15.09.26
08:14
Reuters
Tokio/Shanghai, 15. Sep (Reuters) - Nach dem Dämpfer im KI-Sektor zum Wochenauftakt haben die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag Vorsicht walten lassen. Die durch Warnungen von mehreren KI-Firmen-Chefs vor den Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) angefachten Sorgen um die weitere Entwicklung traten etwas in den Hintergrund. In Tokio erholten sich die unter Druck geratenen Technologiewerte. Kursgewinne von bis zu einem Prozent büßte der japanische Leitindex Nikkei(.N225) im Handelsverlauf aber wieder ein und verabschiedete sich weitgehend stabil bei 63.484 Punkten aus dem Handel.
"Japan war der erste Markt, der von der Warnung der KI-Führungskräfte in der vorangegangenen Sitzung getroffen wurde", sagte Kazuaki Shimada, Stratege bei IwaiCosmo Securities. "Am Morgen danach waren die Anleger der Meinung, es sei noch zu früh, um über das Tempo der KI-Investitionen der Hyperscaler zu urteilen." Die Aktie des Technologie-Investors Softbank(9984.T) zog rund acht Prozent an und machte damit den Großteil der Verluste vom Vortag wett.
Höhere Ölpreise und steigende Anleiherenditen trübten allerdings erneut die Stimmung. "Der heutige Handel wurde von kurzfristig orientierten Anlegern dominiert, die Aktien verkauften, um Gewinne aus den Kursgewinnen zu Beginn der Sitzung zu realisieren", sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities. Der japanische Anleihemarkt blieb unter Druck. Im Gegenzug zog die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf 3,025 Prozent an und damit auf ein neues 30-Jahres-Hoch. An den Märkten wird mit einer Zinserhöhung durch die japanische Zentralbank am Freitag gerechnet.
Auch in Südkorea belasteten steigende Anleiherenditen den Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi(.KS11) gab um rund ein Prozent nach und fiel damit den vierten Tag in Folge. Die chinesischen Börsen gerieten ebenfalls unter Druck. Die Börse in Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) verloren jeweils rund ein halbes Prozent. Negative Impulse lieferten schwache Konjunkturdaten und ein kriselnder Immobilienmarkt. Zwar legte die Industrieproduktion im August zu, doch der Konsum blieb in der Volksrepublik schleppend und der Investitionsrückgang verschärfte sich. Zudem fielen erneut die Preise für neue Eigenheime, was die Schwäche des Wohnungsmarkts hervorhob.
Asiatische Aktienindizes am Dienstag:
Währungen:
(Bericht von Junko Fujita, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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15.09.26
08:14
Reuters
* Nikkei geht stabil aus dem Handel
* KI-Sorgen treten etwas in den Hintergrund
* Steigende Anleiherenditen und schwache China-Daten belasten
| Tokio/Shanghai, 15. Sep (Reuters) - Nach dem Dämpfer im |
| KI-Sektor zum Wochenauftakt haben die Anleger an den asiatischen |
| Aktienmärkten am Dienstag Vorsicht walten lassen. Die durch |
| Warnungen von mehreren KI-Firmen-Chefs vor den Risiken |
| Künstlicher Intelligenz (KI) angefachten Sorgen um die weitere |
| Entwicklung traten etwas in den Hintergrund. In Tokio erholten |
| sich die unter Druck geratenen Technologiewerte. Kursgewinne von |
| bis zu einem Prozent büßte der japanische Leitindex |
| Nikkei(.N225) im Handelsverlauf aber wieder ein und |
| verabschiedete sich weitgehend stabil bei 63.484 Punkten aus dem |
| Handel. |
"Japan war der erste Markt, der von der Warnung der KI-Führungskräfte in der vorangegangenen Sitzung getroffen wurde", sagte Kazuaki Shimada, Stratege bei IwaiCosmo Securities. "Am Morgen danach waren die Anleger der Meinung, es sei noch zu früh, um über das Tempo der KI-Investitionen der Hyperscaler zu urteilen." Die Aktie des Technologie-Investors Softbank(9984.T) zog rund acht Prozent an und machte damit den Großteil der Verluste vom Vortag wett.
Höhere Ölpreise und steigende Anleiherenditen trübten allerdings erneut die Stimmung. "Der heutige Handel wurde von kurzfristig orientierten Anlegern dominiert, die Aktien verkauften, um Gewinne aus den Kursgewinnen zu Beginn der Sitzung zu realisieren", sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities. Der japanische Anleihemarkt blieb unter Druck. Im Gegenzug zog die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf 3,025 Prozent an und damit auf ein neues 30-Jahres-Hoch. An den Märkten wird mit einer Zinserhöhung durch die japanische Zentralbank am Freitag gerechnet.
Auch in Südkorea belasteten steigende Anleiherenditen den Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi(.KS11) gab um rund ein Prozent nach und fiel damit den vierten Tag in Folge. Die chinesischen Börsen gerieten ebenfalls unter Druck. Die Börse in Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) verloren jeweils rund ein halbes Prozent. Negative Impulse lieferten schwache Konjunkturdaten und ein kriselnder Immobilienmarkt. Zwar legte die Industrieproduktion im August zu, doch der Konsum blieb in der Volksrepublik schleppend und der Investitionsrückgang verschärfte sich. Zudem fielen erneut die Preise für neue Eigenheime, was die Schwäche des Wohnungsmarkts hervorhob.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Dienstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 63.590,36 | +0,2% |
| Topix(.TOPX) | 4.045,96 | -0,3% |
| Shanghai(.SSEC) | 3.870,64 | -0,4% |
| CSI300(.CSI300) | 4.463,06 | -0,4% |
| Hang Seng(.HSI) | 24.739,21 | -0,7% |
| Kospi(.KS11) | 6.617,56 | -1,0% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1535 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3481 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 154,79 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8181 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7116 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.357,40 |
(Bericht von Junko Fujita, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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