für die globale Konjunktur.

Donnerstag, 11.06.

Nach US-Börsenschluss legt das Softwareunternehmen Adobe seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Monetarisierung der KI-Dienste rund um die hauseigene Lösung Firefly sowie das generelle Wachstum im Cloud-Geschäft. Als eines der führenden Tech-Unternehmen besitzen die Zahlen von Adobe oft Strahlkraft auf den gesamten Nasdaq-Index.