14.09.26
09:44
Reuters
14. Sep (Reuters) - Die Gaspreise in Europa ziehen erneut an. Der europäische Erdgas-Future(TRNLTTFMc1) klettert in der Spitze um knapp sechs Prozent auf 84,20 Euro je Megawattstunde. Analysten verwiesen auf gescheiterte diplomatische Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormus und die Sorge vor niedrigen Füllständen der Gasspeicher vor dem Winter. "Der Markt wird von den eskalierenden Risiken im Nahen Osten dominiert, und inmitten einer Phase umfangreicher Wartungsarbeiten in Europa, die das norwegische Angebot und die LNG-Einspeisung beeinträchtigen, dürfte der Aufwärtsdruck bei den Preisen die ganze Woche über anhalten", sagte LSEG-Analyst Dzmitry Dauhalevich.
Das weltweite LNG-Angebot könnte in diesem Winter um mehr als 20 Milliarden Kubikmeter sinken, wenn die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleibe, sagte Gergely Molnar, Gasanalyst bei der in Paris ansässigen Internationalen Energieagentur. Über die Straße von Hormus wurde vor dem Iran-Krieg etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Angebots (LNG) transportiert. Zugleich liegen die EU-Speicherbestände 20 Prozent oder fast 17 Milliarden Kubikmeter unter ihrem Fünfjahresdurchschnitt und tendieren zu den niedrigsten Füllständen seit 2013. Der geringere Sicherheitspuffer könnte den Wettbewerb um flexibles LNG verschärfen und die Preisvolatilität im Winter anheizen.
Letzte Woche senkten die Niederlande ihr Winter-Gasspeicherziel auf 64 Prozent, um den Druck auf die Lieferanten zu verringern und die Preise zu senken.
(Bericht von Marwa Rashad, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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14.09.26
09:44
Reuters
Das weltweite LNG-Angebot könnte in diesem Winter um mehr als 20 Milliarden Kubikmeter sinken, wenn die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleibe, sagte Gergely Molnar, Gasanalyst bei der in Paris ansässigen Internationalen Energieagentur. Über die Straße von Hormus wurde vor dem Iran-Krieg etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Angebots (LNG) transportiert. Zugleich liegen die EU-Speicherbestände 20 Prozent oder fast 17 Milliarden Kubikmeter unter ihrem Fünfjahresdurchschnitt und tendieren zu den niedrigsten Füllständen seit 2013. Der geringere Sicherheitspuffer könnte den Wettbewerb um flexibles LNG verschärfen und die Preisvolatilität im Winter anheizen.
Letzte Woche senkten die Niederlande ihr Winter-Gasspeicherziel auf 64 Prozent, um den Druck auf die Lieferanten zu verringern und die Preise zu senken.
(Bericht von Marwa Rashad, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte))