Jetzt noch länger handeln: 7:30 – 23:00 Samstags: 14:00 – 19:00Jetzt noch länger handeln: 7:30 – 23:00 Samstags: 14:00 – 19:00 (mit ausgewählten Partnern) Mit uns direkt oder auf gettex. Über Deinen Broker oder Deine Bank.

Baader Trading: Die offizielle Kurs- und Handelsplattform der Baader Bank

Lagarde kündigt ihren Rücktritt an, Alphabet und ServiceNow brechen nach Zahlen ein, der DAX steigt bis Donnerstag um 3,8 Prozent über 26.000 Punkte.
Wochenrückblick: Lagarde-Rücktritt, Tech-Zahlen und DAX über 26.000
02.11.26•12:24
Rückblick

Themen der Woche

Notenbanken

Lagarde kündigt Rücktritt an, EZB hält Einlagenzins bei 2,50 Prozent

Die EZB ließ am 29. Oktober die Leitzinsen unverändert und betonte Inflationsrisiken durch Energiepreise. Lagarde kündigte ihren Rückzug zum 7. Februar 2027 an. Der Euro fiel auf 1,1104 Dollar, ein 17-Monatstief.
Zum Abschnitt ↓
Notenbanken

Fed hält Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent – zwei Stimmen für Erhöhung

Die Fed beließ am 28. Oktober das Zielband bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Cook und Hammack stimmten für eine Anhebung um 0,25 Punkte. Die zehnjährige US-Rendite lag am Folgetag bei rund 5 Prozent.
Zum Abschnitt ↓
Wirtschaftsdaten

US-Wirtschaft wächst um 3,4 Prozent, PCE-Inflation steigt auf 3,6 Prozent

Das US-BIP wuchs im dritten Quartal annualisiert um 3,4 Prozent, über den Erwartungen. Die PCE-Inflation stieg auf 3,6 Prozent, die Kernrate auf 3,1 Prozent. Der Dollar legte zu, Gold gab nach.
Zum Abschnitt ↓
Quartalszahlen

Alphabet und ServiceNow brechen nach Quartalszahlen ein

Alphabet verfehlte Umsatz- und Gewinnerwartungen, ServiceNow enttäuschte mit dem Ausblick für Abonnementumsätze. Wochenbilanz bei gettex: Alphabet –12,0 Prozent, ServiceNow –32,0 Prozent.
Zum Abschnitt ↓
Quartalszahlen

Deutsche Bank bestätigt Jahresziele nach 1,85 Milliarden Euro Quartalsgewinn

Die Deutsche Bank steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal auf 1,85 Milliarden Euro und bestätigte die Jahresziele. Die Aktie legte im Wochenvergleich um 12,4 Prozent auf 31,24 Euro zu.
Zum Abschnitt ↓
Quartalszahlen

SK Hynix meldet operative Marge von 80 Prozent

SK Hynix erzielte 83,3 Billionen Won operativen Gewinn bei 104,6 Billionen Won Umsatz und meldet Speicher bis 2029 als ausverkauft. Das Zertifikat stieg bei gettex auf Wochensicht um 12,4 Prozent.
Zum Abschnitt ↓
Krypto & Rohstoffe

Binance-Hack: Rund 6,3 Milliarden Dollar entwendet

Angreifer erbeuteten am 29. Oktober rund 6,3 Milliarden Dollar von Binance, die Lazarus-Gruppe steht unter Verdacht. Bitcoin fiel zeitweise unter 77.000 Dollar, Strategy verlor auf Wochensicht 6,7 Prozent.
Zum Abschnitt ↓
Der deutsche Aktienmarkt hat sich in KW 44 deutlich von den US-Technologiewerten abgekoppelt. Auf Wochensicht bis Donnerstagsschluss stieg der DAX um 3,8 Prozent auf 26.091 Punkte, der Euro Stoxx 50 legte um 2,3 Prozent auf 6.200,50 Punkte zu. In den USA fiel das Plus geringer aus: Der Nasdaq 100 gewann im Wochenvergleich 0,4 Prozent auf 29.065,63 Punkte, der Dow Jones 0,3 Prozent auf 52.347 Punkte. Der Freitagshandel war zum Redaktionsschluss noch nicht beendet, die Zahlen sind ein Zwischenstand.
Der rote Faden war eine dichte Abfolge aus Notenbankentscheidungen, US-Konjunkturdaten und Quartalszahlen vor dem Hintergrund hoher Energiepreise – Brent notierte zu Wochenbeginn bei rund 116 Dollar je Barrel. Zum Auftakt stieg der ifo-Geschäftsklimaindex auf 90,2 Punkte nach 89,9 im September. Unter den meistgehandelten Aktien bei gettex führten Siemens Energy (+14,1 Prozent), SK Hynix und Deutsche Bank (je +12,4 Prozent) sowie Bayer (+9,3 Prozent) und Infineon (+9,1 Prozent) die Gewinnerliste an. Am anderen Ende standen ServiceNow (–32,0 Prozent), Intel (–16,6 Prozent), Alphabet (–12,0 Prozent) und Amazon (–7,4 Prozent).

Lagarde kündigt Rücktritt an, EZB hält Einlagenzins bei 2,50 Prozent

Am Donnerstag, 29. Oktober, beließ der EZB-Rat die drei Leitzinsen unverändert: Der Einlagenzins bleibt bei 2,50 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,65 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,90 Prozent. Im Wochenausblick war die Sitzung noch unter dem Aspekt möglicher weiterer Zinssenkungen angekündigt worden. Tatsächlich rückte die Notenbank die Inflationsrisiken in den Vordergrund: Steigende Energiepreise bedeuteten Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum, heißt es in der Mitteilung. Die Jahresinflation im Euroraum liegt laut Recherche bei 3,8 Prozent.
Das bestimmende Thema des Tages kam jedoch vor dem Zinsbeschluss: Christine Lagarde kündigte an, ihr Amt als EZB-Präsidentin am 7. Februar 2027 niederzulegen – vor Ablauf ihrer regulären Amtszeit. Als Grund nannte sie den Wunsch, sich mit Blick auf die französische Präsidentschaftswahl 2027 frei äußern zu können. Als aussichtsreiche Nachfolger gelten der frühere niederländische Notenbankchef Klaas Knot und BIZ-Chef Pablo Hernández de Cos.
Der Euro fiel im Tagesverlauf auf 1,1104 Dollar, den tiefsten Stand seit 17 Monaten. Neben der EZB-Entscheidung trugen dazu die am selben Tag veröffentlichten US-Daten bei. Für Anleger stellt sich damit neben der Frage nach dem nächsten Zinsschritt auch die nach der künftigen geldpolitischen Linie unter neuer Führung.

Fed hält Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent – zwei Stimmen für Erhöhung

Die US-Notenbank ließ am Mittwoch, 28. Oktober, ihr Zielband für den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Ein Zinsschritt war vor den Midterm-Wahlen in der kommenden Woche nicht erwartet worden. Die Abstimmung fiel allerdings mit 10 zu 2 Stimmen: Gouverneurin Lisa Cook und Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack sprachen sich für eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte aus.
Fed-Chef Kevin Warsh bekräftigte, die Preisstabilität wiederherstellen zu wollen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am Donnerstagmorgen bei rund 5,02 Prozent. Die beiden Gegenstimmen zeigen, dass innerhalb des Gremiums eine Anhebung bereits konkret diskutiert wird – die Daten vom Folgetag verstärkten nach Einschätzung von FXStreet die Erwartung einer Zinserhöhung im Dezember.

US-Wirtschaft wächst um 3,4 Prozent, PCE-Inflation steigt auf 3,6 Prozent

Das Bureau of Economic Analysis meldete am 29. Oktober in seiner ersten Schätzung ein annualisiertes Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts von 3,4 Prozent im dritten Quartal, nach 2,2 Prozent im zweiten. Erwartet worden waren je nach Umfrage 3,1 bis 3,2 Prozent. Auf Quartalsbasis entspricht das einem Plus von 0,8 Prozent. Getragen wurde das Wachstum von Investitionen, privatem Konsum und Staatsausgaben, während die Exporte bremsten.
Der von der Fed bevorzugte PCE-Preisindex stieg im September im Jahresvergleich auf 3,6 Prozent nach 3,4 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter der Konsensschätzung. Die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel erhöhte sich wie erwartet auf 3,1 Prozent von 3,0 Prozent. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf 194.000, erwartet waren 199.000.
Die Kombination aus kräftigem Wachstum und Inflation deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel stützte den Dollar. Gold verlor am Donnerstag rund 1,3 Prozent, Silber rund 3 Prozent. Der S&P 500 gab am Donnerstag rund 0,4 Prozent nach.

Alphabet und ServiceNow brechen nach Quartalszahlen ein

Die im Wochenausblick als Prüfstein für den KI-Boom angekündigten Zahlen vom Mittwochabend lösten kräftige Verluste aus. Alphabet meldete einen Umsatz von 127,58 Milliarden Dollar bei erwarteten 128,22 Milliarden, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,67 Dollar statt erwarteter 3,02 Dollar. Belastet wurde das Ergebnis durch Verluste aus Beteiligungen von 8,7 Milliarden Dollar. Das Suchgeschäft wuchs um 12 Prozent auf rund 63 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor am Donnerstag rund 12 Prozent, auf Wochensicht notiert die A-Aktie bei gettex 12,0 Prozent tiefer bei 252,20 Euro.
ServiceNow übertraf mit 4,11 Milliarden Dollar Umsatz die Schätzungen leicht, stellte aber ein Wachstum der Abonnementumsätze von 18,5 Prozent in Aussicht – erwartet waren 19,4 Prozent. Laut CNBC fiel die Aktie am Donnerstag um rund 27 Prozent, den größten Tagesverlust ihrer Geschichte. Im Wochenvergleich steht ein Minus von 32,0 Prozent auf 96,43 Euro. Auch Fortinet verlor trotz eines Umsatzes über den Erwartungen rund 22 Prozent.
Die Reaktionen zeigen, wie empfindlich hoch bewertete Softwaretitel derzeit auf geringe Abweichungen bei Wachstumsaussichten reagieren. Der Nasdaq 100 gab am Donnerstag rund 1,4 Prozent nach.

Deutsche Bank bestätigt Jahresziele nach 1,85 Milliarden Euro Quartalsgewinn

Die Deutsche Bank legte am Mittwoch, 28. Oktober, wie im Wochenausblick angekündigt ihre Zahlen zum dritten Quartal vor. Der Nettogewinn stieg um 2 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro, der Gewinn je Aktie um 6 Prozent auf 0,94 Euro. Die Erträge legten um 4 Prozent auf 8,34 Milliarden Euro zu. Das verwaltete Vermögen erreichte 2,0 Billionen Euro bei Nettozuflüssen von 47 Milliarden Euro. Die Jahresziele wurden bestätigt.
Die Aktie stieg am Mittwoch um rund 3 Prozent und legte im Wochenvergleich bei gettex um 12,4 Prozent auf 31,24 Euro zu. Damit gehörte sie zu den größten Gewinnern unter den meistgehandelten Werten und zu den Stützen des DAX in dieser Woche.

SK Hynix meldet operative Marge von 80 Prozent

Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix berichtete am 28. Oktober für das dritte Quartal einen Umsatz von 104,6 Billionen Won und einen operativen Gewinn von 83,3 Billionen Won. Das entspricht einer operativen Marge von 80 Prozent; Analysten hatten mit 76,9 Billionen Won operativem Gewinn gerechnet. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM stiegen gegenüber dem Vorquartal um rund 27 Prozent.
Nach Unternehmensangaben sind DRAM und Hochleistungsspeicher für KI-Rechenzentren (HBM) faktisch bis 2029 ausverkauft, die Zahl der Kunden mit Langfrist-Lieferverträgen stieg auf 14. Zudem kündigte SK Hynix ein Aktienrückkaufprogramm über 60 Billionen Won an. Die Aktie gewann in Seoul am Mittwoch rund 13 Prozent, das bei gettex gehandelte Hinterlegungszertifikat legte auf Wochensicht um 12,4 Prozent auf 960 Euro zu.

Binance-Hack: Rund 6,3 Milliarden Dollar entwendet

Die Kryptobörse Binance wurde am Donnerstag, 29. Oktober, ab 20:04 Uhr UTC Ziel des bislang größten bekannten Kryptodiebstahls. Angreifer leerten innerhalb von weniger als vier Stunden 17 sogenannte Hot Wallets auf neun Blockchains und erbeuteten rund 6,3 Milliarden Dollar, darunter 18.270 Bitcoin und 167.464 Ether. Einfallstor war laut Binance der kompromittierte Laptop eines Infrastruktur-Ingenieurs. Die Analysefirmen TRM Labs und Chainalysis ordnen den Angriff mit hoher Wahrscheinlichkeit der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe zu.
Binance setzte Ein- und Auszahlungen aus und kündigte an, Kundenverluste aus seinem Sicherungsfonds zu decken. Nach Angaben der Börse wurden rund 2,54 Milliarden Dollar eingefroren. Bitcoin fiel zeitweise unter 77.000 Dollar, nach rund 80.200 Dollar zu Wochenbeginn. Innerhalb einer Stunde wurden gehebelte Kryptopositionen von 628 Millionen Dollar zwangsweise aufgelöst, zu 97 Prozent Wetten auf steigende Kurse.
Die Aktie von Strategy, die große Bitcoin-Bestände hält, verlor im Wochenvergleich 6,7 Prozent auf 122,00 Euro. Der Vorfall rückt erneut die Verwahrrisiken zentraler Kryptobörsen in den Blick.