18.09.26
17:36
Reuters
| * Anleger müssen Fed-Entscheidung verdauen |
| * Anleiherenditen steigen erneut |
| * Ölpreise bleiben Damoklesschwert |
| (Neu: Fokus auf USA) |
| Frankfurt, 18. Sep (Reuters) - Die Aussicht auf |
| steigende Zinsen und ein Ausverkauf bei Staatsanleihen haben die |
| US-Aktienanleger am Freitag verunsichert. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gab bis zum Mittag |
| (Ortszeit) 0,4 Prozent auf 51.557 Punkte nach. Der breiter |
| gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7623 Zähler. Der |
| Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) sank um 0,1 Prozent auf |
| 26.401 Punkte. "Heute wird es vor allem darum gehen, die |
| Auswirkungen der Fed zu verdauen und die positiven und negativen |
| Aspekte der jüngsten Maßnahmen der Notenbank gründlich |
| abzuwägen", sagte Steve Sosnick, Chefstratege bei Interactive |
| Brokers. |
Nachdem die Fed am Mittwoch erstmals seit Mitte 2023 den Leitzins erhöht hatte, stellt sich laut Analysten die Frage, ob die Zinsen nun längere Zeit steigen. "Wir rechnen mit weiterer Volatilität, während die Märkte diese Maßnahme verarbeiten", sagte Bill Mann, Chef-Anlagestratege bei Motley Fool Asset Management. In ihrem Zinsausblick signalisierten die Währungshüter, dass sie die Zügel noch ein weiteres Mal anzuziehen gedenken, bevor sie im kommenden Jahr womöglich in den Wartemodus schalten. Der Dollar-Index(.DXY) markierte mit 100,388 Punkten ein Sieben-Wochen-Hoch.
Je länger die Ölpreise auf hohem Niveau verharren, desto schwieriger wird Strategen zufolge der Spagat der Notenbanken zwischen Inflationsbekämpfung und konjunktureller Stabilität. Anfang der Woche waren die Ölpreise auf ein Vier-Monats-Hoch gestiegen, da Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz im Roten Meer das Ölangebot belasteten. Berichte über alternative Lieferwege für Ölexporte aus Saudi-Arabien entspannten die Situation zuletzt wieder etwas. Zum Wochenausklang notierten die Kontrakte auf die Sorten Brent und WTI aber weiterhin über 100 Dollar das Fass.
An den Anleihemärkten setzte erneut ein Ausverkauf ein, der in der Folge die Renditen nach oben trieb. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe(US10YT=RR) stieg um rund fünf Basispunkte auf 5,008 Prozent. Anleger in Europa machen sich vor allem Sorgen über die Staatsfinanzen Frankreichs. Die Kosten für die Absicherung fünfjähriger französischer Schuldtitel gegen einen Zahlungsausfall(FRGV5YUSAC=MG) stiegen auf den höchsten Stand seit April vergangenen Jahres. Gleichzeitig kletterte der Renditeaufschlag, den Anleger für zehnjährige französische Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Papieren verlangen, erstmals seit der Euro-Schuldenkrise 2012 auf über 100 Basispunkte(DE10FR10=RR). Die Rendite der zehnjährigen französischen Anleihen(FR10YT=RR) legte um mehr als 14 Basispunkte auf ein 18-Jahres-Hoch von 4,583 Prozent zu.
NIKE FALLEN - MBAPPE WECHSELT ZU ON
Eine Partnerschaft mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé gab den Aktien des Sportartikelherstellers On(ONON.N) Auftrieb. Die in den USA notierten Papiere des Schweizer Unternehmens, zu dessen Investoren Tennisstar Roger Federer gehört, legten um 1,3 Prozent zu. On hat nach eigenen Angaben für seinen Einstieg in den Fußballmarkt Mbappé verpflichtet. Der Franzose beendet damit seine langjährige Partnerschaft mit Nike(NKE.N). Die Aktien des US-Branchenriesen gaben 1,3 Prozent nach.
Aktien des Pharmakonzerns Xenon Pharmaceuticals(XENE.O) brachen um 29 Prozent ein. Die Rekrutierung von Teilnehmern für die Studie zu seinem experimentellen Medikament gegen schwere Depressionen und bipolare Störungen wurde vorübergehend ausgesetzt, nachdem Berichte über Nebenwirkungen bekannt geworden waren.
Der Hexensabbat, der große Verfallstag an den Börsen, könnte zudem am Freitag für zum Teil deutliche Kursausschläge sorgen. Im Tagesverlauf verfallen Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien. Anleger versuchen, die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.
(Bericht von Niket Nishant und Tharuniyaa Lakshmi, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 |
Börsen-Ticker [.FDE-TICKER]
Berichte zu Aktien-, Devisen- und Anleihemärkten [.FDE] Berichte zu Rohstoffmärkten [.CDE] Berichte zu asiatischen Finanzmärkten [.TDE] Berichte zu US-Börsen [.NDE] Berichte zu Schweizer Börsen [.SDE]
* * * *
Weitere Nachrichten, Kurse und Indikationen durch Doppelklick auf die nachfolgenden Codes in Klammern:
Menüseiten des deutschsprachigen Reuters-Dienstes (NACHRICHTEN)
| [.FDE][.CDE] | Übersicht deutschsprachiger Nachrichten von den |
| [.TDE][.NDE] | Finanzmärkten |
| [STX-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zu den |
| Aktienmärkten | |
| [GVD-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zu den |
| Anleihemärkten | |
| [FRX-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zu den |
| Devisenmärkten | |
| (G7TODAY) | Übersicht aktueller Konjunkturdaten aus allen |
| G7-Staaten | |
| (ECON) | Übersicht aktueller Konjunkturdaten aus der |
| Euro-Zone | |
| [ECI-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zur Konjunktur |
| aus | aller Welt |
| [US-ECI-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zu |
| US-Konjunkturindikatoren | |
| [ECB-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zur EZB |
| [FED-GER] | Deutschsprachige Nachrichten zur Fed |
| INDIZES: | |
| (.DJI) | - US-Dow Jones-Index 30 Werte |
| (.IXIC) | - US-Nasdaq-Composite-Index |
| (.SPX) | - US-S&P 500-Index 500 Werte |
| (.STOXX50E) | - Europäischer EuroStoxx-Index 50 Werte |
| (.GDAXI) | - Frankfurter Dax-Index 30 Werte |
| (0#.DJI) | - Alle Dow Jones-Werte im Überblick |
| (0#.IXIC) | - Alle Nasdaq-Werte im Überblick |
| (0#.SPX) | - Alle S&P 500-Werte im Überblick |
| (0#.STOXX50E) | - Alle EuroStoxx50-Werte im Überblick |
| (0#.GDAXI) | - Alle Dax-Werte im Überblick |
| (.VIX) | - Vix - US-Volatilitätsindex |
| (.V2TX) | - VStoxx - EuroStoxx50-Volatilitätsindex |
| (.V1XI) | - VDax - Dax-Volatilitätsindex |
| (.DXY) | - Dollar-Index |
| (.CRB) | - Reuters/Jeffries Rohstoff-Index |
| DEVISEN: | |
| (EUR=) | - Euro in Dollar |
| (JPY=) | - Dollar in Yen |
| (GBP=) | - Dollar in Pfund Sterling |
| (CHF=) | - Dollar in Franken |
| FUTURES: | |
| (0#DJ:) | - Dow Jones-Future |
| (0#ND:) | - Nasdaq-Future |
| (0#SP:) | - S&P 500-Future |
| (0#STXE:) | - EuroStoxx-Future |
| (0#FDX:) | - DAX-Future |
| (FGBLc1) | - Bund-Future |
| (USc1) | - T-Bond-Future |
| (LCOc1) | - Brent-Rohöl |
| (Wc1) | - Weizen-Future |
| (Cc1) | - Mais-Future |
| (Sc1) | - Sojabohnen-Future |
| ROHSTOFFE: | |
| (XAU=) | - Gold |
| (CMCU3) - Kupfer | 1 |
18.09.26
17:36
Reuters
Frankfurt, 18. Sep (Reuters) - Die Aussicht auf steigende Zinsen und ein Ausverkauf bei Staatsanleihen haben die US-Aktienanleger am Freitag verunsichert. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gab bis zum Mittag (Ortszeit) 0,4 Prozent auf 51.557 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7623 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) sank um 0,1 Prozent auf 26.401 Punkte. "Heute wird es vor allem darum gehen, die Auswirkungen der Fed zu verdauen und die positiven und negativen Aspekte der jüngsten Maßnahmen der Notenbank gründlich abzuwägen", sagte Steve Sosnick, Chefstratege bei Interactive Brokers.
Nachdem die Fed am Mittwoch erstmals seit Mitte 2023 den Leitzins erhöht hatte, stellt sich laut Analysten die Frage, ob die Zinsen nun längere Zeit steigen. "Wir rechnen mit weiterer Volatilität, während die Märkte diese Maßnahme verarbeiten", sagte Bill Mann, Chef-Anlagestratege bei Motley Fool Asset Management. In ihrem Zinsausblick signalisierten die Währungshüter, dass sie die Zügel noch ein weiteres Mal anzuziehen gedenken, bevor sie im kommenden Jahr womöglich in den Wartemodus schalten. Der Dollar-Index(.DXY) markierte mit 100,388 Punkten ein Sieben-Wochen-Hoch.
<h5>ÖLPREISE ÜBER 100 DOLLAR - RENDITEN STEIGEN</h5>Je länger die Ölpreise auf hohem Niveau verharren, desto schwieriger wird Strategen zufolge der Spagat der Notenbanken zwischen Inflationsbekämpfung und konjunktureller Stabilität. Anfang der Woche waren die Ölpreise auf ein Vier-Monats-Hoch gestiegen, da Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz im Roten Meer das Ölangebot belasteten. Berichte über alternative Lieferwege für Ölexporte aus Saudi-Arabien entspannten die Situation zuletzt wieder etwas. Zum Wochenausklang notierten die Kontrakte auf die Sorten Brent und WTI aber weiterhin über 100 Dollar das Fass.
An den Anleihemärkten setzte erneut ein Ausverkauf ein, der in der Folge die Renditen nach oben trieb. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe(US10YT=RR) stieg um rund fünf Basispunkte auf 5,008 Prozent. Anleger in Europa machen sich vor allem Sorgen über die Staatsfinanzen Frankreichs. Die Kosten für die Absicherung fünfjähriger französischer Schuldtitel gegen einen Zahlungsausfall(FRGV5YUSAC=MG) stiegen auf den höchsten Stand seit April vergangenen Jahres. Gleichzeitig kletterte der Renditeaufschlag, den Anleger für zehnjährige französische Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Papieren verlangen, erstmals seit der Euro-Schuldenkrise 2012 auf über 100 Basispunkte(DE10FR10=RR). Die Rendite der zehnjährigen französischen Anleihen(FR10YT=RR) legte um mehr als 14 Basispunkte auf ein 18-Jahres-Hoch von 4,583 Prozent zu.
NIKE FALLEN - MBAPPE WECHSELT ZU ON
Eine Partnerschaft mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé gab den Aktien des Sportartikelherstellers On(ONON.N) Auftrieb. Die in den USA notierten Papiere des Schweizer Unternehmens, zu dessen Investoren Tennisstar Roger Federer gehört, legten um 1,3 Prozent zu. On hat nach eigenen Angaben für seinen Einstieg in den Fußballmarkt Mbappé verpflichtet. Der Franzose beendet damit seine langjährige Partnerschaft mit Nike(NKE.N). Die Aktien des US-Branchenriesen gaben 1,3 Prozent nach.
Aktien des Pharmakonzerns Xenon Pharmaceuticals(XENE.O) brachen um 29 Prozent ein. Die Rekrutierung von Teilnehmern für die Studie zu seinem experimentellen Medikament gegen schwere Depressionen und bipolare Störungen wurde vorübergehend ausgesetzt, nachdem Berichte über Nebenwirkungen bekannt geworden waren.
Der Hexensabbat, der große Verfallstag an den Börsen, könnte zudem am Freitag für zum Teil deutliche Kursausschläge sorgen. Im Tagesverlauf verfallen Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien. Anleger versuchen, die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.
(Bericht von Niket Nishant und Tharuniyaa Lakshmi, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Berichte zu Aktien-, Devisen- und Anleihemärkten [.FDE] Berichte zu Rohstoffmärkten [.CDE] Berichte zu asiatischen Finanzmärkten [.TDE] Berichte zu US-Börsen [.NDE] Berichte zu Schweizer Börsen [.SDE]
Weitere Nachrichten, Kurse und Indikationen durch Doppelklick auf die nachfolgenden Codes in Klammern:
Menüseiten des deutschsprachigen Reuters-Dienstes (NACHRICHTEN)
INDIZES:
DEVISEN:
FUTURES:
ROHSTOFFE: