13.10.26
03:03
Reuters
Hongkong/Singapur/Tokio, 13. Okt (Reuters) - G eopolitische Spannungen und schwache US-Technologiewerte haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 2,5 Prozent auf 67.292,39 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,5 Prozent niedriger bei 4.085,91 Zählern. Auch in China zogen sich die Anleger zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,9 Prozent auf 3.761,24 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,3 Prozent auf 4.232,65 Punkte.
In Japan drückte vor allem der Ausverkauf bei Halbleiterwerten auf die Stimmung. "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der japanische Aktienmarkt heute von dem Abwärtstrend bei den US-Halbleiteraktien beeinflusst wird", sagte Maki Sawada, Strategin bei Nomura Securities. Zudem sorgten geopolitische Risiken für Verunsicherung: Sorgen über einen Angriff auf einen saudi-arabischen Flughafen und die diskutierte "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine dämpften die Risikobereitschaft. Zu den größten Verlierern zählten Chipwerte wie Kioxia Holdings(285A.T) mit einem Minus von 13 Prozent sowie Taiyo Yuden(6976.T) und Kokusai Electric(6525.T). Gefragt waren hingegen Schifffahrtsunternehmen wie Kawasaki Kisen Kaisha(9107.T) und Mitsui O.S.K. Lines(9104.T), die um rund vier Prozent zulegten.
In China stand Tencent(0700.HK) im Fokus. Der Technologiekonzern plant die Ausgabe von Anleihen im Volumen von mindestens 4,5 Milliarden Dollar, um seine massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Unterdessen blicken Investoren auf die Geldpolitik in Japan, wo der Internationale Währungsfonds (IWF) trotz eines schwächeren Wachstums mit weiteren Zinsschritten der Bank of Japan (BOJ) rechnet. Die globalen Krisenherde bleiben dabei der bestimmende Faktor. "Die Märkte entdecken gerade wieder, dass Geopolitik dann am wichtigsten ist, wenn sie sich auf die Inflation auswirkt", erklärte Charu Chanana, Chefstrategin bei Saxo. Dies setze teure Wachstumsaktien unter Druck.
Devisen
Am Devisenmarkt sorgte die vorsichtige Stimmung der Anleger grundsätzlich für eine Nachfrage nach sicheren Häfen. Zudem wies der IWF auf eine hohe Volatilität bei asiatischen Währungen hin, die staatliche Interventionen rechtfertigen könnte. Im asiatischen Handel verlor der Dollar dennoch 0,2 Prozent auf 158,25 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,6954 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8328 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,1173 Dollar und zog leicht auf 0,9305 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Ölpreise blieben angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und möglicher Angebotsrisiken ein bestimmendes Thema für die Märkte. Investoren wägten die Folgen der Angriffe in Saudi-Arabien gegen die Aussicht auf zusätzliche Diesellieferungen aus Russland ab. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee am Dienstag jedoch um 1,0 Prozent auf 105,56 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent schwächer bei 92,66 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten zuvor Sorgen über die Dauerhaftigkeit der Rally bei KI-Aktien und die Konkurrenz zwischen den USA und China Technologiewerte belastet. Zudem warten die Anleger gespannt auf die anstehenden Quartalszahlen der großen US-Banken, die Aufschluss über die Folgen der gestiegenen Anleiherenditen geben sollen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 51.850,55 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.807,24 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,4 Prozent auf 27.245,90 Stellen nach.
(Bericht von Yantoultra Ngui, Leika Kihara, Rocky Swift und Ankur Banerjee geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |
13.10.26
03:03
Reuters
Hongkong/Singapur/Tokio, 13. Okt (Reuters) - G eopolitische Spannungen und schwache US-Technologiewerte haben die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 2,5 Prozent auf 67.292,39 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,5 Prozent niedriger bei 4.085,91 Zählern. Auch in China zogen sich die Anleger zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,9 Prozent auf 3.761,24 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,3 Prozent auf 4.232,65 Punkte.
In Japan drückte vor allem der Ausverkauf bei Halbleiterwerten auf die Stimmung. "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der japanische Aktienmarkt heute von dem Abwärtstrend bei den US-Halbleiteraktien beeinflusst wird", sagte Maki Sawada, Strategin bei Nomura Securities. Zudem sorgten geopolitische Risiken für Verunsicherung: Sorgen über einen Angriff auf einen saudi-arabischen Flughafen und die diskutierte "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine dämpften die Risikobereitschaft. Zu den größten Verlierern zählten Chipwerte wie Kioxia Holdings(285A.T) mit einem Minus von 13 Prozent sowie Taiyo Yuden(6976.T) und Kokusai Electric(6525.T). Gefragt waren hingegen Schifffahrtsunternehmen wie Kawasaki Kisen Kaisha(9107.T) und Mitsui O.S.K. Lines(9104.T), die um rund vier Prozent zulegten.
In China stand Tencent(0700.HK) im Fokus. Der Technologiekonzern plant die Ausgabe von Anleihen im Volumen von mindestens 4,5 Milliarden Dollar, um seine massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Unterdessen blicken Investoren auf die Geldpolitik in Japan, wo der Internationale Währungsfonds (IWF) trotz eines schwächeren Wachstums mit weiteren Zinsschritten der Bank of Japan (BOJ) rechnet. Die globalen Krisenherde bleiben dabei der bestimmende Faktor. "Die Märkte entdecken gerade wieder, dass Geopolitik dann am wichtigsten ist, wenn sie sich auf die Inflation auswirkt", erklärte Charu Chanana, Chefstrategin bei Saxo. Dies setze teure Wachstumsaktien unter Druck.
Devisen
Am Devisenmarkt sorgte die vorsichtige Stimmung der Anleger grundsätzlich für eine Nachfrage nach sicheren Häfen. Zudem wies der IWF auf eine hohe Volatilität bei asiatischen Währungen hin, die staatliche Interventionen rechtfertigen könnte. Im asiatischen Handel verlor der Dollar dennoch 0,2 Prozent auf 158,25 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,6954 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8328 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,1173 Dollar und zog leicht auf 0,9305 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Ölpreise blieben angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und möglicher Angebotsrisiken ein bestimmendes Thema für die Märkte. Investoren wägten die Folgen der Angriffe in Saudi-Arabien gegen die Aussicht auf zusätzliche Diesellieferungen aus Russland ab. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee am Dienstag jedoch um 1,0 Prozent auf 105,56 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent schwächer bei 92,66 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten zuvor Sorgen über die Dauerhaftigkeit der Rally bei KI-Aktien und die Konkurrenz zwischen den USA und China Technologiewerte belastet. Zudem warten die Anleger gespannt auf die anstehenden Quartalszahlen der großen US-Banken, die Aufschluss über die Folgen der gestiegenen Anleiherenditen geben sollen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 51.850,55 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.807,24 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,4 Prozent auf 27.245,90 Stellen nach.
(Bericht von Yantoultra Ngui, Leika Kihara, Rocky Swift und Ankur Banerjee geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)