17.09.26
20:44
Reuters
| (Neu: Schlusskurse) |
| New York/Bangalore, 17. Sep (Reuters) - Nachlassende |
| Ölpreise und robuste Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am |
| Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Anleger schüttelten die erste |
| Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) seit mehr als drei Jahren ab |
| und griffen vor allem bei Technologie-Werten zu. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte schloss 0,6 Prozent |
| höher auf 51.778 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) |
| rückte um 1,1 Prozent auf 7638 Zähler vor. Der Index der |
| Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gewann 1,7 Prozent auf 26.418 |
| Punkte. |
Die US-Notenbank hatte am Mittwoch erstmals seit Juli 2023 den Leitzins angehoben und bekräftigt, die Inflation zeitnah auf das Ziel von zwei Prozent zurückführen zu wollen. Die Entscheidung fiel einstimmig. "Der Markt ist etwas erleichtert über die Geschlossenheit der Fed, da alle gleich abgestimmt haben", sagte Ross Mayfield, Analyst bei Baird. Fed-Chef Kevin Warsh betonte auf der Pressekonferenz die Unabhängigkeit der Notenbank sowie die Stärke der US-Wirtschaft.
Diese Einschätzung wurde durch aktuelle Daten des Arbeitsministeriums gestützt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf einen Wert, der fast den Tiefstständen von 1969 entspricht. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Finanzmärkte nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 53,1 Prozent mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober. In der Vorwoche hatte dieser Wert noch bei 27,2 Prozent gelegen.
Für Erleichterung sorgten auch die Ölpreise, die auf ein Ein-Wochen-Tief fielen. Berichte über saudische Öllieferungen durch den Oman dämpften die Sorgen vor Angebotsengpässen, auch wenn die Lage im Nahen Osten wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angespannt bleibt. "Wenn ein Ölschock so lange andauert, wirkt sich das unweigerlich auf die Preise in der gesamten Wirtschaft aus", erklärte Mayfield. Eine Entspannung in diesem Bereich sei Rückenwind für Verbraucher und Unternehmen und erlaube der Fed eine weniger restriktive Geldpolitik.
Auf Unternehmensseite zählten Technologiewerte(.SPLRCT) zu den größten Gewinnern im S&P 500. Auch Chip-Aktien(.SOX) sowie Gold- und Silberminenbetreiber(.XAU) legten um mehr als drei Prozent zu. Aktien von Hausbauern(.SPCOMHOME) gewannen 1,1 Prozent, nachdem Daten einen Anstieg bei den Baubeginnen von Einfamilienhäusern und den schwebenden Hausverkäufen im vergangenen Monat gezeigt hatten. Zinssensible Banken(.SPXBK) stabilisierten sich nach dem Ausverkauf vom Mittwoch und schlossen 0,2 Prozent höher.
Krypto-bezogene Papiere profitierten von einer fünfjährigen Ausnahmeregelung der US-Börsenaufsicht SEC für den tokenisierten Aktienhandel. Die Titel von Circle Internet Group(CRCL.N) und Coinbase(COIN.O) stiegen um jeweils 5,8 Prozent, Robinhood(HOOD.O) gewannen 5,2 Prozent.
Dagegen gaben die Aktien von CoreWeave(CRWV.O) um 4,2 Prozent nach. Das Unternehmen hatte Pläne zur Kapitalbeschaffung durch die Ausgabe von Aktien und Wandelanleihen angekündigt. Fluence Energy(FLNC.O) brachen um 15,4 Prozent ein, nachdem der Konzern seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt hatte.
(Bericht von Stephen Culp, Niket Nishant und Tharuniyaa Lakshmi Bearbeitet von Scot W. Stevenson. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Die US-Notenbank hatte am Mittwoch erstmals seit Juli 2023 den Leitzins angehoben und bekräftigt, die Inflation zeitnah auf das Ziel von zwei Prozent zurückführen zu wollen. Die Entscheidung fiel einstimmig. "Der Markt ist etwas erleichtert über die Geschlossenheit der Fed, da alle gleich abgestimmt haben", sagte Ross Mayfield, Analyst bei Baird. Fed-Chef Kevin Warsh betonte auf der Pressekonferenz die Unabhängigkeit der Notenbank sowie die Stärke der US-Wirtschaft.
Diese Einschätzung wurde durch aktuelle Daten des Arbeitsministeriums gestützt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf einen Wert, der fast den Tiefstständen von 1969 entspricht. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Finanzmärkte nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 53,1 Prozent mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober. In der Vorwoche hatte dieser Wert noch bei 27,2 Prozent gelegen.
Für Erleichterung sorgten auch die Ölpreise, die auf ein Ein-Wochen-Tief fielen. Berichte über saudische Öllieferungen durch den Oman dämpften die Sorgen vor Angebotsengpässen, auch wenn die Lage im Nahen Osten wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angespannt bleibt. "Wenn ein Ölschock so lange andauert, wirkt sich das unweigerlich auf die Preise in der gesamten Wirtschaft aus", erklärte Mayfield. Eine Entspannung in diesem Bereich sei Rückenwind für Verbraucher und Unternehmen und erlaube der Fed eine weniger restriktive Geldpolitik.
Auf Unternehmensseite zählten Technologiewerte(.SPLRCT) zu den größten Gewinnern im S&P 500. Auch Chip-Aktien(.SOX) sowie Gold- und Silberminenbetreiber(.XAU) legten um mehr als drei Prozent zu. Aktien von Hausbauern(.SPCOMHOME) gewannen 1,1 Prozent, nachdem Daten einen Anstieg bei den Baubeginnen von Einfamilienhäusern und den schwebenden Hausverkäufen im vergangenen Monat gezeigt hatten. Zinssensible Banken(.SPXBK) stabilisierten sich nach dem Ausverkauf vom Mittwoch und schlossen 0,2 Prozent höher.
Krypto-bezogene Papiere profitierten von einer fünfjährigen Ausnahmeregelung der US-Börsenaufsicht SEC für den tokenisierten Aktienhandel. Die Titel von Circle Internet Group(CRCL.N) und Coinbase(COIN.O) stiegen um jeweils 5,8 Prozent, Robinhood(HOOD.O) gewannen 5,2 Prozent.
Dagegen gaben die Aktien von CoreWeave(CRWV.O) um 4,2 Prozent nach. Das Unternehmen hatte Pläne zur Kapitalbeschaffung durch die Ausgabe von Aktien und Wandelanleihen angekündigt. Fluence Energy(FLNC.O) brachen um 15,4 Prozent ein, nachdem der Konzern seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt hatte.
(Bericht von Stephen Culp, Niket Nishant und Tharuniyaa Lakshmi Bearbeitet von Scot W. Stevenson. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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