28.09.26
06:27
Reuters
Frankfurt, 28. Sep (Reuters) - Schwache Konjunkturdaten aus China und Zinsängste nach einem erneuten Ölpreisanstieg haben die Börsen in Asien am Montag belastet. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) verloren rund 2,5 und zwei Prozent. Das Gewinnwachstum der chinesischen Industrie hat sich im August wegen einer anhaltend schwachen Binnennachfrage weiter verlangsamt. Während der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) die Gewinne in der Technologiebranche antrieb, haben Unternehmen in anderen Sektoren wegen der Kaufzurückhaltung und Überkapazitäten zunehmend Schwierigkeiten, ihre Preismacht zu behaupten. "Künftig wird es für ein stetiges Gewinnwachstum der Industrieunternehmen entscheidend sein, die Haushaltseinkommen und den Konsum zu steigern sowie die Binnennachfrage auszuweiten", sagte Ding Meng, Chefvolkswirt der China CITIC Bank International.
In Japan richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Geldpolitik. Aus den Protokollen der jüngsten Sitzung der Bank of Japan (BoJ) ging hervor, dass die Währungshüter angesichts steigender Inflationsrisiken raschere Zinserhöhungen in Betracht ziehen. "Das Tempo der Zinserhöhungen könnte schneller ausfallen als von den Märkten erwartet", erklärte ein Notenbanker laut den Mitschriften. Die hartnäckige Schwäche des Yen und die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Importpreise für Energie heizen die Teuerung an. Dies treibt die Anleiherenditen in die Höhe, was weltweit die Finanzierungskosten verteuert und insbesondere zinssensible Technologiewerte belastet, die derzeit Milliarden für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) aufwenden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) gab zum Wochenstart leicht auf 66.255 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte mit 4127 Zählern kaum verändert.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 66.255,46 | -0,2% |
| Topix(.TOPX) | 4.127,45 | -0,0% |
| Shanghai(.SSEC) | 3.816,25 | -1,8% |
| CSI300(.CSI300) | 4.334,49 | -2,4% |
| Hang Seng(.HSI) | 24.662,98 | +0,6% |
| Kospi(.KS11) | 6.908,53 | -2,4% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1382 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3239 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 157,67 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8302 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7121 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.362,28 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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28.09.26
06:27
Reuters
Frankfurt, 28. Sep (Reuters) - Schwache Konjunkturdaten aus China und Zinsängste nach einem erneuten Ölpreisanstieg haben die Börsen in Asien am Montag belastet. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) verloren rund 2,5 und zwei Prozent. Das Gewinnwachstum der chinesischen Industrie hat sich im August wegen einer anhaltend schwachen Binnennachfrage weiter verlangsamt. Während der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) die Gewinne in der Technologiebranche antrieb, haben Unternehmen in anderen Sektoren wegen der Kaufzurückhaltung und Überkapazitäten zunehmend Schwierigkeiten, ihre Preismacht zu behaupten. "Künftig wird es für ein stetiges Gewinnwachstum der Industrieunternehmen entscheidend sein, die Haushaltseinkommen und den Konsum zu steigern sowie die Binnennachfrage auszuweiten", sagte Ding Meng, Chefvolkswirt der China CITIC Bank International.
In Japan richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Geldpolitik. Aus den Protokollen der jüngsten Sitzung der Bank of Japan (BoJ) ging hervor, dass die Währungshüter angesichts steigender Inflationsrisiken raschere Zinserhöhungen in Betracht ziehen. "Das Tempo der Zinserhöhungen könnte schneller ausfallen als von den Märkten erwartet", erklärte ein Notenbanker laut den Mitschriften. Die hartnäckige Schwäche des Yen und die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Importpreise für Energie heizen die Teuerung an. Dies treibt die Anleiherenditen in die Höhe, was weltweit die Finanzierungskosten verteuert und insbesondere zinssensible Technologiewerte belastet, die derzeit Milliarden für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) aufwenden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) gab zum Wochenstart leicht auf 66.255 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte mit 4127 Zählern kaum verändert.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder (für Unternehmen und Märkte).)