30.09.26
16:59
Reuters
* Energiepreise und Anleiherenditen legen erneut zu
* Chefwechsel belastet Mattel und General Mills
* Milliardenauftrag beflügelt KI-Server-Hersteller HPE
(Neu: Öl, Anleihen, Hewlett Packard, GameStop, Conagra, General Mills)
| Frankfurt, 30. Sep (Reuters) - Positiv aufgenommene |
| Daten zur Entwicklung der US-Inflation haben die Stimmung an der |
| Wall Street aufgehellt. Am stärksten nach oben ging es dabei für |
| Technologieaktien, die besonders empfindlich auf die |
| Zinserwartungen der Anleger reagieren. Der Index der |
| Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) kletterte um ein Prozent auf |
| 27.073 Punkte. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) rückte um ein |
| halbes Prozent auf 7713 Zähler vor. Der Dow-Jones-Index(.DJI) |
| der Standardwerte notierte kaum verändert bei 51.322 Stellen. |
Der von der US-Notenbank Fed genau beobachtete Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Die Kernrate lag bei 3,0 Prozent. Beide Werte fielen niedriger aus als von Analysten erwartet. Die Daten nährten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed auf eine weitere Zinserhöhung im Oktober verzichten könnte. "Der heutige Bericht stand unter genauer Beobachtung, da die Marktteilnehmer versuchen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie aggressiv die Fed bei zukünftigen Zinserhöhungen vorgehen muss", sagte Steve Wyett, Chefstratege beim Finanzdienstleister BOK. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung im Oktober wird derzeit an den Terminmärkten mit knapp 40 Prozent eingepreist, am Dienstag waren es noch mehr als 50 Prozent.
Am Rohölmarkt legten unterdessen die Preise erneut zu, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hatte. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um rund ein bis 2,5 Prozent auf 103,81 und 91,50 Dollar je Fass (159 Liter). Trump wies einen Bericht des Nachrichtenportals Axios zurück, demzufolge er bereit sei, im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran bei seinem Atomprogramm Sanktionen zu lockern und eingefrorene Gelder freizugeben.
Auch die Anleiherenditen rückten nach einem zeitweisen Rücksetzer weiter vor. Hohe Verzinsungen verteuern die Finanzierung für Unternehmen und Staaten und machen Anleihen zu einer attraktiven Alternative zu Aktien, die als risikoreichere Anlagen gelten. "Das dürfte vorerst wie ein Deckel auf den Kursen liegen und eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erschweren", sagte CMC-Markets-Experte Lipkow. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen(US10YT=RR) blieb mit 5,281 Prozent nahe ihrem 19-Jahres-Hoch. Steigt sie über 5,333 Prozent, erreicht sie den höchsten Stand seit April 2002.
Gefragt bei den Einzelwerten waren unter anderem die Aktien von Hewlett Packard Enterprise(HPE.N). Ein Auftrag in Milliardenhöhe und eine angehobene Prognose trieben die Papiere des KI-Server-Herstellers um mehr als sechs Prozent nach oben.
Nach oben ging es auch für die Titel von GameStop(GME.N), die nach einem erneuten Aktienkauf durch Firmenchef Ryan Cohen um fast vier Prozent zulegten.
Um gut vier Prozent nach unten ging es für die Papiere von Mattel(MAT.O). Konzernchef Ynon Kreiz tritt dem "Barbie"-Hersteller zufolge zum 2. Oktober zurück, um eine Führungsposition bei einem anderen börsennotierten Unternehmen zu übernehmen.
Im Fokus stehen nun die Geschäftszahlen des Chipkonzerns Micron(MU.O), die nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. "Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen auch weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterunternehmen ankommt", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden."
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
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Der von der US-Notenbank Fed genau beobachtete Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Die Kernrate lag bei 3,0 Prozent. Beide Werte fielen niedriger aus als von Analysten erwartet. Die Daten nährten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed auf eine weitere Zinserhöhung im Oktober verzichten könnte. "Der heutige Bericht stand unter genauer Beobachtung, da die Marktteilnehmer versuchen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie aggressiv die Fed bei zukünftigen Zinserhöhungen vorgehen muss", sagte Steve Wyett, Chefstratege beim Finanzdienstleister BOK. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung im Oktober wird derzeit an den Terminmärkten mit knapp 40 Prozent eingepreist, am Dienstag waren es noch mehr als 50 Prozent.
Am Rohölmarkt legten unterdessen die Preise erneut zu, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hatte. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um rund ein bis 2,5 Prozent auf 103,81 und 91,50 Dollar je Fass (159 Liter). Trump wies einen Bericht des Nachrichtenportals Axios zurück, demzufolge er bereit sei, im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran bei seinem Atomprogramm Sanktionen zu lockern und eingefrorene Gelder freizugeben.
Auch die Anleiherenditen rückten nach einem zeitweisen Rücksetzer weiter vor. Hohe Verzinsungen verteuern die Finanzierung für Unternehmen und Staaten und machen Anleihen zu einer attraktiven Alternative zu Aktien, die als risikoreichere Anlagen gelten. "Das dürfte vorerst wie ein Deckel auf den Kursen liegen und eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erschweren", sagte CMC-Markets-Experte Lipkow. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen(US10YT=RR) blieb mit 5,281 Prozent nahe ihrem 19-Jahres-Hoch. Steigt sie über 5,333 Prozent, erreicht sie den höchsten Stand seit April 2002.
Gefragt bei den Einzelwerten waren unter anderem die Aktien von Hewlett Packard Enterprise(HPE.N). Ein Auftrag in Milliardenhöhe und eine angehobene Prognose trieben die Papiere des KI-Server-Herstellers um mehr als sechs Prozent nach oben.
Nach oben ging es auch für die Titel von GameStop(GME.N), die nach einem erneuten Aktienkauf durch Firmenchef Ryan Cohen um fast vier Prozent zulegten.
Um gut vier Prozent nach unten ging es für die Papiere von Mattel(MAT.O). Konzernchef Ynon Kreiz tritt dem "Barbie"-Hersteller zufolge zum 2. Oktober zurück, um eine Führungsposition bei einem anderen börsennotierten Unternehmen zu übernehmen.
Im Fokus stehen nun die Geschäftszahlen des Chipkonzerns Micron(MU.O), die nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. "Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen auch weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterunternehmen ankommt", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden."
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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