15.09.26
09:29
Reuters
Frankfurt, 15. Sep (Reuters) - Die steigenden Energiekosten vergraulen Anleger bei Chemiefirmen in Europa. Ein düsterer Analystenausblick setzt vor allem Lanxess(LXSG.DE) zu. Die Aktie des Spezialchemiekonzerns verbilligt sich in der Spitze um mehr als sechs Prozent auf den niedrigsten Stand seit knapp einem halben Jahr, nachdem JP Morgan das Kursziel auf 15 von zuvor 18 Euro gesenkt hatte. Die Experten der US-Bank schraubten zugleich ihre Gewinnschätzungen für das vierte Quartal sowie die Geschäftsjahre 2027 und 2028 zurück und begründeten dies mit den stark gestiegenen Energiekosten. Lanxess verfüge nur über einen relativ begrenzten Schutz durch Energiepreisabsicherungen. Zudem sehen die Analysten eine schwächere Preissetzungsmacht im zweiten Quartal als zunächst erwartet. Das Rating beließen sie bei "Neutral".
Die europäischen Terminpreise für Erdgas für den nächsten Monat seien im Jahresvergleich um rund 150 Prozent und gegenüber dem Durchschnitt von 2025 um rund 125 Prozent gestiegen, erläuterten die Experten. Für Lanxess rechnet die Bank für das Jahr 2027 mit zusätzlichen Energiekosten von rund 250 Millionen Euro. Auch andere Chemiefirmen gerieten unter Druck. So gaben die Aktien von Evonik(EVKn.DE), Syensqo(SYENS.BR) und Arkema(AKE.PA) sowie Wacker Chemie(WCHG.DE) und BASF(BASFn.DE) jeweils zwischen zwei und drei Prozent nach. Der europäische Chemiewerte-Index(.SX4P) verlor gut ein Prozent.
(Bericht von Bartosz Dabrowski, Stefanie Geiger, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Frankfurt, 15. Sep (Reuters) - Die steigenden Energiekosten vergraulen Anleger bei Chemiefirmen in Europa. Ein düsterer Analystenausblick setzt vor allem Lanxess(LXSG.DE) zu. Die Aktie des Spezialchemiekonzerns verbilligt sich in der Spitze um mehr als sechs Prozent auf den niedrigsten Stand seit knapp einem halben Jahr, nachdem JP Morgan das Kursziel auf 15 von zuvor 18 Euro gesenkt hatte. Die Experten der US-Bank schraubten zugleich ihre Gewinnschätzungen für das vierte Quartal sowie die Geschäftsjahre 2027 und 2028 zurück und begründeten dies mit den stark gestiegenen Energiekosten. Lanxess verfüge nur über einen relativ begrenzten Schutz durch Energiepreisabsicherungen. Zudem sehen die Analysten eine schwächere Preissetzungsmacht im zweiten Quartal als zunächst erwartet. Das Rating beließen sie bei "Neutral".
Die europäischen Terminpreise für Erdgas für den nächsten Monat seien im Jahresvergleich um rund 150 Prozent und gegenüber dem Durchschnitt von 2025 um rund 125 Prozent gestiegen, erläuterten die Experten. Für Lanxess rechnet die Bank für das Jahr 2027 mit zusätzlichen Energiekosten von rund 250 Millionen Euro. Auch andere Chemiefirmen gerieten unter Druck. So gaben die Aktien von Evonik(EVKn.DE), Syensqo(SYENS.BR) und Arkema(AKE.PA) sowie Wacker Chemie(WCHG.DE) und BASF(BASFn.DE) jeweils zwischen zwei und drei Prozent nach. Der europäische Chemiewerte-Index(.SX4P) verlor gut ein Prozent.
(Bericht von Bartosz Dabrowski, Stefanie Geiger, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)