16.10.26
07:18
Reuters
Frankfurt, 16. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
09.10 Uhr - Die Zustimmung des Bundestages zu einer höheren Tabaksteuer in Deutschland setzt britische Tabakwerte unter Druck. Die Aktien von British American Tobacco(BATS.L) geben um 0,5 Prozent nach, die von Imperial Brands(IMB.L) verlieren ein Prozent. Der Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten soll damit 2027 im Schnitt auf 8,77 Euro steigen. Für 2028 sind dann 9,56 Euro geplant, 2029 schon 10,42 Euro, und 2030 sollen es 11,36 Euro sein.
08.20 Uhr - Anleger greifen nach ermutigenden Zahlen bei Aixtron(AIXGn.DE) zu. Die Aktien gewinnen im Frankfurter Frühhandel rund zehn Prozent. Der Auftragseingang des Chipanlagenbauers lag im dritten Quartal deutlich über dem Analystenkonsens. Die Analysten von JPMorgan erklärten, die Aufträge seien durch eine starke Nachfrage im Optoelektronik-Geschäft gestützt worden.
07.50 Uhr - Die Börse in Jakarta(.JKSE) stürzt um elf Prozent ab, nachdem der Indexanbieter MSCI den Status Indonesiens als Schwellenland in Frage gestellt hat. Damit steuert der Index auf seinen stärksten Tagesverlust seit Januar 1998 zu. Zeitweise wurde der Handel angehalten. Ob ein Land als Schwellenland geführt wird, legt MSCI anhand von Kriterien wie Marktzugang, Liquidität und Regulierung fest. Die Auswirkungen auf die Investitionen könnten erheblich sein. "Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würde Indonesien aus dem MSCI-Index Emerging Markets gestrichen, was passive Fonds, die diesen Referenzindex nachbilden, dazu zwingen würde, indonesische Aktien zu verkaufen", sagte Anlageexperte Tan Altundag von Pictet Asset Management. Auch aktive Fondsmanager könnten erwägen, ihr Engagement noch weiter zu reduzieren. "Indonesien wäre nicht mehr Teil ihres Anlageuniversums, was wahrscheinlich zu zusätzlichen Kapitalabflüssen führen und den Markt unter Druck setzen würde."
07.30 Uhr - Die Ölpreise geben leicht nach. Die Rohölsorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 105,43 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI(CLc1) notiert 0,6 Prozent schwächer bei 97,44 Dollar. Auf Wochensicht haben beide Terminkontrakte allerdings zugelegt, der Preis für WTI sogar um 5,8 Prozent. "Die Unsicherheit im Nahen Osten und die Sorge über die Verlässlichkeit der Öllieferungen durch die Straße von Hormus führen dazu, dass der Markt eine erhebliche Risikoprämie einpreist", schreiben die Analysten von ING. Es müsse eine Art Abkommen zwischen den USA und dem Iran geben, um das Vertrauen der Märkte zu stärken, dass höhere Ölexporte aus der Region anhielten.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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