02.10.26
03:23
Reuters
Sydney/Tokio, 02. Okt (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten und angesichts geopolitischer Spannungen nachgegeben. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,9 Prozent auf 68.326,72 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,0 Prozent niedriger bei 4.089,26 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) blieb feiertagsbedingt geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) wurde ebenfalls nicht gehandelt. Schwankungen an den Anleihemärkten sorgten bei den Anlegern zusätzlich für Verunsicherung.
In Japan drückten überraschend hohe Inflationsdaten und Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Sechs-Wochen-Hoch auf die Stimmung. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent und schürte Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ). "Die Inflationszahlen sind stark und zeigen, dass die Unternehmen die steigenden Kosten durch den schwachen Yen und den Iran-Krieg stetig weitergeben", sagte Analyst Yoshiki Shinke vom Dai-ichi Life Research Institute. Zudem belasteten der Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie die Aussetzung chinesischer Ölexporte die Märkte.
Trotz der trüben Gesamtstimmung gab es an der Tokioter Börse auch Lichtblicke. Zu den größten Gewinnern im Nikkei zählten Furukawa Electric(5801.T) mit einem Plus von 6,25 Prozent, gefolgt von Baycurrent(6532.T) und Mitsui Kinzoku(5706.T). Auf der Verliererseite standen hingegen Technologiewerte unter Druck: Die Aktien der SoftBank Group(9984.T) rutschten um 5,27 Prozent ab, auch Taiyo Yuden(6976.T) und Tokyo Electron(8035.T) verzeichneten deutliche Verluste. Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo erklärte den Rücksetzer des Leitindex mit der starken Rally vom Vortag: "Sorgen über eine kurzfristige Überhitzung dürften zu Gewinnmitnahmen führen."
Devisen
Am Währungsmarkt profitierte der Dollar von seiner Rolle als sicherer Hafen angesichts der Turbulenzen an den europäischen Anleihemärkten, wo Haushaltssorgen in Frankreich die Renditen in die Höhe trieben. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,94 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7045 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8311 Franken(CHF=) vor. Der Euro(EUR=), der zuvor stark unter Druck geraten war, blieb fast unverändert bei 1,1242 Dollar und zog leicht auf 0,9343 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Ölpreise blieben auf hohem Niveau, angetrieben von der Sorge vor weltweiten Angebotsengpässen. Berichte über eine Truppenaufstockung der USA im Nahen Osten sowie der Stopp chinesischer Ölexporte stützten die Notierungen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 102,52 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 92,85 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten am Vortag nach einem Rückgang der stark gestiegenen Anleiherenditen eine späte Erholung hingelegt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag kaum verändert bei 50.926,56 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,2 Prozent auf 7.666,45 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.871,60 Stellen. Anleger blicken nun gespannt auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed liefern könnten.
(Bericht von Stella Qiu, Leika Kihara, Takahiko Wada und Rocky Swift, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
02.10.26
03:23
Reuters
Sydney/Tokio, 02. Okt (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten und angesichts geopolitischer Spannungen nachgegeben. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,9 Prozent auf 68.326,72 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,0 Prozent niedriger bei 4.089,26 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) blieb feiertagsbedingt geschlossen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) wurde ebenfalls nicht gehandelt. Schwankungen an den Anleihemärkten sorgten bei den Anlegern zusätzlich für Verunsicherung.
In Japan drückten überraschend hohe Inflationsdaten und Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Sechs-Wochen-Hoch auf die Stimmung. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent und schürte Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ). "Die Inflationszahlen sind stark und zeigen, dass die Unternehmen die steigenden Kosten durch den schwachen Yen und den Iran-Krieg stetig weitergeben", sagte Analyst Yoshiki Shinke vom Dai-ichi Life Research Institute. Zudem belasteten der Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie die Aussetzung chinesischer Ölexporte die Märkte.
Trotz der trüben Gesamtstimmung gab es an der Tokioter Börse auch Lichtblicke. Zu den größten Gewinnern im Nikkei zählten Furukawa Electric(5801.T) mit einem Plus von 6,25 Prozent, gefolgt von Baycurrent(6532.T) und Mitsui Kinzoku(5706.T). Auf der Verliererseite standen hingegen Technologiewerte unter Druck: Die Aktien der SoftBank Group(9984.T) rutschten um 5,27 Prozent ab, auch Taiyo Yuden(6976.T) und Tokyo Electron(8035.T) verzeichneten deutliche Verluste. Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo erklärte den Rücksetzer des Leitindex mit der starken Rally vom Vortag: "Sorgen über eine kurzfristige Überhitzung dürften zu Gewinnmitnahmen führen."
Devisen
Am Währungsmarkt profitierte der Dollar von seiner Rolle als sicherer Hafen angesichts der Turbulenzen an den europäischen Anleihemärkten, wo Haushaltssorgen in Frankreich die Renditen in die Höhe trieben. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 157,94 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7045 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8311 Franken(CHF=) vor. Der Euro(EUR=), der zuvor stark unter Druck geraten war, blieb fast unverändert bei 1,1242 Dollar und zog leicht auf 0,9343 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Ölpreise blieben auf hohem Niveau, angetrieben von der Sorge vor weltweiten Angebotsengpässen. Berichte über eine Truppenaufstockung der USA im Nahen Osten sowie der Stopp chinesischer Ölexporte stützten die Notierungen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 102,52 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 92,85 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten am Vortag nach einem Rückgang der stark gestiegenen Anleiherenditen eine späte Erholung hingelegt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag kaum verändert bei 50.926,56 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,2 Prozent auf 7.666,45 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.871,60 Stellen. Anleger blicken nun gespannt auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed liefern könnten.
(Bericht von Stella Qiu, Leika Kihara, Takahiko Wada und Rocky Swift, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |