06.10.26
08:59
Reuters
06. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.48 Uhr - Französische Staatsanleihen gehen nach dem jüngsten Ausverkauf auf Erholungskurs. Im Gegenzug geben die Renditen für zehnjährige französische Anleihen(FR10YT=RR) auf auf 4,728 Prozent nach von 4,862 Prozent am Vortag. Die Renditedifferenz zwischen französischen und deutschen Bonds verringert sich auf 135 Basispunkte nach dem am Freitag erreichten 15-Jahres-Hoch von 158 Basispunkten. Anleger fragten sich Analysten zufolge, ob der jüngste Anstieg der Risikoprämie für Frankreich zu weit und zu schnell gegangen sei. Frankreich wird am Dienstag offiziell seinen Haushaltsplan für 2027 vorlegen, während die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen Pläne zur Kürzung der Staatsausgaben um 25 Milliarden Euro pro Jahr vorstellen will.
08.41 Uhr - Eine Herabstufung macht Fraport(FRAG.DE) zu schaffen. Die Titel des Frankfurter Flughafenbetreibers rutschen im Frankfurter Frühhandel um 3,7 Prozent ab, nachdem die Analysten von Barclays die Titel auf "Underweight" von zuvor "Equal-Weight" zurückgestuft und das Kursziel auf 57 Euro von zuvor 68 Euro gesenkt haben.
07.50 Uhr - Der Konsumgüterkonzern Henkel(HNKG_p.DE) profitiert einem Händler zufolge von einem Analystenkommentar. Die Titel steigen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 1,7 Prozent und sind damit stärkster Dax-Wert. Treiber sei die Hochstufung der Henkel-Aktien auf "Neutral" von zuvor "Sell" durch die Analysten von Goldman.
07.25 Uhr - Sorgen wegen der angespannten Lage im Nahen Osten treiben den Ölpreis erneut an. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuern sich jeweils um 0,7 Prozent auf 100,99 beziehungsweise 90,05 Dollar je Barrel. Trotz zunehmender Öl-Exporte vom Persischen Golf und der Freigabe strategischer Reserven durch die G7-Staaten befürchten Anleger angesichts der stockenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran drohende Engpässe. Sorgen bereiten zudem Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf Ziele in Saudi-Arabien. Zwar zeigten Schifffahrtsdaten, dass regionale Rohölexporte Ende September an mehreren Tagen das Vorkriegsniveau sogar überstiegen hätten, sagte Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. "Von einer vollständigen Normalisierung der Lieferketten zu sprechen, erscheint jedoch noch nicht gerechtfertigt." Es habe erneute Angriffe auf Tanker gegeben, was Kosten, Versicherung und Sicherheitsrisiken für Transporte erhöht habe.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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