30.09.26
06:40
Reuters
| * Nikkei steigt um zwei Prozent |
| * Chinas Anleger enttäuscht über Unterstützung |
| * Börse in Südkorea leicht schwächer |
| Tokio/Hongkong, 30. Sep (Reuters) - Nach den jüngsten |
| Verlusten haben sich die Anleger an den asiatischen |
| Aktienmärkten am Mittwoch versöhnlich gezeigt. Vor allem die |
| Börse in Japan legte zu, gestützt von Kursgewinnen bei Werten |
| aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) im Sog einer |
| Rally bei US-Halbleiteraktien. Die chinesischen Börsen zogen nur |
| leicht an und steuerten auf den größten Quartalsverlust seit |
| mehr als vier Jahren zu. Ein neues Konjunkturpaket der Regierung |
| in Peking zur Stützung der Wirtschaft enttäuschte die Anleger. |
| Die hohen Ölpreise und Anleiherenditen hatten zuletzt global die |
| Börsen belastet. |
In Tokio stieg der Nikkei-Index(.N225) um gut zwei Prozent auf 66.832 Punkte. Vor allem Technologietitel waren gefragt. Die Aktien des Investors Softbank(9984.T) kletterten mehr als sechs Prozent. Die Papiere der Chip-Ausrüster Tokyo Electron(8035.T) und Advantest(6857.T) gewannen drei beziehungsweise ein Prozent. Die Aktien von Taiyo Yuden(6976.T), einem Hersteller von Keramikkondensatoren für KI-Server, legten nach der Ankündigung einer Geschäftsallianz mit TDK(6762.T) zeitweise um neun Prozent zu. "Da auf dem Gesamtmarkt jedoch mehr Aktien nachgaben als zulegten, gingen die Anleger selektiv vor", sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities.
In China stieg der CSI-300-Index(.CSI300) der wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen leicht und blieb damit in der Nähe eines Jahrestiefs. Für das Quartal zeichnete sich ein Minus von 13 Prozent ab, der größte Rückgang seit dem Höhepunkt der Corona-Lockdowns im Jahr 2022. Der Shanghai Composite(.SSEC) lag ebenfalls 0,4 Prozent im Plus und steuerte damit auf einen Quartalsverlust von rund sechs Prozent zu.
Die Regierung in Peking hatte am Dienstag eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung von Krediten und Hypotheken vorgestellt. Unter anderem senkte die chinesische Zentralbank ihren einjährigen Zinssatz für gezielte Zusatzkredite (PSL) um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent, um Infrastrukturinvestitionen zu fördern. Zudem wurden die Quoten für die Weitervergabe von Krediten an Technologieunternehmen und kleine Firmen erhöht.
Zwar gehe die Politik in die richtige Richtung, die Maßnahmen seien aber nicht ausreichend, sagte Charles Wang von Shenzhen Dragon Pacific Capital Management. "Das wird Chinas strukturelle Ungleichgewichte nicht lösen, die sich in einer schwachen Binnennachfrage und einer hohen Exportabhängigkeit äußern." Auch zuvor gefragte Technologieaktien gerieten unter Druck. Der CSI-Halbleiterindex(.CSI931865) verlor mehr als zwei Prozent und steuerte auf einen Einbruch von 32 Prozent seit Juni zu. Die Marktstimmung war zudem vor den einwöchigen Nationalfeierlichkeiten zurückhaltend.
In Südkorea(.KS11) drehten die Kurse nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und steuerten damit auf den größten Quartalsverlust seit sechseinhalb Jahren zu. Belastet wurde der Markt von Sorgen über hohe Anleiherenditen, die auch in den USA im Vorfeld von Inflations- und Arbeitsmarktdaten stiegen. Zudem fielen die Daten zur südkoreanischen Industrieproduktion für August unerwartet schwach aus. Südkoreas Finanzminister sagte, die Behörden beobachteten die Anleihemärkte genau. Bei einem übermäßigen Anstieg der Renditen würden stabilisierende Maßnahmen ergriffen.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Mittwoch | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 66.831,64 | +2,1% |
| Topix(.TOPX) | 4.116,87 | +1,9% |
| Shanghai(.SSEC) | 3.845,61 | +0,4% |
| CSI300(.CSI300) | 4.362,49 | +0,4% |
| Hang Seng(.HSI) | 24.594,13 | +0,3% |
| Kospi(.KS11) | 6.862,34 | -0,1% |
----------
| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1344 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3246 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 156,88 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8336 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7031 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.354,30 |
(Bericht von Junko Fujita, Jiaxing Li, Tom Westbrook, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |
30.09.26
06:40
Reuters
Tokio/Hongkong, 30. Sep (Reuters) - Nach den jüngsten Verlusten haben sich die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten am Mittwoch versöhnlich gezeigt. Vor allem die Börse in Japan legte zu, gestützt von Kursgewinnen bei Werten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) im Sog einer Rally bei US-Halbleiteraktien. Die chinesischen Börsen zogen nur leicht an und steuerten auf den größten Quartalsverlust seit mehr als vier Jahren zu. Ein neues Konjunkturpaket der Regierung in Peking zur Stützung der Wirtschaft enttäuschte die Anleger. Die hohen Ölpreise und Anleiherenditen hatten zuletzt global die Börsen belastet.
In Tokio stieg der Nikkei-Index(.N225) um gut zwei Prozent auf 66.832 Punkte. Vor allem Technologietitel waren gefragt. Die Aktien des Investors Softbank(9984.T) kletterten mehr als sechs Prozent. Die Papiere der Chip-Ausrüster Tokyo Electron(8035.T) und Advantest(6857.T) gewannen drei beziehungsweise ein Prozent. Die Aktien von Taiyo Yuden(6976.T), einem Hersteller von Keramikkondensatoren für KI-Server, legten nach der Ankündigung einer Geschäftsallianz mit TDK(6762.T) zeitweise um neun Prozent zu. "Da auf dem Gesamtmarkt jedoch mehr Aktien nachgaben als zulegten, gingen die Anleger selektiv vor", sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities.
In China stieg der CSI-300-Index(.CSI300) der wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen leicht und blieb damit in der Nähe eines Jahrestiefs. Für das Quartal zeichnete sich ein Minus von 13 Prozent ab, der größte Rückgang seit dem Höhepunkt der Corona-Lockdowns im Jahr 2022. Der Shanghai Composite(.SSEC) lag ebenfalls 0,4 Prozent im Plus und steuerte damit auf einen Quartalsverlust von rund sechs Prozent zu.
Die Regierung in Peking hatte am Dienstag eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung von Krediten und Hypotheken vorgestellt. Unter anderem senkte die chinesische Zentralbank ihren einjährigen Zinssatz für gezielte Zusatzkredite (PSL) um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent, um Infrastrukturinvestitionen zu fördern. Zudem wurden die Quoten für die Weitervergabe von Krediten an Technologieunternehmen und kleine Firmen erhöht.
Zwar gehe die Politik in die richtige Richtung, die Maßnahmen seien aber nicht ausreichend, sagte Charles Wang von Shenzhen Dragon Pacific Capital Management. "Das wird Chinas strukturelle Ungleichgewichte nicht lösen, die sich in einer schwachen Binnennachfrage und einer hohen Exportabhängigkeit äußern." Auch zuvor gefragte Technologieaktien gerieten unter Druck. Der CSI-Halbleiterindex(.CSI931865) verlor mehr als zwei Prozent und steuerte auf einen Einbruch von 32 Prozent seit Juni zu. Die Marktstimmung war zudem vor den einwöchigen Nationalfeierlichkeiten zurückhaltend.
In Südkorea(.KS11) drehten die Kurse nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und steuerten damit auf den größten Quartalsverlust seit sechseinhalb Jahren zu. Belastet wurde der Markt von Sorgen über hohe Anleiherenditen, die auch in den USA im Vorfeld von Inflations- und Arbeitsmarktdaten stiegen. Zudem fielen die Daten zur südkoreanischen Industrieproduktion für August unerwartet schwach aus. Südkoreas Finanzminister sagte, die Behörden beobachteten die Anleihemärkte genau. Bei einem übermäßigen Anstieg der Renditen würden stabilisierende Maßnahmen ergriffen.
(Bericht von Junko Fujita, Jiaxing Li, Tom Westbrook, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)