01.10.26
20:34
Reuters
New York, 01. Okt (Reuters) - Die US-Börsen haben am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten zugelegt und leicht im Plus geschlossen. Eine Kehrtwende bei den Renditen von US-Staatsanleihen sorgte für die Erholung am Aktienmarkt. Zuvor hatten die Renditen für zehnjährige Papiere den höchsten Stand seit 24 Jahren erreicht und die Kurse belastet. Der Dow-Jones-Index(.DJI) schloss minimal höher bei 50.926 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,2 Prozent auf 7666 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq(.IXIC) schloss kaum verändert mit 26.871 Punkten.
Robuste Wirtschaftsdaten hatten die Sorgen vor weiteren aggressiven Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geschürt und die Anleger zunächst verschreckt. So fiel die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 197.000 und lag damit fast auf der von Ökonomen prognostizierten Marke von 200.000. Zudem deutete der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf einen anhaltenden Preisdruck hin, was die Inflationssorgen verstärkte.
Die Wende an den Anleihemärkten kam, nachdem sich der stellvertretende Fed-Vorsitzende Philip Jefferson zu Wort meldete. Er deutete an, dass die Zentralbank nach der Zinserhöhung im September geduldig sein könnte, bevor sie die Zinsen erneut anhebt. Daraufhin gaben die Renditen nach. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe, die eng an die Zinserwartungen gekoppelt ist, fiel um etwa zehn Basispunkte.
"Jeder stellt sich auf eine neue Normalität ein", sagte Scott Welch, Chefanlagestratege bei Certuity. "Es ist nichts besonders Beängstigendes, was gerade an den Märkten passiert; es ist nur ein wenig anders als das, was die Leute in den letzten Jahren gewohnt waren."
Zu den größten Gewinnern zählte der Energiesektor(.SPNY), der um 1,9 Prozent zulegte. Er profitierte von einem Anstieg der Ölpreise, nachdem China Treibstoffexporte ausgesetzt hatte.
Auch Technologiewerte(.SPLRCT) zeigten Stärke. Die Aktien von Accenture(ACN.N) und Micron Technology(MU.O) stiegen nach positiven Geschäftsausblicken. Die Äußerungen von Jefferson dämpften die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung im Oktober. Die Märkte preisen eine solche laut CME Fedwatch nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 28,2 Prozent ein, verglichen mit 68,6 Prozent in der Vorwoche. Der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte jedoch, er erwarte weiterhin, dass zusätzliche Zinserhöhungen erforderlich sein werden.
(Bericht von Chuck Mikolajczak and Johann M Cherian. Geschrieben von Isabelle Noack. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
| * Robuste Wirtschaftsdaten |
| * Erwartungen an Fed-Zinssenkung gesunken |
| (Neu: US-Schlusskurse) |
| New York, 01. Okt (Reuters) - Die US-Börsen haben am |
| Donnerstag nach anfänglichen Verlusten zugelegt und leicht im |
| Plus geschlossen. Eine Kehrtwende bei den Renditen von |
| US-Staatsanleihen sorgte für die Erholung am Aktienmarkt. Zuvor |
| hatten die Renditen für zehnjährige Papiere den höchsten Stand |
| seit 24 Jahren erreicht und die Kurse belastet. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) schloss minimal höher bei 50.926 Punkten. |
| Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,2 Prozent auf 7666 |
| Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq(.IXIC) schloss kaum |
| verändert mit 26.871 Punkten. |
Robuste Wirtschaftsdaten hatten die Sorgen vor weiteren aggressiven Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geschürt und die Anleger zunächst verschreckt. So fiel die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 197.000 und lag damit fast auf der von Ökonomen prognostizierten Marke von 200.000. Zudem deutete der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf einen anhaltenden Preisdruck hin, was die Inflationssorgen verstärkte.
Die Wende an den Anleihemärkten kam, nachdem sich der stellvertretende Fed-Vorsitzende Philip Jefferson zu Wort meldete. Er deutete an, dass die Zentralbank nach der Zinserhöhung im September geduldig sein könnte, bevor sie die Zinsen erneut anhebt. Daraufhin gaben die Renditen nach. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe, die eng an die Zinserwartungen gekoppelt ist, fiel um etwa zehn Basispunkte.
"Jeder stellt sich auf eine neue Normalität ein", sagte Scott Welch, Chefanlagestratege bei Certuity. "Es ist nichts besonders Beängstigendes, was gerade an den Märkten passiert; es ist nur ein wenig anders als das, was die Leute in den letzten Jahren gewohnt waren."
Zu den größten Gewinnern zählte der Energiesektor(.SPNY), der um 1,9 Prozent zulegte. Er profitierte von einem Anstieg der Ölpreise, nachdem China Treibstoffexporte ausgesetzt hatte.
Auch Technologiewerte(.SPLRCT) zeigten Stärke. Die Aktien von Accenture(ACN.N) und Micron Technology(MU.O) stiegen nach positiven Geschäftsausblicken. Die Äußerungen von Jefferson dämpften die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung im Oktober. Die Märkte preisen eine solche laut CME Fedwatch nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 28,2 Prozent ein, verglichen mit 68,6 Prozent in der Vorwoche. Der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte jedoch, er erwarte weiterhin, dass zusätzliche Zinserhöhungen erforderlich sein werden.
(Bericht von Chuck Mikolajczak and Johann M Cherian. Geschrieben von Isabelle Noack. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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