10.09.26
20:46
Reuters
Auslöser für die Inflations- und Zinssorgen war unter anderem ein starker Anstieg der Ölpreise. Wegen der durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran gestörten Lieferrouten durch die Straße von Hormus und das Rote Meer sprang der Preis für die Nordsee-Sorte Brent um sechs Prozent auf 107 Dollar je Barrel (159 Liter).
Dies schürte die Erwartung, dass die Fed auf ihrer Zinssitzung am kommenden Mittwoch die Zinsen anheben wird. Dem FedWatch-Tool der Börse CME zufolge rechnen Händler nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent mit einer Zinserhöhung um mindestens 25 Basispunkte. Vor der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise am Donnerstag hatte die Wahrscheinlichkeit noch bei 64 Prozent gelegen. Die Erzeugerpreise waren im August im Rahmen der Erwartungen gestiegen. Anleger blicken nun gespannt auf die Verbraucherpreisdaten am Freitag.
Parallel dazu zogen die Renditen am US-Anleihemarkt an. Die Verzinsung der zehnjährigen Staatsanleihen stieg auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren, diejenige der 30-jährigen Papiere erreichte ein 19-Jahres-Hoch.
"Die Renditen steigen am kurzen Ende der Kurve, weil die Fed in den nächsten Monaten wahrscheinlich die Zinsen anheben wird", sagte Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baird. Am langen Ende stiegen sie wegen der Staatsverschuldung und der hartnäckigen Inflation. Höhere Renditen seien negativ für den Aktienmarkt, da sie die Bewertungen drückten und die Finanzierungskosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhten.
<h5 align=center>TECHNOLOGIEWERTE UNTER DRUCK</h5>Bei den Einzelwerten standen Technologieaktien unter Druck. Die Branchenschwergewichte Nvidia(NVDA.O) und Micron Technology(MU.O) verloren 2,3 beziehungsweise 4,7 Prozent. Gegen den Trend legten die Aktien von Apple(AAPL.O) um 3,6 Prozent zu. Der Konzern hatte am Vortag ein faltbares iPhone für 1999 Dollar vorgestellt.
<p align=center><b>* * * *</p></b>Im Einzelhandelssektor brachen die Papiere von American Eagle Outfitters(AEO.N) um 14 Prozent ein und fielen auf den tiefsten Stand seit Oktober. Der Bekleidungshersteller hatte angesichts schwankender Konsumausgaben lediglich seine Jahresprognose für den flächenbereinigten Umsatz bestätigt. Die Aktien der Kaufhauskette Macy's(M.N) gaben um 4,7 Prozent nach, da eine Anhebung der Jahresprognose die Anleger nicht überzeugte.
(Bericht von Niket Nishant, Tharuniyaa Lakshmi und Johann M Cherian Bearbeitet von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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10.09.26
20:46
Reuters
| (Neu: Fokus auf USA) |
| New York/Bangalore, 10. Sep (Reuters) - Sorgen vor einer |
| weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed haben der Wall Street |
| am Donnerstag Verluste eingebrockt. Ein Sprung der Ölpreise |
| sowie gestiegene Renditen bei US-Staatsanleihen machten Aktien |
| für Anleger weniger attraktiv. Der Dow-Jones-Index der |
| Standardwerte(.DJI) schloss 0,6 Prozent tiefer auf 52.064 |
| Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gab 0,6 Prozent auf |
| 7592 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) |
| verlor 0,7 Prozent auf 26.082 Punkte. |
Auslöser für die Inflations- und Zinssorgen war unter anderem ein starker Anstieg der Ölpreise. Wegen der durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran gestörten Lieferrouten durch die Straße von Hormus und das Rote Meer sprang der Preis für die Nordsee-Sorte Brent um sechs Prozent auf 107 Dollar je Barrel (159 Liter).
Dies schürte die Erwartung, dass die Fed auf ihrer Zinssitzung am kommenden Mittwoch die Zinsen anheben wird. Dem FedWatch-Tool der Börse CME zufolge rechnen Händler nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent mit einer Zinserhöhung um mindestens 25 Basispunkte. Vor der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise am Donnerstag hatte die Wahrscheinlichkeit noch bei 64 Prozent gelegen. Die Erzeugerpreise waren im August im Rahmen der Erwartungen gestiegen. Anleger blicken nun gespannt auf die Verbraucherpreisdaten am Freitag.
Parallel dazu zogen die Renditen am US-Anleihemarkt an. Die Verzinsung der zehnjährigen Staatsanleihen stieg auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren, diejenige der 30-jährigen Papiere erreichte ein 19-Jahres-Hoch.
"Die Renditen steigen am kurzen Ende der Kurve, weil die Fed in den nächsten Monaten wahrscheinlich die Zinsen anheben wird", sagte Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baird. Am langen Ende stiegen sie wegen der Staatsverschuldung und der hartnäckigen Inflation. Höhere Renditen seien negativ für den Aktienmarkt, da sie die Bewertungen drückten und die Finanzierungskosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhten.
Bei den Einzelwerten standen Technologieaktien unter Druck. Die Branchenschwergewichte Nvidia(NVDA.O) und Micron Technology(MU.O) verloren 2,3 beziehungsweise 4,7 Prozent. Gegen den Trend legten die Aktien von Apple(AAPL.O) um 3,6 Prozent zu. Der Konzern hatte am Vortag ein faltbares iPhone für 1999 Dollar vorgestellt.
Im Einzelhandelssektor brachen die Papiere von American Eagle Outfitters(AEO.N) um 14 Prozent ein und fielen auf den tiefsten Stand seit Oktober. Der Bekleidungshersteller hatte angesichts schwankender Konsumausgaben lediglich seine Jahresprognose für den flächenbereinigten Umsatz bestätigt. Die Aktien der Kaufhauskette Macy's(M.N) gaben um 4,7 Prozent nach, da eine Anhebung der Jahresprognose die Anleger nicht überzeugte.
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