09.10.26
14:22
Reuters
Frankfurt, 09. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.20 Uhr - Die US-Fluggesellschaft Delta Air(DAL.N) hat wegen stark gestiegener Kerosinpreise ihre Gewinnprognose gesenkt und damit die Anleger verunsichert. Die Aktien verlieren rund drei Prozent. Die Titel der Konkurrenten United Airlines(UAL.O) und American Airlines(AAL.O) geraten ebenfalls unter Druck und verlieren jeweils rund zwei Prozent. Delta rechnet nun für 2026 mit einem bereinigten Gewinn zwischen 5,10 und 5,60 Dollar je Aktie. Zuvor hatte die Fluggesellschaft noch 6,50 bis 7,50 Dollar in Aussicht gestellt. Als Grund für die gesenkte Prognose nannte sie den erwarteten Anstieg der Treibstoffkosten um sechs Milliarden Dollar in diesem Jahr. Bislang war Delta von einem Anstieg um vier Milliarden Dollar ausgegangen. Der Krieg im Iran hat die Kerosinpreise weltweit in die Höhe getrieben. Die Fluggesellschaften stehen damit vor der Frage, ob die Passagiere weitere Preiserhöhungen akzeptieren werden.
16.15 Uhr - Bessere Tarifbewertungen haben den Aktien des US-Krankenversicherers Humana(HUM.N) einen Kurssprung beschert. Die Titel schnellen an der Wall Street um rund 14 Prozent nach oben. Laut Humana werden im Jahr 2027 voraussichtlich 95 Prozent seiner Mitglieder in von der US-Regierung mit vier oder mehr Sternen bewerteten Tarifen versichert sein. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber 20 Prozent im laufenden Jahr. Höhere Bewertungen sind für die Versicherer entscheidend, da sie zu Bonuszahlungen in Milliardenhöhe führen und die Gewinnung neuer Mitglieder fördern. Humana stand zuletzt unter Druck, nachdem die Bewertungen für die Jahre 2025 und 2026 schwach ausgefallen waren. Analystin Elizabeth Anderson von der Investmentbank Evercore schätzt, dass das Unternehmen dadurch im Jahr 2028 Bonuszahlungen in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar erhalten könnte. Experten zufolge schneidet Humana damit besser ab als seine größeren Konkurrenten.
11.16 Uhr - Der zum Wochenschluss etwas schwächere Dollar stützt die Preise für Gold(XAU=) und Kupfer(CMCU3). Das Edelmetall verteuert sich um bis zu 1,8 Prozent auf 4207 Dollar je Feinunze. Kupfer wird mit 14.515 Dollar je Tonne 1,4 Prozent höher gehandelt. Der Dollar-Index(.DXY) gibt nach seiner Kursrally der vergangenen Wochen leicht nach und notiert bei 102,07 Punkten. Ein schwächerer Dollar macht Rohstoffe für Anleger mit anderen Währungen erschwinglicher und kurbelt dadurch die Nachfrage an.
09.25 Uhr - Die Aktien von Salzgitter(SZGG.DE) setzen sich mit einem Plus von bis zu 8,4 Prozent an die MDax(.MDAXI)-Spitze. Sie machen damit die Verluste der vergangenen beiden Handelstage wieder wett. Einem Börsianer zufolge haben die Analysten der UBS die Aktien auf "Buy" von "Neutral" hochgesetzt.
08.02 Uhr - Nach einer Hochstufung greifen Anleger bei Heidelberg Materials(HEIG.DE) zu. Die Aktien legen im Frankfurter Handel(HEIG.F) um zwei Prozent zu und gehören damit zu den stärksten Dax(.GDAXI)-Werten. Die Analysten der RBC haben die Titel auf "Outperform" von "Sector Perform" gesetzt.
07.41 Uhr - Deutliche Kursverluste bei den Aktien der Tochter T-Mobile US(TMUS.O) drücken die Papiere der Deutschen Telekom(DTEGn.DE) bei L&S ins Minus. Die Aktien verlieren 4,9 Prozent und sind damit schwächster Dax(.GDAXI)-Wert. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX(SPCX.O) mit seinem Satellitenbetreiber Starlink fordert die etablierten US-Mobilfunkanbieter heraus. SpaceX vereinbarte am Donnerstag den Kauf eines landesweiten Portfolios an Niederfrequenz-Spektren, um künftig Mobilfunkverbindungen direkt aus dem All auf Smartphones anzubieten. An der Börse sorgte der Vorstoß für Unruhe, da Investoren einen aggressiven Preiskampf auf dem ohnehin gesättigten US-Mobilfunkmarkt befürchten. Aktien von T-Mobile US, Verizon(VZ.N) und AT&T(T.N) fielen im nachbörslichen US-Handel zeitweise um jeweils fast sieben Prozent.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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