15.10.26
07:04
Reuters
Frankfurt/Tokio, 15. Okt (Reuters) - Der unerwartet starke Anstieg der US-Inflation hat die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Vor allem Technologiewerte gerieten unter Druck, da die Daten die Erwartung nährten, die US-Notenbank Federal Reserve könnte noch in diesem Jahr die Zinsen anheben. Höhere Zinsen verteuern die Investitionen wachstumsstarker Unternehmen. Besonders stark waren die Verluste in Südkorea, wo der Leitindex Kospi(.KS11) um rund neun Prozent einbrach. Der ebenfalls technologielastige japanische Nikkei-Index(.N225) gab um fast fünf Prozent nach. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) büßten jeweils gut zwei Prozent ein.
"Anleger zweifeln nicht an der Nachfrage nach KI", sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei der Saxo Bank. "Sie fragen sich zunehmend, welchen Preis sie für dieses Wachstum zahlen sollten, wenn die Zinsen hoch sind und möglicherweise weiter steigen." So führten Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) die Verluste an der Börse in Tokyo an: Die Chipausrüster Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) brachen um rund 15 und acht Prozent ein. Der auf KI fokussierte Start-up-Investor SoftBank(9984.T) sackte um zehn Prozent ab.
Mark Matthews, Chefanalyst bei der Bank Julius Bär in Singapur, zeigte sich jedoch gelassen. "Ich mache mir keine Sorgen, denn die Aktien sind nicht teuer, es gibt keine Anzeichen für eine Rezession und die Nachfrage übersteigt das Angebot in den meisten Bereichen des KI-Sektors immer noch bei weitem." So verhalf der wachsende Bedarf an hochmodernen KI-Prozessoren dem weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC(2330.TW) zum sechsten Rekordquartalsgewinn in Folge. Das Nettoergebnis der vergangenen drei Monate sei um 69 Prozent auf umgerechnet 21,02 Milliarden Euro gestiegen, teilte der taiwanische Konzern nach Börsenschluss mit. Analysten hatten mit einem rund 500 Millionen Euro niedrigeren Ergebnis gerechnet.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Donnerstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 64.419,23 | -4,9% |
| Topix(.TOPX) | 3.993,75 | -2,5% |
| Shanghai(.SSEC) | 3.683,93 | -2,2% |
| CSI300(.CSI300) | 4.126,36 | -2,2% |
| Hang Seng(.HSI) | 23.954,69 | -1,5% |
| Kospi(.KS11) | 5.476,97 | -8,8% |
----------
| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1215 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3245 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 157,87 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8298 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,6920 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.348,00 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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07:04
Reuters
Frankfurt/Tokio, 15. Okt (Reuters) - Der unerwartet starke Anstieg der US-Inflation hat die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Vor allem Technologiewerte gerieten unter Druck, da die Daten die Erwartung nährten, die US-Notenbank Federal Reserve könnte noch in diesem Jahr die Zinsen anheben. Höhere Zinsen verteuern die Investitionen wachstumsstarker Unternehmen. Besonders stark waren die Verluste in Südkorea, wo der Leitindex Kospi(.KS11) um rund neun Prozent einbrach. Der ebenfalls technologielastige japanische Nikkei-Index(.N225) gab um fast fünf Prozent nach. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) büßten jeweils gut zwei Prozent ein.
"Anleger zweifeln nicht an der Nachfrage nach KI", sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei der Saxo Bank. "Sie fragen sich zunehmend, welchen Preis sie für dieses Wachstum zahlen sollten, wenn die Zinsen hoch sind und möglicherweise weiter steigen." So führten Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) die Verluste an der Börse in Tokyo an: Die Chipausrüster Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) brachen um rund 15 und acht Prozent ein. Der auf KI fokussierte Start-up-Investor SoftBank(9984.T) sackte um zehn Prozent ab.
Mark Matthews, Chefanalyst bei der Bank Julius Bär in Singapur, zeigte sich jedoch gelassen. "Ich mache mir keine Sorgen, denn die Aktien sind nicht teuer, es gibt keine Anzeichen für eine Rezession und die Nachfrage übersteigt das Angebot in den meisten Bereichen des KI-Sektors immer noch bei weitem." So verhalf der wachsende Bedarf an hochmodernen KI-Prozessoren dem weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC(2330.TW) zum sechsten Rekordquartalsgewinn in Folge. Das Nettoergebnis der vergangenen drei Monate sei um 69 Prozent auf umgerechnet 21,02 Milliarden Euro gestiegen, teilte der taiwanische Konzern nach Börsenschluss mit. Analysten hatten mit einem rund 500 Millionen Euro niedrigeren Ergebnis gerechnet.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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