21.09.26
14:03
Reuters
London, 21. Sep (Reuters) - Das Management von Novo Nordisk(NOVOb.CO) kann einen Kursrutsch der Aktie mit seiner neu vorgestellten Strategie nicht verhindern. Die Titel des dänischen Pharmakonzerns fallen in der Spitze um rund acht Prozent auf den niedrigsten Stand seit April, nachdem das Management des Herstellers der Abnehmpille Wegovy auf einem Kapitalmarkttag ins Kreuzverhör genommen wurde. Investoren bereiten vor allem bevorstehende Patentabläufe Sorgen. Im Handelsverlauf erholen sich die Aktien leicht und notieren noch gut fünf Prozent im Minus. Sowohl Investoren als auch Analysten bezeichneten die neuen Ziele als enttäuschend.
Novos Umsatzprognose für 2030 und die stabilen Margen könnten nicht überzeugen, sagte Markus Manns, Portfoliomanager bei Union Investment, zu Reuters. "Sie haben auch nicht viel dazu gesagt, wie sie mit dem Auslaufen des Semaglutid-Patents im Jahr 2032 umgehen wollen", monierte Manns. Allerdings habe das Unternehmen überzeugende Argumente für seine Adipositas-Medikamente der nächsten Generation und seine breit gefächerte frühe Pipeline vorgebracht. BMO-Analyst Evan Seigerman erklärte ebenfalls, dass das prognostizierte Umsatzwachstum von 3,6 Prozent vom Markt bereits eingepreist sei.
Der Konzern will bis 2030 mehr als fünf Blockbuster-Medikamente auf den Markt bringen und bis 2035 einen Umsatz von mehr als 150 Milliarden dänischen Kronen (rund 20 Milliarden Euro) aus seiner Produktpipeline erzielen, sagte Vorstandschef Mike Doustdar in London. Novo Nordisk steht unter Druck, die Märkte davon zu überzeugen, dass das Unternehmen den Wegfall des Patentschutzes für den Wirkstoff Semaglutid Anfang der 2030er Jahre verkraften kann. Semaglutid ist der Hauptbestandteil des Blockbuster-Medikaments Wegovy zur Gewichtsreduktion und des Diabetes-Mittels Ozempic. Die Aktie ist seit ihren Rekordhochs um mehr als 70 Prozent gefallen. Grund ist der scharfe Wettbewerb durch den US-Rivalen Eli Lilly(LLY.N).
(Bericht von Patrick Wingrove, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von . Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Reuters
London, 21. Sep (Reuters) - Das Management von Novo Nordisk(NOVOb.CO) kann einen Kursrutsch der Aktie mit seiner neu vorgestellten Strategie nicht verhindern. Die Titel des dänischen Pharmakonzerns fallen in der Spitze um rund acht Prozent auf den niedrigsten Stand seit April, nachdem das Management des Herstellers der Abnehmpille Wegovy auf einem Kapitalmarkttag ins Kreuzverhör genommen wurde. Investoren bereiten vor allem bevorstehende Patentabläufe Sorgen. Im Handelsverlauf erholen sich die Aktien leicht und notieren noch gut fünf Prozent im Minus. Sowohl Investoren als auch Analysten bezeichneten die neuen Ziele als enttäuschend.
Novos Umsatzprognose für 2030 und die stabilen Margen könnten nicht überzeugen, sagte Markus Manns, Portfoliomanager bei Union Investment, zu Reuters. "Sie haben auch nicht viel dazu gesagt, wie sie mit dem Auslaufen des Semaglutid-Patents im Jahr 2032 umgehen wollen", monierte Manns. Allerdings habe das Unternehmen überzeugende Argumente für seine Adipositas-Medikamente der nächsten Generation und seine breit gefächerte frühe Pipeline vorgebracht. BMO-Analyst Evan Seigerman erklärte ebenfalls, dass das prognostizierte Umsatzwachstum von 3,6 Prozent vom Markt bereits eingepreist sei.
Der Konzern will bis 2030 mehr als fünf Blockbuster-Medikamente auf den Markt bringen und bis 2035 einen Umsatz von mehr als 150 Milliarden dänischen Kronen (rund 20 Milliarden Euro) aus seiner Produktpipeline erzielen, sagte Vorstandschef Mike Doustdar in London. Novo Nordisk steht unter Druck, die Märkte davon zu überzeugen, dass das Unternehmen den Wegfall des Patentschutzes für den Wirkstoff Semaglutid Anfang der 2030er Jahre verkraften kann. Semaglutid ist der Hauptbestandteil des Blockbuster-Medikaments Wegovy zur Gewichtsreduktion und des Diabetes-Mittels Ozempic. Die Aktie ist seit ihren Rekordhochs um mehr als 70 Prozent gefallen. Grund ist der scharfe Wettbewerb durch den US-Rivalen Eli Lilly(LLY.N).
(Bericht von Patrick Wingrove, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von . Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)