12.10.26
03:25
Reuters
Sydney/Tokio/Hongkong/Bangalore, 12. Okt (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte sind zum Wochenstart angesichts der anlaufenden US-Berichtssaison und geopolitischer Unsicherheiten kaum vom Fleck gekommen. Die Shanghaier Börse(.SSEC) hat sich am Montag kaum bewegt und blieb fast unverändert bei 3.810,15 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,1 Prozent auf 4.312,02 Punkte. An der japanischen Börse wurde dagegen feiertagsbedingt nicht gehandelt. Auch an den übrigen asiatischen Handelsplätzen hielten sich die Investoren vor der Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten im weiteren Wochenverlauf spürbar zurück.
Im Fokus der Anleger in China stand der Technologiekonzern Tencent(0700.HK). Das Unternehmen plant die Ausgabe von Anleihen in US-Dollar und Offshore-Yuan, um sich frisches Kapital zu sichern. Weltweit nutzen Tech-Konzerne derzeit den Anleihemarkt, um die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren, was jedoch zunehmend Sorgen über die Refinanzierungskosten weckt. "Insgesamt deuten die größeren Spreads darauf hin, dass die Anleger sich fragen, ob die KI-Einnahmen mit den steigenden Kreditkosten Schritt halten können", sagte die Ökonomin My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Die Emission von Unternehmensanleihen werde die Kosten in den kommenden Jahren in die Höhe treiben.
Zu den potenziellen Gewinnern der Woche zählt der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC(2330.TW), der am Donnerstag voraussichtlich das sechste Rekordquartal in Folge vermelden wird. Verlierer waren am Montag hingegen asiatische Energiewerte, die unter den sinkenden Ölpreisen litten. Ausgelöst wurde diese Bewegung durch überraschende politische Vorstöße aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende eine Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine sowie neue russische Diesellieferungen angekündigt. Diese geopolitischen Entwicklungen dämpften die Sorgen vor Lieferengpässen und zogen die asiatischen Energiemärkte in Mitleidenschaft, da Investoren nun die tatsächliche Umsetzung der Pläne abwarten.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel behauptete der Dollar seine jüngsten Gewinne, da die drohende Intervention der japanischen Notenbank Spekulanten vorerst abschreckt. Die US-Währung gewann geringfügig auf 158,19 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,6922 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,8296 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) angesichts der Sorgen über die Staatsdefizite in Europa fast unverändert bei 1,1210 Dollar und zog leicht auf 0,9299 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt gaben die Notierungen nach, da die Aussicht auf höhere russische Exporte die Sorgen über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten überwog. Zwar stützten Angriffe der Huthi-Rebellen auf den Flughafen in Riad und auf Tanker in der Straße von Hormus die Preise zunächst, doch Trumps Ankündigung einer Energie-Waffenruhe sorgte für Entspannung. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 103,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent schwächer bei 90,09 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten sich vor dem Wochenende im Vorfeld der neuen Berichtssaison robust gezeigt, in der am Dienstag die großen US-Banken ihre Bücher öffnen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 51.654,95 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,6 Prozent auf 7.811,54 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,6 Prozent auf 27.366,17 Stellen an.
(Bericht von Wayne Cole, Roshan Thomas, Yantoultra Ngui und Florence Tan, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Sydney/Tokio/Hongkong/Bangalore, 12. Okt (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte sind zum Wochenstart angesichts der anlaufenden US-Berichtssaison und geopolitischer Unsicherheiten kaum vom Fleck gekommen. Die Shanghaier Börse(.SSEC) hat sich am Montag kaum bewegt und blieb fast unverändert bei 3.810,15 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,1 Prozent auf 4.312,02 Punkte. An der japanischen Börse wurde dagegen feiertagsbedingt nicht gehandelt. Auch an den übrigen asiatischen Handelsplätzen hielten sich die Investoren vor der Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten im weiteren Wochenverlauf spürbar zurück.
Im Fokus der Anleger in China stand der Technologiekonzern Tencent(0700.HK). Das Unternehmen plant die Ausgabe von Anleihen in US-Dollar und Offshore-Yuan, um sich frisches Kapital zu sichern. Weltweit nutzen Tech-Konzerne derzeit den Anleihemarkt, um die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren, was jedoch zunehmend Sorgen über die Refinanzierungskosten weckt. "Insgesamt deuten die größeren Spreads darauf hin, dass die Anleger sich fragen, ob die KI-Einnahmen mit den steigenden Kreditkosten Schritt halten können", sagte die Ökonomin My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Die Emission von Unternehmensanleihen werde die Kosten in den kommenden Jahren in die Höhe treiben.
Zu den potenziellen Gewinnern der Woche zählt der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC(2330.TW), der am Donnerstag voraussichtlich das sechste Rekordquartal in Folge vermelden wird. Verlierer waren am Montag hingegen asiatische Energiewerte, die unter den sinkenden Ölpreisen litten. Ausgelöst wurde diese Bewegung durch überraschende politische Vorstöße aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende eine Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine sowie neue russische Diesellieferungen angekündigt. Diese geopolitischen Entwicklungen dämpften die Sorgen vor Lieferengpässen und zogen die asiatischen Energiemärkte in Mitleidenschaft, da Investoren nun die tatsächliche Umsetzung der Pläne abwarten.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel behauptete der Dollar seine jüngsten Gewinne, da die drohende Intervention der japanischen Notenbank Spekulanten vorerst abschreckt. Die US-Währung gewann geringfügig auf 158,19 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,6922 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,8296 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) angesichts der Sorgen über die Staatsdefizite in Europa fast unverändert bei 1,1210 Dollar und zog leicht auf 0,9299 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt gaben die Notierungen nach, da die Aussicht auf höhere russische Exporte die Sorgen über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten überwog. Zwar stützten Angriffe der Huthi-Rebellen auf den Flughafen in Riad und auf Tanker in der Straße von Hormus die Preise zunächst, doch Trumps Ankündigung einer Energie-Waffenruhe sorgte für Entspannung. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 103,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent schwächer bei 90,09 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten sich vor dem Wochenende im Vorfeld der neuen Berichtssaison robust gezeigt, in der am Dienstag die großen US-Banken ihre Bücher öffnen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 51.654,95 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,6 Prozent auf 7.811,54 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,6 Prozent auf 27.366,17 Stellen an.
(Bericht von Wayne Cole, Roshan Thomas, Yantoultra Ngui und Florence Tan, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)